Steffen G. hat geschrieben: 19 Mär 2026 17:20
Die Maßnahmen der Regierung mit dem einmaligen erhöhen, aber mehrmaligen absenken sind nur Augenwischerei, da sie den Konzernen in die Karten spielt. Sie führen zu keiner Änderung. Sinnvoller wäre es gewesen nur einmal täglich Preisänderungen zuzulassen.
So wie es jetzt werden soll wird es keinen relevanten Preiskampf geben, da man ja jederzeit sich dem Konkurrenten mit einer Preissenkung anpassen kann. Bei einer einmaligen Anpassung müssten sich die Konzerne genau überlegen wie der Preis für den Tag ist. Ein Konkurrent könnte ihn dann für den ganzen Tag unterbieten, und so einen günstigen Anreiz zum tanken schaffen.
dazu gibt es ein recht informatives
Video von Prof. Dr. Rieck, zu dem Thema.
Aber die ganze Diskussion über den Preis ändert nichts an der Versorgungssicherheit. Dafür hat die Politik keine Lösung.
Der Herr Prof. Dr. Rieck hat leider vergessen zu berücksichtigen, das nicht die Tankstellenbesitzer die Verkaufspreise bestimmen, sondern der Mineralölkonzerne.
Der Tankstellenbesitzer bekommt eine feste Marge pro verkauften Liter. Auch gibt es in Deutschland keine "freie Tankstellen" da diese (Jet, OMV, Star usw.) den großen gehören.
Die Preise werden offiziell nicht abgesprochen, aber dafür gibt es ja die Meldestelle, wo alle Preise online erfasst und für den Verbraucher als "Spar App" (Clever Tanken usw.) angeboten werden.
"Zufällig" schauen die Disponenten der Ölmultis da auch, minütlich, rein und ändern entsprechend die Preise je nach Verkehrsaufkommen, rauf und runter.
Es macht schon Sinn diese ständige hoch/runter Phasen zu unterbinden. Also nur einmal am Tag die Preise den Börsen/Beschaffungssituation anzupassen.
Der Kunde weis also ganz genau das sich der Preis jeden Tag, mit hoher Wahrscheinlichkeit, um 12 Uhr erhöht um dann für die nächsten knappen 24 Std. evtl. wieder günstiger zu werden.
Allerdings müsste man mit dem Klammersack gepudert sein, um zu glauben das die Preise wirklich fallen.
Das was als Sicherheitshebel (für die Verbraucher) in das neue Gesetz/Verordnung rein geschrieben wurde, ist die erhöhte Kontrollfunktion der Kartellbehörde und das die Ölmultis ihr Preiserhöhungen auch als notwendig beweisen müssen (wenn der Preissprung extrem sein sollte).
Die Preise die wir jetzt haben, werden von nun an der Standard sein.
Allerdings, so meine Beobachtungen, ist der Preiswahn schon etwas gefallen und die Preise sind gefallen.
Bei uns kostet der Liter Benzin wieder unter 2,- €, der Diesel leider noch bei 2,20 €.