Assistenzsysteme Pro und Kontra

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Re: Assistenzsysteme Pro und Kontra

#241 

Beitrag von MobilLoewe »

 Themenstarter

Schnafdolin hat geschrieben: 05 Jun 2026 22:28 Bernd.... :roll:

WALD!
Die Zeiten sind tatsächlich noch garnicht so lange her, da bin ich mit Wanderkarten durch den Wald gelaufen. Heute wären es Offline-OSM-Karten, sollte Komoot nicht funktionieren. Nur mit einem Kompass noch nie, ich war nicht bei den Pfadfindern. 8)

Gruß Bernd
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Re: Assistenzsysteme Pro und Kontra

#242 

Beitrag von Almaric »

MobilLoewe hat geschrieben: 05 Jun 2026 22:35
v-dulli hat geschrieben: 05 Jun 2026 22:19 Je mehr Assistenten, Krücken man dem Menschen zur Verfügung stellt und je mehr man ihm Eigenverantwortung abnimmt, umso "dümmer" wird er und das ist evident nachgewiesen.
Da stimme ich zu, Menschen verlieren tatsächlich Kompetenzen, wenn Assistenzsysteme diese dauerhaft übernehmen, aber nicht automatisch dümmer. Die Frage ist aber, ob das eine Verschlechterung darstellt oder ein normaler Anpassungsprozess ist, bei dem manche Fähigkeiten verloren gehen und andere gewonnen werden.

Gruß Bernd
Das finde ich ist ein Problem dieser Assistenten. Ich weiss nicht wie viele Autos mir z.B. ohne Licht am Tag entgegen kommen, wenn es neblig ist. Der Assi denkt ja "ist hell genug, Licht brauchen wir nicht". Und der zunehmend hirnbefreite Fahrer denkt über sowas auch nicht mehr nach. Immerhin machen die meisten Autos bei Einsatz des Scheibenwischers irgendwann Licht an. Vielleicht sollte man hier seitens der Fahrschulen, ADAC usw. mal etwas verstärkt ansetzen. Das gilt auch für den Fernlichtassistenten auf den sich viele blind verlassen und weil das System nicht so wirklich toll funktioniert, damit insbesondere hoch sitzende Fahrer die entgegen kommen blenden (in erster Linie LKWs). Und auch die schon genannte Situation einen LKW zu schneiden, knapp davor ein zu scheren und damit beim LKW eine automatische Vollbremsung auslösen, sollte mal generell bei der fahrenden PKW-Bevölkerung ins Wissen eingemeißelt werden. Grundsätzlich fände ich es gar nicht verkehrt jeden PKW Fahrer z.B. in der Fahrschule einfach mal einen Tag in die LKW Abteilung zu schicken. Und wer mal im LKW selbst so eine Vollbremsung mitgemacht hat, wird wahrscheinlich noch einige Zeit daran zurück denken können.

Thema Spurhalteassi: War gestern mit einem 18T Hängerzug (also 7,5t Atego mit 10,5t Hänger) sehr viel auf der Landstraße unterwegs. Wenn die Straße einen Seitenstreifen hatte, habe ich den gelegentlich genutzt um die PKWs vorbei zu lassen. Der Atego greift hier nicht aktiv ein, spielt aber jedes Mal wenn du über den Streifen fährst ein lautes Ratter-Geräusch ab. Bei den älteren Modellen hatte man dafür einen Schalter im Armaturenbrett um das abschalten zu können, jetzt nur noch über 7 Untermenüs im Zentraldisplay...also hab ich mir das Geknatter mal eine Weile angehört :mrgreen:

Kleine Anekdote am Rande: War vor 2 Wochen mit einem alten Atego unterwegs und hatte den sehr jungen Azubi mit. Da war es ziemlich warm draussen, ich hatte mein Fenster offen. Er schwitzt sich einen zurecht, ich also irgendwann gesagt: Wenn du willst kannst du dein Fenster auch aufmachen. Er drückt irgendwo auf der Plastikverkleidung rum....darauf ich "Äh, da unten ist ne Kurbel" - "Achso, ich hab mich schon gewundert wie das geht"...manchmal fühle ich mich auch mit 42 schon alt :lol:

