Soll-Rost-Stelle Dachkante über dem Schiebetürrahmen

Mercedes Sprinter 2 (Typ NCV3, Baumuster W906) & VW Crafter 1 - ab 2006 bis 2017 bzw. 2018
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Schnafdolin
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Re: Soll-Rost-Stelle Dachkante über dem Schiebetürrahmen

#16 

Beitrag von Schnafdolin »

 Themenstarter

EP= Epoxidharz-Grundierung. Ein Grundiermittel auf der Basis zweikomponentigen Epoxidharzes, das die Oberfläche dauerhaft versiegelt und Sauerstoffzutritt verhindert. Als Grundierung UNTER Spachtelmassen zugelassen.
Alle anderen Grundierungen werden von nachfolgenden Spachtelmassen, gleich welcher Art, angefressen und lösen sich vom Untergrund.
Trotz EP-Grundierung würde ich auf der Innenseite der Karosserie grundsätzlich immer Wachs, Wachs, Wac...... das ist mein Rostfrei-Mantra und es hat sich bisher zu 100% bewährt. Wo kein Sauerstoff und kein Wasser ran kann, kommt auch kein Rost zustande.

Martin

Bei GLASURIT (mit dem ich hauptsächlich arbeite) wäre das z.B. DAS ZEUG HIER
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Schnafdolin für den Beitrag (Insgesamt 2):
Rosi (01 Jul 2026 09:58), Bobil (01 Jul 2026 10:50)
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Re: Soll-Rost-Stelle Dachkante über dem Schiebetürrahmen

#17 

Beitrag von twinmichel »

hljube hat geschrieben: 08 Mär 2026 19:22 Scheiße, noch ne Stelle mehr die ich mal inspizieren muss :x
Suuuuper, musste eh noch Rest vom Urlaub ausräumen und bei meinem H1 gleich mal die Dichtung abgezogen;
schon leichter Rostansatz an der Falz. Fährt man Sprinter hat man immer was zu zun..... :oops:
Gruss,

Michael
(alias TwinMichel)
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Re: Soll-Rost-Stelle Dachkante über dem Schiebetürrahmen

#18 

Beitrag von hymeraner »

Hallo Andreas, hallo Martin, hallo allerseits,

Ob EP (also ein epoxidharzbasierter Rostschutzanstrich) das richtige ist, hängt extrem davon ab, ob da schon/noch Rost oder alles blank ist. Nur auf blankem Metall funktionert so was gut, und notwendig ist es nur, wenn man drüber spachteln will, also außen. In Hohlräumen ist es in der Regel nicht sinnvoll, weil man da nicht spachtelt und weil man da den Rost meist nicht restlos weg bekommt. Dann ist für Hohlräume eher Owatrol-Öl das richtige, weil das ist so flüssig ist, dass es den Rost durchdringt und versiegelt.
Schnafdolin hat geschrieben: 30 Jun 2026 22:42DAHINTER MUSST DU ABER DAUERHAFT FÜR DIE ABWESENHEIT VON SAUERSTOFF SORGEN! Also EP, wenn da noch kein Wachs ist und dann Wachs, Wachs, Wachs...
In Hohlräumen gibt es keine mechanische Belastungen oder Abrieb. Deshalb würde ich da dringend Fett und kein Wachs empfehlen. Gute Konservierungsfette wie TimeMax oder Mike Sanders kriechen über weite Strecken auch da hin, wo man sie ursprünglich nicht aufgetragen hat. Mit jedem warm in der Sonne stehen werden sie wieder flüssig und verteilen sich weiter. Einziger Nachteil deshalb: Wenn man sie gar zu reichlich einbringt, sabbern sie dann auch immer mal wieder aus den Ablauflöchern, die man deshalb gelegentlich frei machen sollte. Gerade an der Stelle über der Schiebetür sollte das kein so großes Thema sein.

