Roststelle Knieblech / Ablauf sowie Einstiege.

Mercedes Sprinter 2 (Typ NCV3, Baumuster W906) & VW Crafter 1 - ab 2006 bis 2017 bzw. 2018
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FB906
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Roststelle Knieblech / Ablauf sowie Einstiege.

#1 

Beitrag von FB906 »

 Themenstarter

Guten Tag,

Nach 9000km und fast finalem Ausbau wollte ich mich mal an zwei Problemstellen setzen.

Fahrzeug Sprinter 906 2016, 170.000km,
Erstes Leben als Zeppelin Rental Teilweise bisschen Baustelle gesehen. Jedoch sonst gut gepflegt.


A) Roststelle Knieblech vorne links am Vorderrad / Tür
B) Beginnender Rost im Einstieg unter der Trittstufe.


A ) Der bekannte Übergang am Radkasten zur Tür, Ablauf wurde bereits nach Micha (YT) gereinigt. Leider gehts in dem Video aber nicht darum was zu tun ist wenn Rost bereits vorhanden ist. Durch meinen Job im Rettungsdienst haben wir einen ehemaligen Mercedes Werkstattmann. Der meinte "Joa kann man machen, ist dann aber in 4 Jahren wieder so." So lassen will ich es aber auch nicht. Und wir haben viele Sprinter die dort Probleme haben, bei uns lohnt es sich nur nicht das machen zu lassen.

Hat jemand da schonmal was dran gemacht und wenn ja, wie ?

Vielleicht schaffe ich es die Reparatur hier gut zu dokumentieren.

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Edit: Kleiner Nachtrag zur dieser Stelle. Hier ist zu sehen dass das Wasser welches im Radkasten eintritt an der Tür wieder austritt. Sollte dies so sein oder ist hier normalerweise eine Dichtung ?


B) Wie gesagt, mein Sprinter war mal ein Baustellensprinter. Daher war in der Trittstufe auch ein kleiner Sandkasten.
Ebenfalls durch meine Arbeit. Die Karren werden teilweise jeden Tag vorne nass mit einem chemischen Desinfektionsmittel geflutet. Daher hätte ich eigentlich erwartet, dass in der Trittstufe eine Drainage sitzt so wie es auch in der Seitentür der Fall ist.

Macht es Sinn dort ein Loch zum Ablauf einzusetzen oder nur den Rost entfernen, Branto drauf und gut ist ?

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Re: Roststelle Knieblech / Ablauf sowie Einstiege.

#2 

Beitrag von diplomat3000 »

Ich habe beide Themen schon durch, Deine Einstiege sehen eigentich noch ziemlich gut aus.

Zu A)
Relativ einfache Reparatur, kann wirklich jeder, der keine zwei linken Hände hat und eine Popnietenzange besitzt.
Die Kniebleche sind unterhalb der Verkleidung verschraubt und jeweils mit Nieten befestigt.
Am Schweller gibt es noch eine Mutter, die gelöst werden muss. Der Rest ist überlackierte Karosseriedicht / Klebmasse, welche entfernt werden muss. Ich habe den Dichtstreifen im sichtbaren Bereich mit einem Messer eingeschnitten, im nicht sichtbaren Bereich die Dichtmasse mit einer Nylonscheibe auf Akkuschrauber entfernt.
Rechne damit, dass sich unterhalb der Dichtmasse bereits Rostnester befinden.
Der Einbau erklärt sich von selbst, die neuen Bleche kosten beim Freundichen ca. 75€ / Stück, müssen aber noch lackiert werden; nimm auch gleich die richtigen Nieten mit.
Nach dem Einbau fett mit Fluidfilm einseifen.
Je nach Fahrprofil solltest Du regelmäßig die innere Radhausschale ausklipsen, mit Wasser spülen und nach dem Trocknen wieder mit Fluifilm einseifen. Je nach Fahrprofil alle 12 Monate oder nach Gefühl.
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Zu B)
Hier gelten die Regeln der üblichen Rostbehandlung. Ich habe hier alle Register gezogen und erst mit Handdrahtbürste und Nylonscheibe an langsam drehendem Akkuschrauber den Oberflächenrost entfernt. Sobald eine Maschine zum Einsatz kommt, achte darauf, den Rost nicht einzupolieren - darum sind Drahtbürsten am Akkuschrauber tabu.
Die tiefer sitzenden, schwarzen Rostpünktchen, die danach noch übrig blieben, habe ich weggätzt mit Pelox oder Deox. Mehrere Durchgänge. Anschließend mit Brantho versiegelt.
Nach Durchtrocknung bin ich mit der Hinterachse auf Auffahrkeile gefahren. In diesem Zustand dann die Einstiege mit Epoxydharz geflutet. Dadurch ergibt sich nach Aushärtung, bei waagerecht stehendem Sprinter, ein Gefälle, dass eingetretenes Wasser leichter Richtung Ablauf lenkt.
Der Staukasten auf der Beifahrerseite sollte neu abgedichtet werden. Ich habe hier einfach Türdichtung aus dem Baumarkt verwendet.
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