Edit: Ich nutze gerne das Navi als Landkarte und suche mir da gerne auch mal meine eigene Route durch Zwischenziele raus. Oder nutze einfach die Landkartenansicht, wenn mal aus heiterem Himmel gerade eine Straße gesperrt ist oder sowas. Vaddern hat noch 2 Rucksäcke voll Stadtkarten und diverse größere Dinger oben auf dem Dachboden gelagert....die ältesten Stadtkarten irgendwo aus den 70ern - da fehlen heute so "ein paar" Straßen...oder ganze Stadtteile :lol:
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Re: Assistenzsysteme Pro und Kontra

#243 

Beitrag von MobilLoewe »

 Themenstarter

Almaric hat geschrieben: 06 Jun 2026 02:50 Edit: Ich nutze gerne das Navi als Landkarte und suche mir da gerne auch mal meine eigene Route durch Zwischenziele raus. Oder nutze einfach die Landkartenansicht, wenn mal aus heiterem Himmel gerade eine Straße gesperrt ist oder sowas.
Ich bin gestern rund 200 Kilometer durch Österreich gebummelt, Navi Einstellung ohne Maut, Autobahn vermeiden. Das waren teilweise Sträßchen vom Feinsten, ich weiß garnicht wie oft das Navi befohlen hat irgendwo abzubiegen. Hat bestens geklappt, Hauptsache keine LKW Maut bezahlen, hat nur Zeit gekostet... :lol:

Ich bin der Überzeugung, gute Navigationssysteme setzen mentale Ressourcen frei. Statt sich auf die Routenfindung zu konzentrieren, kann man sich stärker auf den Verkehr, auf die Fahrzeugführung konzentrieren. Was aber nicht bedeutet sich blind auf das Navi zu verlassen. :wink:

Das wäre auch ein Beispiel für den Ausgleich von Kompetenzenverlust, also Karten lesen, dafür Fehler und Belastungen bei der Fahrzeugführung zu reduzieren, bis hin zur Unfallvermeidung.

Gruß Bernd
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Re: Assistenzsysteme Pro und Kontra

#244 

Beitrag von walkman »

v-dulli hat geschrieben: 05 Jun 2026 13:09 Apropos Navigationssysteme

Wer kann heute noch Karten lesen oder sich in der Natur, ohne Handy/ App orientieren?
Ich.

Und ich gebe dieses Wissen in unterschiedlichen Kontexten (früher Pfadfinder und Bw, heute BOS) an andere Menschen - auch junge - weiter. Insofern kann ich sagen, dass es auch junge Menschen gibt, die sich ohne Navi orientieren können.

Ganz unnütz ist dieses Wissen übrigens auch zivil und auch heutzutage nicht, denn Strom, GPS und Mobilfunknetz sind keine gottgegebenen Konstanten.
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Re: Assistenzsysteme Pro und Kontra

#245 

Beitrag von v-dulli »

walkman hat geschrieben: 06 Jun 2026 10:11
Ganz unnütz ist dieses Wissen übrigens auch zivil und auch heutzutage nicht, denn Strom, GPS und Mobilfunknetz sind keine gottgegebenen Konstanten.
Genau das habe ich gemeint und darum auch etwas provokant gefragt.
Ist genau wie Fahrradschlauch flicken. Macht heute auch keiner mehr, die Fähigkeit das verstanden zu haben ist wichtig, das Handwerkliche.
Wissen ist das was übrigbleibt w3nn der Strom aus ist und da nützt auch das "wissen wo was steht" nichts mehr weil es viele Informationen nur noch digital gibt.
Wir MUSSTEN alle Werkstatthandbücher entsorgen weil, angeblich, alles digitalisierten wurde. Wer beides kennt, weiß was alles nicht digitalisiert wurde.
Vonwegen Kompetenzen dazugekommen.
Gruß aus OWL
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Re: Assistenzsysteme Pro und Kontra

#246 

Beitrag von MobilLoewe »

 Themenstarter

v-dulli hat geschrieben: 06 Jun 2026 11:11 Wir MUSSTEN alle Werkstatthandbücher entsorgen weil, angeblich, alles digitalisierten wurde. Wer beides kennt, weiß was alles nicht digitalisiert wurde.
Vonwegen Kompetenzen dazugekommen.
Das ist ein gutes Beispiel dafür, dass Digitalisierung und Kompetenzgewinn nicht dasselbe sind. Die eigentliche Frage lautet, welche Fähigkeiten wollen wir erhalten, und welche sind wir bereit an Werkzeuge auszulagern?

