907 - Zuverlässigkeit

Mercedes Sprinter 3 (Typ VS30, Baumuster W907/W910) - ab 2018
mpetrus
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Re: 907 - Zuverlässigkeit

#16 

Beitrag von mpetrus »

JoachimG hat geschrieben: 27 Mär 2026 18:10
mpetrus hat geschrieben: 27 Mär 2026 16:36
grünersprinter hat geschrieben: 18 Mär 2026 17:12 Hallo, Ich bekomme meinen 907 nächsten Monat. Gibt es da noch "Schwachstellen"?

Gruß grünersprinter
Der 907 ist doch am Ende seiner Bauzeit, da könnten ganz neue Schwachstellen entstehen, wenn die Zulieferer ihre „Ecken und Lager“ räumen. Auch wird an den Produktionsanlagen nur noch das aller aller nötigste Repariert, damit das Fließband nicht zum stehen kommt.
Zu der Aussage zu den Zulieferen: Habe 30 Jahre bei denen gearbeitet. Da werden keine "Ecken und Lager" geräumt. Produktion ist bzw. Anlieferung ist "just in sequence". Also da wird nichts zweitklassiges oder halbgares ans Band geliefert. Was kostet ein Rückruf einen Zulieferer. Im ersten Schritt zahlt die Versicherung um dann zu kündigen. Dann kann es sein dass der Zulieferer für andere Projekte nicht mehr berücksichtigt wird. Zudem werden für den Ersatzteilbedarf noch Jahre lang Teile produziert.
Gruß
Joachim

PS Meine Erfahrung stehen weiter oben.
Nun ich war 45 Jahre bei Opel in der Fertigungsplanung in Rüsselsheim beschäftigt.
Ich habe dort sehr viele Modellwechsel und auch Lieferanten erlebt, die unter dem "Lopezeffekt" gelitten haben.
Viele Zulieferer sind bei neue Modelle nicht mehr berücksichtigt worden, oder haben freiwillig bei dem Unterbietungskampf nicht mehr "mitgespielt".
Die haben ihre Anlagen entsprechend für andere Hersteller "frei geplant" und umgerüstet. Mit Modellauslauf wurde entweder ein "Allzeitbedarf" an Teile ermittelt, der Dezentral eingelagert wurde. Dies betrifft zum Beispiel Innenteile wie Airbagverkleidung/Armaturenbretter (Dashboard) oder andere selten benötigte Sachen. Bei "Verschleißteile" wurde ein Unterlieferant gesucht der die Werkzeuge aufkauft und Teile entsprechend nach Bedarf fertigt.
Nach Auslauf der Fahrzeuge gibt es keine Rückrufe für Fertigungs/Montagemängel am "Band" mehr, bzw. die Anzahl der maximal betroffene Fahrzeuge verringert sich mit jedem Produktionstag bis zum Tag "X". Ist also ein kalkulierbares Risiko.
Je früher die Produktionsanlagen für neue Kunden/Teile ausgelastet und verplant werden kann, um so sicherer wurde die Existenz der Firma/Unternehmen gesichert. Kein Zulieferer verlässt sich auf theoretische Verkaufszahlen der Fahrzeughersteller bei einem Auslaufmodell. Die werden meistens nach unten korrigiert, sind also unkalkulierbar. Dann lieber auf neue frische "Pferde" setzen. Demnach wird genau geplant, Wieviel Teile werden bis Modellauslauf benötigt und die werden schnell produziert und eingelagert. Sequenzen werden ja später aus den "Farbneutral Bauteile", zu den Fahrzeuggebundenen Bauteile erstellt und just in Time ans Band geliefert.

Ja, es gibt Teile wie z.B. Airbag, Sicherheitsgurt oder andere heutige lebenswichtige Bauteile die Menschen verletzten können. Aber das sind nicht viele im Auto, da gibt es also schon noch Produktionsfahrzeuge wo man die QS Akzeptanz nach unten schraubt. Zumal auch MB kalkuliert: Welcher Kunde reklamiert und wie oft? Wann tritt der Mangel auf? Ist das ein Fall für das KBA/Rückruf oder nur "interne Fehler".
Wie gut kann das Unternehmen die Verantwortung abwimmeln?

