Notlauf : das Finale
Auch auf die Gefahr hin, für einigermassen doof gehalten zu werden, schreibe ich diesen Beitrag, vielleicht hilft er ja jemandem, viel Zeit zu sparen....
Also : Bremslichtschalter ausbauen / kontrollieren . mit alllerlei Verrenkungen gemacht, Kontakte (bei mir Schalter mit vier Stiften) geprüft (mit einem Ohmmeter), alles ok, wenn das eine Kontaktpaar schließt ist das andere offen und umgekehrt (Pin 1 und 2 sowie Pin 3 und 4 , sind numeriert) , trotzdem habe ich den Schalter noch mit 'Kontakt-Chemie 60' behandelt.
Fazit : der Bremslichtschalter war nicht die Ursache für den Notlauf.
Alles wieder zusammenbebaut - Bolzen des Bremspedals, Rückholfeder usw. ... dabei fiel mir am Schluss der Zettel auf der Innenseite der Sicherungsabdeckung an der Lenksäule auf (die Lenksäulenverkleidung musste ja abgebaut werden) und interessehalber habe ich mir mal durchgelesen, wofür die 20 (!) Sicherungen dort sind : Scheinwerfer und und und......
und Sicherung 16 (25 Amp) : Motorsteuergerät Sicherung 17 (15 Amp) : Motorsteuergerät
Und siehe da : Sicherung 17 war durchgebrannt ------ Sicherung erneuert, der Sprinter lief wieder wie Schmidt's Katze
Zusammenfassung: Ladedruckregler vergammelt und verrostet - Magnetkern in der Spule fest - zieht zu hohen Strom - Aktorensicherung Nr. 17 brennt durch - FSP meldet (richtigerweise) 'Ladedruckregler defekt -
Ladedruckregler erneuert - immer noch Notlauf (na klar, Sicherung defekt) - Mercedes will 2000€ + MWSt =ca. 2500€ für neuer MSG - Bremslichtschalter führt auf Sicherung - 20 cent füt Sicherung - alles klar
Ursachen für Notlauf
Re: Ursachen für Notlauf
- Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor rollfix für den Beitrag (Insgesamt 5):
- Mopedfahrer (03 Mär 2020 12:19), joethesprinter (03 Mär 2020 12:22), speeedi (03 Mär 2020 12:25), Vanagaudi (03 Mär 2020 13:03), WilleWutz (04 Mär 2020 20:22)
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Re: Ursachen für Notlauf
Hallo rollfix,rollfix hat geschrieben: 03 Mär 2020 11:22 Auch auf die Gefahr hin, für einigermassen doof gehalten zu werden, schreibe ich diesen Beitrag, vielleicht hilft er ja jemandem, viel Zeit zu sparen....
warum sollte jemand dich für doof halten?
Auch die MB-Werkstätte fand die Ursache für deinen Notlauf nicht ...
Du hast sie gefunden
Find ich klasse dass du die Lösung zu deinem Problem teilst.
Irgendwann hat sicher jemand mal das selbe Problem und findet hier die Lösung.
Viele Grüße Anton
One Life. Live it.
315 CDI 4x4, Bj. 2008
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Re: Ursachen für Notlauf
Hätte MB über die Diagnose, nicht nur über XENTRY DAS, herausfinden müssen. Möglicherweise haben auch die Fehlerumgebungsdaten einen Hinweis auf die fehlende Spannungsversorgung gegeben.rollfix hat geschrieben: 03 Mär 2020 11:22 Zusammenfassung: Ladedruckregler vergammelt und verrostet - Magnetkern in der Spule fest - zieht zu hohen Strom - Aktorensicherung Nr. 17 brennt durch - FSP meldet (richtigerweise) 'Ladedruckregler defekt -
Ladedruckregler erneuert - immer noch Notlauf (na klar, Sicherung defekt) - Mercedes will 2000€ + MWSt =ca. 2500€ für neuer MSG - Bremslichtschalter führt auf Sicherung - 20 cent füt Sicherung - alles klar
Gruß aus OWL
v-dulli (Helmut)
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NCV3 316CDI, 7G, Hymer GCS 4x2 i=3,923, 255/55 R18, Verbrauch 9,69l
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- Mopedfahrer
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Re: Ursachen für Notlauf
Hallo v-dulli,
nur dass ich es auch verstehe:
was ist der Unterschied zwischen "Diagnose" und "Xentry"?
Ist "Diagnose" auch eine Software?
nur dass ich es auch verstehe:
was ist der Unterschied zwischen "Diagnose" und "Xentry"?
Ist "Diagnose" auch eine Software?
Viele Grüße Anton
One Life. Live it.