Jetzt wird es kompliziert, wenn der Bezug zu den Assistenzsystemen hergestellt wird... :wink:

Bezogen auf den Sprinter und dessen Assistenzsystemen und Erfahrungen nach über 100.000 Kilometer damit, ich will sie nicht mehr missen, trotz gelegentlicher fragwürdiger Reaktion. Damit umzugehen verbuche ich unter Kompetenzgewinn. :lol:

Gruß Bernd
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Re: Assistenzsysteme Pro und Kontra

#247 

Beitrag von walkman »

Nichtsdestotrotz ist das Beherrschen moderner Systeme heute ebenso zwingend. Um beim Beispiel Karte/Kompass zu bleiben: Niemand hätte heute Verständnis dafür, wenn BOS die Hilfsfrist nicht einhalten, nur weil sich jemand mit einer Papierkarte selbstverwirklichen will.

Und auch ich nehme eine Papierkarte nur dann als Backup zum Wandern mit, wenn die Rahmenbedingungen das nahelegen (z. B. in Harz und Eifel eher nicht, Yukon, Denali etc. auf jeden Fall).

Zu ABS, Kollisionswarner und Co. habe ich eine ganz klare Meinung: Alles, was Unfälle verhindern oder Auswirkungen verringern kann, ist Fortschritt. Alles, was einen dazu verleitet, während der Fahrt andere Dinge als Fahren zu tun, ist für mich eher schwierig.
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Re: Assistenzsysteme Pro und Kontra

#248 

Beitrag von mpetrus »

Ich war letzten Dienstag in einem Musical in Hamburg, da gab es eine tech. Panne und die Vorstellung wurde um knapp 8min. unterbrochen.

Der gute Mann direkt vor mir hat diese "Pause", noch keine 10 sek. nach Bekanntgabe der Störung, genutzt um auf seinem Handy die neuesten Whats App Nachrichten und Status Berichte zu prüfen.
Als die Vorstellung wieder angefangen hatte, war er immer noch mit dem Handy beschäftigt. ERGO: Handy (neue Medien) süchtig und konnte sich selbstständig nicht anders beschäftigen um z.B mit seiner Ehefrau ein Gespräch führen.

Was ich damit sagen will:
Je mehr "Spielzeug" dem Menschen angeboten (bzw. im Auto verbaut) werden, vor allem je abhängiger (süchtig) wir von diesen Spielzeug sind, umso mehr verfallen wir diesen Dingen.
Aktuell kommt ja die KI (Algorithmus) als Superdroge noch verstärkt hinzu.
Also je komfortabler die Aufgabe "Fahrzeug führen" wird, umso langweiliger wird dem Fahrer und sucht nach Ablenkung egal in welcher Form.
Hätte der Fahrer alle Hände voll zu tun, das Fahrzeug auf der Straße zu halten, bräuchte der keine Assistenzsysteme. Denn er würde automatisch seine Fahrweise den Straßenverhältnisse anpassen.

Was die Fahrerüberwachung, angefangen bei Handkontakt am Lenkrad, Augen/Müdigkeitserkennung, oder andere Sachen (Alko Test) anbelangt, bin ich voll und ganz auf der Spur vom v-dulli.
Diese Sachen dienen nur der Versicherung um bei einem evtl. entstandenen Unfall die Zahlung zu verweigern. Denn der Fahrer war nachweislich (Black Box) durch die Überwachungssysteme beim Nase popeln, oder hat ein neuen Radiosender gesucht, bzw. mal die Landschaft genossen. Vielleicht hat er auch an der E.-Zigarette, und an der Trinkflasche einen ordentlichen Schluck genommen, oder per Freisprecheinrichtung ein Streitgespräch mit dem Chef im Büro oder der Ehefrau geführt. Alles Faktoren der Ablenkung die in den neuen Fahrzeugen überwacht werden.
Fallen im Gegenzug auch die Versicherungsbeiträge, weil es ja viel weniger Unfälle (wegen den Assis) gibt? Nein, die steigen jedes Jahr, weil angeblich genau das Gegenteil, zumindest was die Kosten anbelangt, der Fall sein soll.
Also wo liegt denn nun die Wahrheit zur Wirksamkeit/Nutzen dieser Assistenzsysteme?
Nutzen die nur den Hersteller und Versicherer, oder auch den Menschen?