Wachs hat den Nachteil, dass es mit Temperaturzyklen rissig werden kann und dann nicht mehr richtig versiegelt. Deshalb nimmt man das eher an gut zugänglichen Stellen, wo man das sehen und leicht nachbehandeln kann. Vorteil an solchen Stellen ist, dass Wachs widerstandsfähiger gegen mechanische Belastungen oder Abrieb ist als Fett.

Grüße von Horst
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Schnafdolin
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Re: Soll-Rost-Stelle Dachkante über dem Schiebetürrahmen

#19 

Beitrag von Schnafdolin »

 Themenstarter

Ob du es Wachs oder Fett nennst, ist egal. Nenne es Hohlraumkonservierung. Noch immer geht das Märchen durch die Lande, dass Wachs spröde und rissig wird und abläuft und der Schutz damit in Frage gestellt ist. Also besser der begriff "Hohlraumkonservierung", der passt besser.

Ich nehme seit Jahrzehnten ELASKON K60. Aber das entscheidet jeder selbst. Ich hatte jahrelang beruflich damit zu tun und ausschließlich gute Erfahrungen damit gemacht.

Mit dem blanken Metall hast du Recht. Wo das nicht der Fall ist, verwende ich Rostversiegelung wie BOB. Wo ich nichts sehen kann wie in Hohlräumen und Falzen auf der Innenseite der Karosserie, wird auch das nachher mit Hohlraumkonservierung geflutet. Hauptsache, es kommt kein sauerstoff und kein Wasser mehr heran. Wie es aussieht, ist ja egal, es sieht eh niemand.
Von Mike Sanders halte ich seit dem legendären Testbericht in der "Oldtimer-Praxis" rein gar nichts mehr. Vom ELASKON schon- und wenn du mal erlebt hast, wie das Zeug selbst senkrechte Flächen und Falze sowieso hochkriechen kann, wirst du Mike Sanders nicht vermissen 8)
ELASKON bleibt auch nach Jahrzehnten elastisch und kriecht sofort wieder in verletzte Stellen. Verspröden kann es aufgrund seiner Formulierung nicht.

Aber bitte nicht auf DAS EINE Produkt festnageln; es gibt genügend andere Hersteller, die ebenso gute Hohlraumschutzwachse herstellen. Wenn du die "geheime Formel" für OWATROL versuchst zu knacken, wirst du lesen, dass das in der Hauptsache "nur" Leinölfirnis und Testbenzin als Lösemittel ist. Und das gibts deutlich billiger im 5-Liter-Kanister und ist nicht geheim.
Aber wenn ich später Gewährleistung übernehmen soll, bleibt OWATROL leider außen vor. Das ist was für Heimwerker.

Martin
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Re: Soll-Rost-Stelle Dachkante über dem Schiebetürrahmen

#20 

Beitrag von hymeraner »

Hallo Martin,

Ich denke schon, dass es einen Unterschied zwischen Wachs und Fett gibt, den habe ich versucht deutlich zu machen. Allgemein von Wachs zu schreiben, wenn Du ELASKON K60 meinst finde ich wenig hilfreich. ELASKON K60 kannte ich bisher nicht und in meiner kurzen Recherche konnte ich nicht mal rausfinden, ob es nun mehr Wachs oder mehr Fett oder irgendwas dazwischen ist. Wenn es in Deiner jahrzehntelangen Erfahrung nicht rissig geworden und gut gekrochen ist, dann ist das ja schon mal ein guter Anhaltspunkt. Wie allerdings ein Material, das durch Lösemittel flüssig eingestellt ist nach dem Verdunsten der Lösesemittel so kriechen soll, wie es ein Fett tut, das wieder warm wird, das ist mir unklar.
Schnafdolin hat geschrieben: 01 Jul 2026 13:37 Von Mike Sanders halte ich seit dem legendären Testbericht in der "Oldtimer-Praxis" rein gar nichts mehr.
Welche Erkenntnisse aus dem Testbericht bringen Dich zu dieser Einstellung? War ja immerhin der Zweitplazierte, wenn ich mich recht erinnere.
Schnafdolin hat geschrieben: 01 Jul 2026 13:37es gibt genügend andere Hersteller, die ebenso gute Hohlraumschutzwachse herstellen.
Das mag sein, aber woher soll der geneigte Anwender wissen, welche tatsächlich über lange Zeiträume ohne nacharbeiten funktionieren?