Ganz wichtig: Wir sprechen über ein komplett neu konstruierte Plattform/Fahrzeug und kein "Facelift". Der neue Sprinter ist eine neue Plattform!
Da wurden mit Sicherheit auch Entwicklungstätigkeit an die Zulieferer ausgelagert, mit dem Versprechen "beim Teileverkauf (Stückzahlprognose) bekommt ihr diese Entwicklungsarbeit vergütet".
Auch gibt es mit Sicherheit Fertigungstechniken die mit der 25 Jahre alten aktuellen Sprinterplattform nicht mehr realisierbar ist. Also fallen auch da verschiedene Zulieferer raus.

Ergänzung: Das Qualitätsproblem betrifft nicht nur Zulieferer, auch MB lockert die "Zügel" da werden plötzlich Tiefziehfehler im Presswerk nicht mehr so genau genommen, oder im Rohbau Schweiß bzw. Klebefehler, im Lack Abdichtraupen, PVC Auftragsprobleme akzeptiert. Ihr glaubt doch nicht im Ernst, das ein Unternehmen wegen vielleicht 5- 10.000 noch zu produzierende Fahrzeuge für teuer Geld alte Presswerkzeuge oder Kleberoboter repariert, wenn man schon für die neue Fertigungsanlagen zu wenig Geld hat. Schaut mal in die aktuellen Bilanzen rein, die öffentlich Verkündet werden.
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Re: 907 - Zuverlässigkeit

#17 

Beitrag von marjaco »

mpetrus hat geschrieben: 28 Mär 2026 10:10

Nun ich war 45 Jahre bei Opel in der Fertigungsplanung in Rüsselsheim beschäftigt.

Und daher weißt du wie es bei Mercedes läuft?

Interessant.

Hier geht es um Mercedes Qualität und nicht um Opel Qualität.
Viele Grüße

Martin
mpetrus
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Re: 907 - Zuverlässigkeit

#18 

Beitrag von mpetrus »

Ich würde ganz stark vermuten, das sich bei Mercedes aktuell das gleiche "Abspielt" wie es vor Jahren bei Opel unter GM Herrschaft abgespielt hat.
Aktionäre wollen Dividenden und gute Börsenaussichten.

Gab es nicht vor kurzem hier ein Faden, wo jemand über sein Ladeboden im Kastenwagen irritiert war?
Gab es in letzter Zeit nicht viele Berichte über Rückrufe und Serienausfälle gewisser "Gadgets" beim 907?
Da sprechen wir von der Produktionsserie vor dem Auslauf.

Also ich mach meine Hose nicht mit der Kneifzange zu.


Die deutsche Automobil Branche strotzt ja wohl nicht vor "Kraft".
Dazu muss man ja nur die jeweiligen Quartalsberichte bzw. Jahresberichte verfolgen.
Wer glaubt, das der Mercedes Stern noch der leuchtende Polarstern am Himmel ist, glaubt auch noch an den Osterhase.
Grüße Michael
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Re: 907 - Zuverlässigkeit

#19 

Beitrag von farnham »

mks916 hat geschrieben: 28 Mär 2026 03:37 Es ist schon unglaublich was in den Beiträgen mit Halb- und Nichtwissen rumspekuliert wird.
Zum Beispiel die 10 Start bla bla bla.
Na dann klär uns Nicht- und Halbwissende mal auf, was daran nur halb und was daran gar nicht stimmt, großer Meister. Aber fang nicht an, herumzuspekulieren, wir merken das ;)

Ein Auto, was solche "Features" in der Software hat, ist nur in einer Hinsicht zuverlässig: es wird an der dümmstmöglichen Stelle um ungünstigsten denkbaren Moment zuverlässig liegen bleiben - früher oder später. Ich hab zwar "nur" einen 906, aber ebenfalls schon Euro 6 und mit dem gleichen Problem. Ich sehe mich jedoch in der glücklichen Lage, mir in einer solchen Situation mit Bordmitteln selbst helfen zu können. Beim 907 könnte ich das nicht mehr.
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WolfgangK
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Re: 907 - Zuverlässigkeit

#20 

Beitrag von WolfgangK »

'... es wird an der dümmstmöglichen Stelle um ungünstigsten denkbaren Moment zuverlässig liegen bleiben - früher oder später...'

