Seilwinde offroad

Mercedes Sprinter 1 (Typ T1N, Baumuster W901-W905) & VW LT 2 - ab 1995 bis 2006
farnham
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Re: Seilwinde offroad

#31 

Beitrag von farnham »

asap hat geschrieben: 07 Sep 2026 13:33 Bei einem kurzen Weg (Länge des Masse-Kabels) kann der Querschnitt des Plus-Kabels dünnen ausfallen, als wenn sich durch eine langes Masse-Kabel der Weg verdoppelt. Daher den kurzen Weg zu einem Masse-Punkt an der Karosserie suchen.
Der Rahmen selbst ist aber nicht kurz. Dazu leitet er nicht gut (10x schlechter als Kupfer) und der Querschnitt ist beim Sprinter jetzt auch nicht soooo beeindruckend. Dazu kommt, dass die Verbindung von der Batterie, von der Lichtmaschine/dem Motor sicher auch nicht aus Jux und Dallerei für ein Vielfaches des "normalen" Stroms ausgelegt ist.

Ich habe schon Fahrzeuge mit meiner Winde rausgezogen, die selbst eine Winde hatten, welche aber die sprichwörtliche Wurst nicht vom Teller gezogen hat. So eine Winde bleibt unter Last einfach stehen - und wenn der Bediener das nicht sofort wahr haben will, fängt die Wicklung das Rauchen an...
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farnham
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Re: Seilwinde offroad

#32 

Beitrag von farnham »

Themightydude hat geschrieben: 07 Sep 2026 14:01 Nun die Winde bleibt in der Kiste, die Befestigungspunkte ragen aus selbiger heraus. Die Kiste dient zum einfachen Transport und Lagerung. Kabelquerschnitt ist für die Anbringung hinten sicherlich ein Thema, aber alle Darstellungen zeigen die Winde vorne angebracht (mit Gurten) und daher reicht für die 1,8t-Winde der 24mm²-Querschnitt bei 3 m Kabellänge. Für die 4,3t-Winde wird 35mm² bei 3 m Kabellänge angegeben. Letztere gibts aber nicht in einer Kiste. Also am besten vorne anbringen, oder auf ein 24 V-System umrüsten.
Faustregel für Fahrzeugwinden im Geländeeinsatz: Gewicht mal zwei, mal Marketing-Übertreibungs-Faktor.

Die 12500lbs (um die 6t) funktionieren an meinem Landcruiser mit irgendwas zwischen 3.5 und 4t Reisegewicht meistens relativ gut, haben aber auch schon versagt, wenn die Kiste sich im Tonschlamm richtig festgesaugt hat. Einen vollbeladenen Reise-Hilux (3t) oder einen leichte Safari-Landcruiser (2.5t) ziehe ich dagegen im Standgas raus. Mehr Zugkraft ist leider nicht mehr so ganz handelsüblich, bzw. wird exponentiell teurer und auch die Fahrzeugelektrik wird dann zunehmend ein Faktor (die zwei parallelelen Batterien braucht es schon für die 12500lbs). Auch einen Seilriss hab ich in einer solchen Grenzsituation schon hinbekommen. Spleißen üben zu Hause im warmen Wohnzimmer ist also auch keine komplett abwegige Idee ;)

PS: mit den 24qmm an einem 3m-Kabel würde ich eher den 12V-Haarföhn anschließen - aber nur aufgrund meiner Kurzhaar-Frisur
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Re: Seilwinde offroad

#33 

Beitrag von Marius-HH »

asap hat geschrieben: 07 Sep 2026 13:33
farnham hat geschrieben: 07 Sep 2026 12:57 Ich wäre sehr überrascht, wenn der Rahmen mit einer Zehnerpotenz weniger spezifischer Leitfähigkeit, plus Übergangswiderständen, einem Kabel von 240qmm E-Kupfer die Stirn bieten kann.
Bei einem kurzen Weg (Länge des Masse-Kabels) kann der Querschnitt des Plus-Kabels dünnen ausfallen, als wenn sich durch eine langes Masse-Kabel der Weg verdoppelt. Daher den kurzen Weg zu einem Masse-Punkt an der Karosserie suchen.
Moin,
Wie meinst du das?
Wenn der Masse weg zum Rahmen kurz ist, kann die + Leitung dünner sein? Wieso das? Der Strom ist doch der selbe, oder meinst du, dass der Spannungsfall dann geringer ist?
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Re: Seilwinde offroad

#34 

Beitrag von asap »

Marius-HH hat geschrieben: 07 Sep 2026 20:13 Wenn der Masse weg zum Rahmen kurz ist, kann die + Leitung dünner sein? Wieso das? Der Strom ist doch der selbe, oder meinst du, dass der Spannungsfall dann geringer ist?
Um die Länge einer Leitung zu ermitteln, wird die Hin- und Rückleitung addiert, daraus ergibt sich der nötige Querschnitt, kann man mit Tools im Netz berechnen ....
Je kürzer der Weg umso dünner kann der Querschnitt ausfallen ... Daher habe ich bei mir die Masse immer direkt an der Karosserie genommen.
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Re: Seilwinde offroad