Wann werden endlich an Fahrräder diese Assistenzsysteme verbaut.
Da fahren 80% der "Radler" wie im wilden Westen ohne irgendeine Verkehrsregel einzuhalten.
Wann werden da Fahrspurassi, Notbremsassi und Schildererkennung verbaut?
Da gibt es doch die meisten Verkehrsunfälle mit den größte Verletzungen.
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v-dulli (06 Jun 2026 19:32), Vagabundo (06 Jun 2026 20:16), asap (06 Jun 2026 21:02)
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Re: Assistenzsysteme Pro und Kontra

#249 

Beitrag von MobilLoewe »

 Themenstarter

mpetrus hat geschrieben: 06 Jun 2026 17:51 Hätte der Fahrer alle Hände voll zu tun, das Fahrzeug auf der Straße zu halten, bräuchte der keine Assistenzsysteme. Denn er würde automatisch seine Fahrweise den Straßenverhältnisse anpassen.
Hätte, würde, wenn... :shock:

Immer diese perfekten Fahrer, die nie unaufmerksam sind und stets und immer das Fahrzeug 150% unter Kontrolle haben.

Träum weiter, Sorry :lol:

Gruß Bernd
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Re: Assistenzsysteme Pro und Kontra

#250 

Beitrag von v-dulli »

MobilLoewe hat geschrieben: 06 Jun 2026 19:18
mpetrus hat geschrieben: 06 Jun 2026 17:51 Hätte der Fahrer alle Hände voll zu tun, das Fahrzeug auf der Straße zu halten, bräuchte der keine Assistenzsysteme. Denn er würde automatisch seine Fahrweise den Straßenverhältnisse anpassen.
Hätte, würde, wenn... :shock:

Immer diese perfekten Fahrer, die nie unaufmerksam sind und stets und immer das Fahrzeug 150% unter Kontrolle haben.

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Re: Assistenzsysteme Pro und Kontra

#251 

Beitrag von MobilLoewe »

 Themenstarter

v-dulli hat geschrieben: 06 Jun 2026 19:37
MobilLoewe hat geschrieben: 06 Jun 2026 19:18
mpetrus hat geschrieben: 06 Jun 2026 17:51 Hätte der Fahrer alle Hände voll zu tun, das Fahrzeug auf der Straße zu halten, bräuchte der keine Assistenzsysteme. Denn er würde automatisch seine Fahrweise den Straßenverhältnisse anpassen.
Hätte, würde, wenn... :shock:

Immer diese perfekten Fahrer, die nie unaufmerksam sind und stets und immer das Fahrzeug 150% unter Kontrolle haben.

Träum weiter, Sorry :lol:

Gruß Bernd
Das kann man, genauso gut, umkehren in "immer die, die das Denken lieber Anderen überlassen",
Du solltest deinen Zeigefinger besser steckenlassen, anstatt damit auf Andere zu zeigen.
Danke für die Einschätzung, ich fühle mich allerdings nicht angesprochen. :mrgreen:

Gruß Bernd
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Re: Assistenzsysteme Pro und Kontra

#252 

Beitrag von v-dulli »

MobilLoewe hat geschrieben: 06 Jun 2026 20:20
v-dulli hat geschrieben: 06 Jun 2026 19:37
MobilLoewe hat geschrieben: 06 Jun 2026 19:18 Hätte, würde, wenn... :shock:

Immer diese perfekten Fahrer, die nie unaufmerksam sind und stets und immer das Fahrzeug 150% unter Kontrolle haben.

Träum weiter, Sorry :lol:

Gruß Bernd
Das kann man, genauso gut, umkehren in "immer die, die das Denken lieber Anderen überlassen",
Du solltest deinen Zeigefinger besser steckenlassen, anstatt damit auf Andere zu zeigen.
Danke für die Einschätzung, ich fühle mich allerdings nicht angesprochen. :mrgreen:

Gruß Bernd
Natürlich nicht, du bist ja auch unfehlbar in deiner Einschätzung und Wahrnehmung.
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Re: Assistenzsysteme Pro und Kontra

#253 

Beitrag von Schnafdolin »

Jetzt hört mal auf mit dem aufeinander rumgehacke. Bernd spielt sicher eine andere Liga, aber er gehört dazu wie wir alle auch. Du hast auch deine Auas und jeder hier, mich eingeschlossen, auch. :wink:
Dabei hab ich außer einem Tempomaten und einer Rückfahrkamera gar keine nennenswerten Assis.
Am besten treffen wir uns mal an einem Lagerfeuer und diskutieren die Assisysteme aus. Als Schwierigkeit können wir ja einbauen, dass nur mit Karte und Kompass der Ort gefunden werden darf :mrgreen:

Martin
● 906 316 4x4, 2016
● ex 2x 903 316+313 4x4
● ex 2x LR Defender 110 TD 5
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. Allrad seit 1985

Bin ich ölich, bin ich fröhlich :D
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Re: Assistenzsysteme Pro und Kontra

#254 

Beitrag von MobilLoewe »

 Themenstarter

Schnafdolin hat geschrieben: 06 Jun 2026 21:20 Am besten treffen wir uns mal an einem Lagerfeuer und diskutieren die Assisysteme aus. Als Schwierigkeit können wir ja einbauen, dass nur mit Karte und Kompass der Ort gefunden werden darf :mrgreen:

Martin
Ein Lagerfeuer ist eine gute Idee, ich bin dabei. Da können die Puristen dann mit Karte und Kompass anreisen und die Assi-Fraktion folgt einfach dem Navi. Wer zuerst da ist, darf den Grill anwerfen. :lol:

Gruß Bernd
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Re: Assistenzsysteme Pro und Kontra

#255 

Beitrag von mpetrus »

MobilLoewe hat geschrieben: 06 Jun 2026 19:18
mpetrus hat geschrieben: 06 Jun 2026 17:51 Hätte der Fahrer alle Hände voll zu tun, das Fahrzeug auf der Straße zu halten, bräuchte der keine Assistenzsysteme. Denn er würde automatisch seine Fahrweise den Straßenverhältnisse anpassen.
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Bernd, das siehst du falsch.
Es liegt in der Natur der Sache.
Wenn der Fahrer durch das Fahrverhalten des Fahrzeuges gezwungen wird, den Blick auf die Straße zu richten, das Lenkrad mit beide Hände zu halten und die Geschwindigkeit dem Straßenbelag/Wetter/Wegführung anzupassen, dann muss er sich voll und ganz genau darauf konzentrieren. Nachteil, er ermüdet schneller.
"Leider" werden die Fahrzeuge heute besser gedämmt (leiser), Federn besser (Fahrwerk), lassen sich leicht steuern (Servolenkung) usw. Der Fahrer bekommt also eine bessere Arbeitsergonomie. Was natürlich der Fahrer weniger belastet und nicht auslastet. Der Fahrer nutzt nun die "Langeweile" um sich mit dem verbauten Spielzeug (Radio, Internet, Bordcomputer, Navi, oder dem Blick aus dem Fenster) die Zeit zu vertreiben. Auch wird der bequeme Fahrkomfort dazu genutzt keine Rast/Erholpausen mehr zu machen. Man kann ja so geil auf dem Fahrersitz in der einen Hand das Brot, in der anderen die "Fluppe" halten. Zwischen den Beine noch die offene Wasserflasche und über Freisprechanlage noch mit der Familie daheim telefonieren. Schau doch mal auf der Autobahn in die LKW rein, die erledigen während der Fahrt noch Bürokram und bedienen die Kaffeemasch. !
Es bestreitet keiner das Assistenzsysteme nützlich sind, wenn vernünftig eingesetzt und vor allem keine trügerische Sicherheit vorgegaukelt wird. Wer gerne die Landschaft genießen will, oder mit dem Handy (Medien) sich ablenken muss. Der sollte sich eine Deutschlandkarte oder Interrail Ticket kaufen.

Wenn du so glücklich über deine Helferlein bist, weil sie dich so gut unterstützen, dann solltest du mal deine Fahrtauglichkeit überprüfen. Nicht das deine Augen, Konzentration und Reaktionsvermögen im laufe des Alters schlechter geworden sind. (Kein persönlicher Angriff oder Beleidigung)
Meine Frau hilft mir als Beifahrerin in meinem Alter auch schon öfter mit gewisse Zwischenrufe wie "grün", "die bremsen" oder "Achtung Radfahrer". Wir werden älter und der Körper schlechter, da kommt falsche Selbstüberschätzung schon mal vor.

Ich bin als junger Hüpfer Freitags nach der 8 Std. Schicht Heim gefahren, Koffer ins Auto und dann noch in 10 Std. die "schlappen" 1200km Vollgas nach Spanien gebrummt.
Heute fahre ich nur noch am Tag und max. 350km.
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