Was für ein Bullshit (aber nicht überraschend) :roll:

Zusätzlich zu dem 'Daumen nach oben' fehlt mir hier im Forum doch ofters mal der 'Daumen nach unten' um Beiträge wortlos zu kommentieren.
farnham
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Re: 907 - Zuverlässigkeit

#21 

Beitrag von farnham »

WolfgangK hat geschrieben: 28 Mär 2026 16:02 Was für ein Bullshit [size](aber nicht überraschend)[/size] :roll:
Zusätzlich zu dem 'Daumen nach oben' fehlt mir hier im Forum doch ofters mal der 'Daumen nach unten' um Beiträge wortlos zu kommentieren.
Es möge dir nie passieren und ich wünsche dir allzeit gute, liegenbleiberfreie Reise. Falls aber doch, wäre es vielleicht einen Versuch wert, dass Auto auch auf diese freundliche und einfühlsame Weise anzusprechen. Vielleicht kannst Du es damit überzeugen, dir ausnahmsweise einen Start mehr zu gewähren :D

Haben euch die Spritpreise eigentlich dermaßen aufs Gemüt geschlagen, dass so ein Tonfall nötig ist?
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Re: 907 - Zuverlässigkeit

#22 

Beitrag von WolfgangK »

Danke für die hilfreichen Tips, aber ich werde sicher nicht mein Auto auf 'anfühlsame Weise ansprechen'....

Aber ich halte mich jetzt zurück, man kann ja immer noch Teilnehmer ausblenden :D
loki
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Re: 907 - Zuverlässigkeit

#23 

Beitrag von loki »

Ich kann das pessimistische Gejammer nicht nachvollziehen.

Unser 21´iger 419 läuft bislang seit knapp 60.000 km trotz Garantieverlängerung ohne jeden Fehl und Tadel. Einzig die vordere Bremsbelagverschleißanzeige und der Differenzdrucksensor fielen nach Sabotage der entsprechenden Kabel durch den hiesigen Marder aus. Ich hoffe, dem nun endgültig abgeholfen zu haben.

Denkt positiv, vielleicht ist Euch das Glück dann eher gewogen - das Glas ist immer halb voll!

Gruß
Walter
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Re: 907 - Zuverlässigkeit

#24 

Beitrag von Almaric »

loki hat geschrieben: 28 Mär 2026 19:30 Ich kann das pessimistische Gejammer nicht nachvollziehen.

Unser 21´iger 419 läuft bislang seit knapp 60.000 km trotz Garantieverlängerung ohne jeden Fehl und Tadel. Einzig die vordere Bremsbelagverschleißanzeige und der Differenzdrucksensor fielen nach Sabotage der entsprechenden Kabel durch den hiesigen Marder aus. Ich hoffe, dem nun endgültig abgeholfen zu haben.
Ich fühl mich gerade nochmal angesprochen. Was ich anfangs genannt habe basiert auf meinen persönlichen Erfahrungen. Und danach ist der 907 qualitativ in vielen Kleinigkeiten schlechter als der 906. Er hat auch ein paar Vorzüge, das gebe ich auch zu. Außerdem sag ich immer mal wieder dazu: Ich nutze die Krücke beruflich, bin immer bei 3,5t voll beladen und fahre meist so 60.000km im Jahr. Da fallen eben gewisse Dinge auch mal deutlich schneller auf als bei deiner Nutzung :wink: Für mich als Unternehmer war das Auto und die ständig damit verbundenen Probleme und Werkstattaufenthalte / Rückrufe jedenfalls ein Reinfall. Und ja, bei den Mitbewerbern würde das nicht besser aussehen... :(
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Re: 907 - Zuverlässigkeit

#25 

Beitrag von asap »