#35 

Beitrag von Schnafdolin »

farnham hat geschrieben: 07 Sep 2026 14:07 Der Rahmen selbst ist aber nicht kurz. Dazu leitet er nicht gut (10x schlechter als Kupfer) und der Querschnitt ist beim Sprinter jetzt auch nicht soooo beeindruckend. Dazu kommt, dass die Verbindung von der Batterie, von der Lichtmaschine/dem Motor sicher auch nicht aus Jux und Dallerei für ein Vielfaches des "normalen" Stroms ausgelegt ist.
Das unterschreibe ich dir nicht.
Deswegen gibts ja am Rahmen überall Massepunkte. Man kann ja nicht von jedem Verbraucher ein Massekabel auf Minus ziehen. Und dass der Fahrzeugrahmen und die Karosserie aus Stahl schlechter leiten als ein fingerdickes Kupferkabel, glaube ich nicht.
Jede blanke Stelle am Rahmen ist ein ausgezeichneter Massepunkt.
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Re: Seilwinde offroad

#36 

Beitrag von Themightydude »

asap hat geschrieben: 07 Sep 2026 20:26
Marius-HH hat geschrieben: 07 Sep 2026 20:13 Wenn der Masse weg zum Rahmen kurz ist, kann die + Leitung dünner sein? Wieso das? Der Strom ist doch der selbe, oder meinst du, dass der Spannungsfall dann geringer ist?
Um die Länge einer Leitung zu ermitteln, wird die Hin- und Rückleitung addiert, daraus ergibt sich der nötige Querschnitt, kann man mit Tools im Netz berechnen ....
Je kürzer der Weg umso dünner kann der Querschnitt ausfallen ... Daher habe ich bei mir die Masse immer direkt an der Karosserie genommen.
Kurz gesagt, P = U*I, also bei kürzerer Leitung ist der Spannungsabfall geringer (=Spannung bleibt höher) und damit der Strom niedriger. Von letzterem hängt maßgeblich der Leiterquerschnitt ab.
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Re: Seilwinde offroad

#37 

Beitrag von farnham »

Schnafdolin hat geschrieben: 07 Sep 2026 20:39 [Deswegen gibts ja am Rahmen überall Massepunkte.
Die Massepunkte nutzen nix, wenn der Rahmen selbst in Richtung des Stromflusses nicht ordentlich leitet. Vergiss die Karosserie - die ist nicht aus einem Stück, und Punktschweißpunkte haben keinen sinnvollen Querschnitt für nenneswerte Ströme und viele Verbindungen sind sogar nur geklebt. Es gibt Gründe, dass man Stromkabel bis heute aus sackteurem Kupfer herstellt, und nicht aus Zaunsdraht ;)

Ich habe bei meiner zweiten Lima beide Wege im Angbot: sie hängt natürlich mit dem masseführenden Gehäuse am Motor, und die Hausbatterie mit dem Minuspol an einem Massepunkt am Heckportal des L2H2-Kastenwagens. Parallel dazu existiert ein 5m langes, 50qmm-Kabel direkt vom Lima-Gehäuse zum Minuspol. Von den 100A Ladestrom gehen weniger als 5A über die Karosserie - das im vergleich zu den hier nötigen größenordnungen bleistiftdünne Kabel leitet um den Faktor 20 besser!

Vergiss die Fahrzeugmasse, wenn du Starkstrom in Höhe von mehreren 100A verteilen willst. Bei 500A - ein normaler Strom, für eine Winde, die gerade liefern muss - würde ich mich über aufglühende Schweißpunkte etc nicht allzu sehr wundern.
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Re: Seilwinde offroad

#38 

Beitrag von Schnafdolin »

OK, du hast mich bekehrt. Das mit den bis zu 500A kann ich nachvollziehen.
Da wäre es tatsächlich besser, man legt für solche Anlässe die Zuleitung fix bis hinter und nutzt dann eine Steckkupplung.

Mein erster (gebrauchter) LT der alten Serie hatte vom Vorbesitzer eine monströse Eigenbauwinde unterm Auto verbaut, die ich allein aus Gewichtsgründen sofort entfernt habe. Die zog eigentlich nur nach vorn, allerdings konnte man mit einer Umlenkrolle auch nach hinten ziehen. Vielleicht wäre das eine Alternative, wenn man nicht sein Auto komplett verkabeln möchte :wink:

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Re: Seilwinde offroad

#39 

Beitrag von fOV »

mit einer Kupplung wäre ich da vorsichtig. Eher ein Trennschalter von Blue Sea mit 600 A.
Kabelquerschnitte dürften um die 120-150mm2 sein. Je nach Länge.
Als Kabel nimm H01N2-D. Das ist noch einigermaßen flexibel. Dazu passende Rohrkabelschuhe von Klauke.
Sicherung nicht vergessen.
Grüßle
Oliver

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