Nun ich war 45 Jahre bei Opel in der Fertigungsplanung in Rüsselsheim beschäftigt.JoachimG hat geschrieben: 27 Mär 2026 18:10Zu der Aussage zu den Zulieferen: Habe 30 Jahre bei denen gearbeitet. Da werden keine "Ecken und Lager" geräumt. Produktion ist bzw. Anlieferung ist "just in sequence". Also da wird nichts zweitklassiges oder halbgares ans Band geliefert. Was kostet ein Rückruf einen Zulieferer. Im ersten Schritt zahlt die Versicherung um dann zu kündigen. Dann kann es sein dass der Zulieferer für andere Projekte nicht mehr berücksichtigt wird. Zudem werden für den Ersatzteilbedarf noch Jahre lang Teile produziert.mpetrus hat geschrieben: 27 Mär 2026 16:36Der 907 ist doch am Ende seiner Bauzeit, da könnten ganz neue Schwachstellen entstehen, wenn die Zulieferer ihre „Ecken und Lager“ räumen. Auch wird an den Produktionsanlagen nur noch das aller aller nötigste Repariert, damit das Fließband nicht zum stehen kommt.grünersprinter hat geschrieben: 18 Mär 2026 17:12 Hallo, Ich bekomme meinen 907 nächsten Monat. Gibt es da noch "Schwachstellen"?
Gruß grünersprinter
Gruß
Joachim
PS Meine Erfahrung stehen weiter oben.
Ich habe dort sehr viele Modellwechsel und auch Lieferanten erlebt, die unter dem "Lopezeffekt" gelitten haben.
Viele Zulieferer sind bei neue Modelle nicht mehr berücksichtigt worden, oder haben freiwillig bei dem Unterbietungskampf nicht mehr "mitgespielt".
Die haben ihre Anlagen entsprechend für andere Hersteller "frei geplant" und umgerüstet. Mit Modellauslauf wurde entweder ein "Allzeitbedarf" an Teile ermittelt, der Dezentral eingelagert wurde. Dies betrifft zum Beispiel Innenteile wie Airbagverkleidung/Armaturenbretter (Dashboard) oder andere selten benötigte Sachen. Bei "Verschleißteile" wurde ein Unterlieferant gesucht der die Werkzeuge aufkauft und Teile entsprechend nach Bedarf fertigt.
Nach Auslauf der Fahrzeuge gibt es keine Rückrufe für Fertigungs/Montagemängel am "Band" mehr, bzw. die Anzahl der maximal betroffene Fahrzeuge verringert sich mit jedem Produktionstag bis zum Tag "X". Ist also ein kalkulierbares Risiko.
Je früher die Produktionsanlagen für neue Kunden/Teile ausgelastet und verplant werden kann, um so sicherer wurde die Existenz der Firma/Unternehmen gesichert. Kein Zulieferer verlässt sich auf theoretische Verkaufszahlen der Fahrzeughersteller bei einem Auslaufmodell. Die werden meistens nach unten korrigiert, sind also unkalkulierbar. Dann lieber auf neue frische "Pferde" setzen. Demnach wird genau geplant, Wieviel Teile werden bis Modellauslauf benötigt und die werden schnell produziert und eingelagert. Sequenzen werden ja später aus den "Farbneutral Bauteile", zu den Fahrzeuggebundenen Bauteile erstellt und just in Time ans Band geliefert.
Ja, es gibt Teile wie z.B. Airbag, Sicherheitsgurt oder andere heutige lebenswichtige Bauteile die Menschen verletzten können. Aber das sind nicht viele im Auto, da gibt es also schon noch Produktionsfahrzeuge wo man die QS Akzeptanz nach unten schraubt. Zumal auch MB kalkuliert: Welcher Kunde reklamiert und wie oft? Wann tritt der Mangel auf? Ist das ein Fall für das KBA/Rückruf oder nur "interne Fehler".
Wie gut kann das Unternehmen die Verantwortung abwimmeln?
Ganz wichtig: Wir sprechen über ein komplett neu konstruierte Plattform/Fahrzeug und kein "Facelift". Der neue Sprinter ist eine neue Plattform!
Da wurden mit Sicherheit auch Entwicklungstätigkeit an die Zulieferer ausgelagert, mit dem Versprechen "beim Teileverkauf (Stückzahlprognose) bekommt ihr diese Entwicklungsarbeit vergütet".
Auch gibt es mit Sicherheit Fertigungstechniken die mit der 25 Jahre alten aktuellen Sprinterplattform nicht mehr realisierbar ist. Also fallen auch da verschiedene Zulieferer raus.
Ergänzung: Das Qualitätsproblem betrifft nicht nur Zulieferer, auch MB lockert die "Zügel" da werden plötzlich Tiefziehfehler im Presswerk nicht mehr so genau genommen, oder im Rohbau Schweiß bzw. Klebefehler, im Lack Abdichtraupen, PVC Auftragsprobleme akzeptiert. Ihr glaubt doch nicht im Ernst, das ein Unternehmen wegen vielleicht 5- 10.000 noch zu produzierende Fahrzeuge für teuer Geld alte Presswerkzeuge oder Kleberoboter repariert, wenn man schon für die neue Fertigungsanlagen zu wenig Geld hat. Schaut mal in die aktuellen Bilanzen rein, die öffentlich Verkündet werden.