Almaric hat geschrieben: 30 Mär 2026 15:04 Für mich als Unternehmer war das Auto und die ständig damit verbundenen Probleme und Werkstattaufenthalte / Rückrufe jedenfalls ein Reinfall. Und ja, bei den Mitbewerbern würde das nicht besser aussehen... :(
Nun die Fahrzeuge werden wohl durch die gesetzlichen Anforderungen immer komplexer und daher auch immer mehr Fehleranfälliger ... früher sind die nach 6 Jahren durch gerostet und heute bleiben die stehen wegen der Elektronik ....
W906 316 CDI, I=3,923, L2H2, Bj 6/16 (EURO VI), Mopf, Highline KI und MFL, AHK, 100 L Tank noch ein LKW,
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Re: 907 - Zuverlässigkeit

#26 

Beitrag von Almaric »

asap hat geschrieben: 30 Mär 2026 18:48 Nun die Fahrzeuge werden wohl durch die gesetzlichen Anforderungen immer komplexer und daher auch immer mehr Fehleranfälliger ... früher sind die nach 6 Jahren durch gerostet und heute bleiben die stehen wegen der Elektronik ....
So siehts aus. Bin mir gerade noch nicht so ganz sicher wie es bei mir beruflich weitergeht. Wenn es genau so weiter läuft wie jetzt, dann aber mit ziemlicher Sicherheit erstmal mit einem Kofferaufbau statt Kasten. Durch den aufwändigen Sonderausbau könnte man den Koffer zumindest mitnehmen und auf das nächste Fahrgestell packen. Und vermutlich wird es eher in Richtung Atego gehen...Hauptgrund ist hier wirklich die Haltbarkeit und ich hab von den ganzen Transportern mittlerweile echt die Schn... voll.
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Re: 907 - Zuverlässigkeit

#27 

Beitrag von MobilLoewe »

Almaric hat geschrieben: 30 Mär 2026 21:01 Und vermutlich wird es eher in Richtung Atego gehen...Hauptgrund ist hier wirklich die Haltbarkeit und ich hab von den ganzen Transportern mittlerweile echt die Schn... voll.
Ein moderner Atego (Euro 6) hat auch DPF, AdBlue, Steuergeräte und komplett elektronikfrei ist der auch nicht mehr. Ob er in der Praxis zuverlässiger als ein Sprinter ist? Keine Ahnung, ich denke Wunder darfst du nicht erwarten, denn die moderne Abgastechnik bleibt ein Thema (bei beiden). Aber unter dem Strich, je nach Strecken und Zuladebedarf, dürfte ein Atego robuster sein.

Mit dem Mehrverbrauch muss man allerdings leben. So um 18 bis 25 l/100 km?

Ein Bekannter von mir ist kürzlich vom Atego 4x4 auf Fuso Canter 4x4 (Reisemobile) umgestiegen und vermisst den Stern nicht.

Gruß Bernd
Hymer ML-T 570, 4.1t Sprinter 907 4-Matic, 10,25″ MBUX, 9-G-Tronic, OM654 mit 190 PS, Assistenten fast volle Hütte.

Davor Hymer B-MCT 600, ML-T 580 V6 4x4 und zwischendurch kurze Zeit GCS 700 4-Matic, Sprinter seit 1999.
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Re: 907 - Zuverlässigkeit

#28 

Beitrag von mpetrus »

Die Problematik zu den freiwilligen "Luxus Assistenz Systeme", kommen ja bei den Nutzfahrzeuge auch die gesetzlich Vorgeschriebene Sachen mehr und mehr dazu. Dazu kommt die "Produktionsqualität".
Gute Fahrzeuge ohne "Firlefanz" gibt es nicht mehr.
Grüße Michael
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Re: 907 - Zuverlässigkeit

#29 

Beitrag von Kurier66 »