315 CDI 4x4, Bj. 2008
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Re: Ursachen für Notlauf
Eine Diagnose ist mehr als nur den Fehlerspeicher über das Diagnosegerät auszulesen. Und die Diagnose in diesem Fall wäre ein einfache gewesen.Mopedfahrer hat geschrieben: 03 Mär 2020 16:41 Hallo v-dulli,
nur dass ich es auch verstehe:
was ist der Unterschied zwischen "Diagnose" und "Xentry"?
Ist "Diagnose" auch eine Software?
Die Diagnosesoftware/ -hardware ist HHT/ DAS oder Xentry DAS
Gruß aus OWL
v-dulli (Helmut)
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Re: Ursachen für Notlauf
Es ist nicht so einfach.
Nachdem feststand, dass der Ladedruckregler defekt war, wurde dieser ausgetauscht. Da nach dem Tausch der Fehler immer noch vorhanden war, hätte man genauer auf den defekten Laderegler schauen müssen, um herauszufinden, ob da ein Folgefehler aufgetreten sein könnte.
Erkannt worden ist, dass das MSG den Ladedruckregler nicht ansteuert. Kurzschlüssige Erkenntnis, das MSG ist zumindest teil-defekt.
Es gab aber noch mehr Fehler am MSG. Leider ist aus den Unterlagen nicht auszumachen, ob diese zusammen hängen könnten, und an welchem Element, außer dem MSG, dieser Zusammenhang bestehen könnte. Anhand der Fahrzeugunterlagen kann man logisch den Fehler nicht weiter eingrenzen. Dort steht nicht, dass diese Sicherung u.a. als Stromlieferant für den Ladedruckregler dient. Es ist einfach eine von mehreren Sicherungen, die zum MSG führt, zu welchem Zweck auch immer.
Es ist aber ein leichtes, alle Sicherungen des MSG zu kontrollieren. Dieser Weg ist jedoch nicht ganz schlüssig, denn Halbleiter brennen zum Beispiel bei einem Kurzschluss sehr viel schneller durch als eine Schmelzsicherung.
In diesem Fall vermute ich, dass der Ladedruckregler nur zu viel Strom gezogen hat, die Elektronik aber für diesen hohen Strom noch ausgelegt ist. Die Schmelzsicherung wird sicher noch einen Moment gehalten haben, aber irgendwann ist die Temperaturgrenze erreicht, an dem der Faden gerissen ist und der zu hohe Strom unterbrochen wurde.
Das Problem war schon etwas tricky und ich bringe da etwas Verständnis für die irregeführte Werkstatt auf, obgleich die blinde Prüfung aller Sicherungen sogar von einem Laien erwartet wird.
Nachdem feststand, dass der Ladedruckregler defekt war, wurde dieser ausgetauscht. Da nach dem Tausch der Fehler immer noch vorhanden war, hätte man genauer auf den defekten Laderegler schauen müssen, um herauszufinden, ob da ein Folgefehler aufgetreten sein könnte.
Erkannt worden ist, dass das MSG den Ladedruckregler nicht ansteuert. Kurzschlüssige Erkenntnis, das MSG ist zumindest teil-defekt.
Es gab aber noch mehr Fehler am MSG. Leider ist aus den Unterlagen nicht auszumachen, ob diese zusammen hängen könnten, und an welchem Element, außer dem MSG, dieser Zusammenhang bestehen könnte. Anhand der Fahrzeugunterlagen kann man logisch den Fehler nicht weiter eingrenzen. Dort steht nicht, dass diese Sicherung u.a. als Stromlieferant für den Ladedruckregler dient. Es ist einfach eine von mehreren Sicherungen, die zum MSG führt, zu welchem Zweck auch immer.
Es ist aber ein leichtes, alle Sicherungen des MSG zu kontrollieren. Dieser Weg ist jedoch nicht ganz schlüssig, denn Halbleiter brennen zum Beispiel bei einem Kurzschluss sehr viel schneller durch als eine Schmelzsicherung.
In diesem Fall vermute ich, dass der Ladedruckregler nur zu viel Strom gezogen hat, die Elektronik aber für diesen hohen Strom noch ausgelegt ist. Die Schmelzsicherung wird sicher noch einen Moment gehalten haben, aber irgendwann ist die Temperaturgrenze erreicht, an dem der Faden gerissen ist und der zu hohe Strom unterbrochen wurde.
Das Problem war schon etwas tricky und ich bringe da etwas Verständnis für die irregeführte Werkstatt auf, obgleich die blinde Prüfung aller Sicherungen sogar von einem Laien erwartet wird.
Für (Folge-) Schäden aller Art übernehme ich keine Haftung. Alle einschlägigen (Sicherheits-) Vorschriften sind zu beachten. Im Zweifelsfalle grundsätzlich einen Fachmann fragen bzw. die Arbeiten von einer Fachfirma ausführen lassen.