Ich finde es schwer nachvollziehbar, pauschal eine Produktkategorie ("gute Hohlraumschutzwachse") zu empfehlen, über deren Vertreter es wenig bis keine öffentlich zugänglichen Infos zum Langzeitverhalten gibt und gleichzeitig die bestplazierten Fette aus dem Oldtimer-Test ohne nähere Begründung abzulehnen.

Af Owatrol trifft das mit wenig öggentlich bekannten Infos zum Lanzeitverhalten natürlich genauso zu, nur habe ich für diese Anwendung nicht von was anderem gut getestetem abgeraten.

Grüße von Horst
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Re: Soll-Rost-Stelle Dachkante über dem Schiebetürrahmen

#21 

Beitrag von Schnafdolin »

 Themenstarter

hymeraner hat geschrieben: 02 Jul 2026 10:19 Welche Erkenntnisse aus dem Testbericht bringen Dich zu dieser Einstellung? War ja immerhin der Zweitplazierte, wenn ich mich recht erinnere.
Der Zweitplatzierte, der als einziger seinen Hohlraumschutz selbst einbringen durfte und dessen Anzeigen fester Bestandteil der "Oldtimer-Praxis" waren. Das wurde im Kollegenkreis ziemlich gegengerechnet.
hymeraner hat geschrieben: 02 Jul 2026 10:19 Ich finde es schwer nachvollziehbar, pauschal eine Produktkategorie ("gute Hohlraumschutzwachse") zu empfehlen, über deren Vertreter es wenig bis keine öffentlich zugänglichen Infos zum Langzeitverhalten gibt und gleichzeitig die bestplazierten Fette aus dem Oldtimer-Test ohne nähere Begründung abzulehnen.
Siehe oben, warum. Ein wissenschaftlich fundierter Test findet unter absolut gleichen Bedingungen statt.

Mein Favorit "ELASKON" hat übrigens keine Werbung nötig. Die Werbung sind die Millionen ostdeutscher "Trabant" und Wartburg", die viele Jahrzehnte rostfrei überlebten. Ich hatte beruflich jahrelang mit den Außendienstlern von ELASKON zu tun. Mir reicht es, wenn ich weiß, dass Deutsche Bahn und Bundeswehr das Zeug als Langzeitkonservierung verwenden und eben NICHT auf Mike Sanders schwören, der sein Testergebnis eigenhändig manipulieren darf, weil er die Werbung in der Testzeitschrift schaltet :wink:
Wie das Prüfergebnis bei ELASKON (Platz 27) zustande kam, hat keiner meiner Kollegen begriffen, schon gar nicht die Bilder davon, weil wir komplett andere Erfahrungen damit gemacht haben. Im Gegenteil- von Rost absolut keine Spur. Mein kürzlich verkaufter rostfreier 903 war das beste Beispiel dafür.
hymeraner hat geschrieben: 02 Jul 2026 10:19 Af Owatrol trifft das mit wenig öggentlich bekannten Infos zum Lanzeitverhalten natürlich genauso zu, nur habe ich für diese Anwendung nicht von was anderem gut getestetem abgeraten.

Grüße von Horst
Ich sehe das unter dem Gesichtspunkt eines Firmeninhabers: Owatrol mit seiner biologischen Rezeptur ist nicht sicher mit heutigen Fahrzeuglacken zu überarbeiten, ohne ein Risiko einzugehen. Also kann ich keine Gewährleistung übernehmen. Ich schrieb ja nicht, dass es nicht gut ist- aber eben nicht von einem Fachbetrieb verarbeitet werden wird.
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