Almaric hat geschrieben: 30 Mär 2026 15:04 Für mich als Unternehmer war das Auto und die ständig damit verbundenen Probleme und Werkstattaufenthalte / Rückrufe jedenfalls ein Reinfall. Und ja, bei den Mitbewerbern würde das nicht besser aussehen... :(
Für mich als ehemaligen Unternehmer war das Vorgängermodell Baujahr 2015, noch ohne Adblue der beste Sprinter den ich je hatte. Etwas über 500.000 Kilometer in 4 Jahren und nur die üblichen Verschleißsachen, sonst nix.
Mit meinem 907er Bj. 2019, dann später umgebaut als Wohnmobil hab ich natürlich jetzt nicht mehr so viele Kilometer geschrubbt, aber dafür war er schon einige Male unplanmäßig in der Werkstatt. Angefangen hat es mit einem neuen Getriebe schon nach noch nicht mal 10.000 Kilometern. Auch durch Norwegen kam ich nicht ohne Werkstattbesuch da sich die Motorkontrolllampe meldete. Die Werksmäßig eingebaute Standheizung von Eberspächer hat keine 3 Jahre gehalten, dazu kamen auch noch einige Rückrufaktionen.
Wenn der jetzt noch durchhält bis wir keine Lust mehr zum verreisen haben oder nicht mehr können, dann könnte ich ihn aber vielleicht noch Adeln, aber dazu müsste er wohl an die 20 Jahre rankommen und daran glaube ich nicht mal im Traum. Einen 907er Sprinter, der heut schon gebaut wurde, wird man wohl in 20 Jahren kaum noch sehen, die sind eben nicht aus den ganzen gefeilt wie die Bullis oder auch die ersten Sprinter früher.
Viele Grüße, Micha

Sprinter 316 CDI Bj 11/2019
Umbau zum Wohnmobil im Mai 2024 erfolgreich abgeschlossen 8)
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Re: 907 - Zuverlässigkeit

#30 

Beitrag von Almaric »

MobilLoewe hat geschrieben: 30 Mär 2026 22:31 Ein moderner Atego (Euro 6) hat auch DPF, AdBlue, Steuergeräte und komplett elektronikfrei ist der auch nicht mehr. Ob er in der Praxis zuverlässiger als ein Sprinter ist? Keine Ahnung, ich denke Wunder darfst du nicht erwarten, denn die moderne Abgastechnik bleibt ein Thema (bei beiden). Aber unter dem Strich, je nach Strecken und Zuladebedarf, dürfte ein Atego robuster sein.

Mit dem Mehrverbrauch muss man allerdings leben. So um 18 bis 25 l/100 km?
Das ist klar, hier kommt allerdings wirklich LKW Technik zum Einsatz. Selbst mein Werkstattmeister beim Freundlichen hat mir beim Thema Haltbarkeit und viele Kilometer vom heutigen Sprinter abgeraten - also schon vor einigen Jahren. Entweder Vario oder wenn aktueller dann eben Atego. Bei mir würde es vermutlich erstmal ein Gebrauchter vom MB Truckstore werden.

Was den Verbrauch angeht: Ich fahr die Dinger ab und zu mal bei einer größeren Firma für Veranstaltungstechnik wo die nicht unbedingt geschont werden...abgesehen von gelegentlicher Überladung sowie Hängerbetrieb (3,5t Koffer & 10t Koffer). Die Teile liegen bei 16l im Durchschnitt mit dem 5,3l 177 oder 211 PS Motor. Bei meiner Anwendung mit viel Langstrecke und ruhiger Fahrweise sind auch 15l eigentlich kein Problem. Selbst von den 10t 4x4 Ategos im gemischten Betrieb als Expeditionsfahrzeug hört man von 18-22l.
Ein Bekannter von mir ist kürzlich vom Atego 4x4 auf Fuso Canter 4x4 (Reisemobile) umgestiegen und vermisst den Stern nicht.
Einmal kurz Probe sitzen hat mir gereicht, dass ich da drin nicht ständig mehrere Stunden am Stück fahren möchte. Für den Handwerker der betriebsnah rumgurkt ok, nicht für fast tägliche Langstrecke - meine Meinung. Abgesehen davon, dass der Atego hier auch endlich einen echten Luftsitz mitbringt, eine luftgefederte Hinterachse und noch so einige Sachen die für mich praktisch sind. Aber das gehört nicht in diesen Faden...wenn es so weit ist, lasse ich es euch wissen :wink:
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MobilLoewe (31 Mär 2026 07:23), mimi (31 Mär 2026 19:39)
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