Mal was positives: Sprinter funktionierte tiptop in Marokko

Mercedes Sprinter 2 (Typ NCV3, Baumuster W906) & VW Crafter 1 - ab 2006 bis 2017 bzw. 2018
Antworten
Benutzeravatar
fawis
Stammgast
Stammgast
Beiträge: 193
Registriert: 25 Mär 2013 23:49
Wohnort: Schweiz (Aargau)
Kontaktdaten:

Mal was positives: Sprinter funktionierte tiptop in Marokko

#1 

Beitrag von fawis »

 Themenstarter

Hallo zusammen

Nachdem in der letzten Zeit etliche Informationen zum mangelhaften 4x4 des Werkallrads gekommen sind, möchte ich nun meinen Erfahrungsbericht abliefern. Wir kommen soeben zurück aus unseren Frühlingsferien in Marokko. Wen es interessiert, hier gehts zum Blog mit Texten und Fotos: http://www.famwilhelm.ch/

Das Fahrzeug
***************
906 319 Vormopf mit Automatik, Werksallrad inkl. Untersetzung. Dazu 245/75/R16 BFG AT KO2. Das Fahrzeug ist vollstens beladen. Wir haben neben Sandblechen und Schaufeln auch einen Kompressor dabei. Dazu haben wir einen 10to. Bergegurt und zwei massive Schäkel dabei. Als Ersatzmaterial einen Luft- und Ölfilter. Fertig.

Meine Offroad-Erfahrung ist mittelmässig. Habe schon etwas Offroad-Erfahrung gesammelt, aber keine Wüsten-/Dünenerfahrung. Habe mich allerdings vorgängig etwas eingelesen und mich mit den Funktionsweisen vom Allrad, ESP-Schalter etc. vertraut gemacht. Entsprechend vorsichtig ging ich die Geschichte an.

Die Route
***********
Wir sind mit dem Sprinter aus der Schweiz nach Tarifa gefahren und dort mit der FRS Schnellfähre rübergesetzt nach Tanger. Aus familiären Gründen haben wir anschliessend eine Schleife in Nordmarokko gedreht (Mittelmeerküste hat uns sehr gut gefallen, aber auch der Osten um Berkane, der Tazekka-Nationalpark und Fes sowie Rabat haben uns gut gefallen. Anschliessend sind wir via Marrakech und dem hohen Atlas nach Zagora und Mhamid. Vor den Toren von Mhamit (Erg Lehoudi) konnten wir den 4x4 erstmals testen. Wir sind dann durch das Erg Chegaga (Dünennahe Routen) und über den Lake Ikiri nach Foum Zguid und dann über Ouarzazate zwischen Rose- und Dadestal über eine Bergpiste und dann wieder auf Asphalt über Errachidia und Fes nach Tanger. Von dort aus wieder auf der Autobahn per Express nach Hause. Aufgrund von Schulferien hatten wir nur 16 Tage Zeit dafür. Insgesamt sind wir 7'820km gefahren. Für die Hin- und Rückfahrt nach Marokko benötigten wir 4 Tage und 4'320km, so dass in Marokko selber 12 Tage und rund 3'400km verblieben. Wir waren täglich zwischen 3 und 9 Stunden unterwegs. Auf den marokkanischen Autobahnen geht das schnell und gut, in den Dünen hatten wir teilweise Durchschnittsgeschwindigkeiten von unter 20km/h.

Erfahrungen auf Hammada (Steinwüste)
***********************************************
So gut die Federung auf der Autobahn ist, so schmerzvoll ist das Klappern und Dröhnen über Schotterpisten. Und wenn man mal 40km über solche Pisten fahren muss dann
a) wird der Luftdruck auf max. 2 bar reduziert (normalerweise fahre ich mit 4.5 bar)
b) die Geschwindigkeit - sofern machbar - erhöht werden (mit 60-70 km/h wird es ruhiger, aber nur in bestimmten Konstellationen möglich)

Zumeist sind wir wirklich in langsamer Geschwindigkeit vorwärtsgekommen, insbesondere zu Beginn. Der Sprinter macht das aber klaglos mit. Die Geräusche sind teilweise unschön und laut (Lenkung, Innenausbau). Harte Schläge haben wir natürlich versucht zu vermeiden, hat meistens problemlos funktioniert. Mit Untersetzung sind wir problemlos auch ausgewaschene und bröckelnde Stellen hoch- und runtergekommen. Bergabfahrt mit der Untersetzung ist sowieso schön komfortabel (bei Bedarfs gibts ja auch noch den HDC, aber den haben wir nicht gebraucht). Mit der Zeit konnten wir unseren Streckenfortschritt mit anderen vergleichen. Standard-Landys und Buschtaxis sind nur unwesentlich schneller unterwegs gewesen. Deutlich schneller waren natürlich die Wettkampf-Autos (wie sind da noch mitten in einen Wettkampf-Betrieb reingerutscht....).

Keine der Strecken hat uns vom Befahren abgehalten. Der Sprinter ist überall rauf- und runtergekommen, wo wir dies wollten. Und dies nicht mit Gewalt, sondern schön brav gefahren. Und wir haben bewusst den einen oder anderen Aufstieg gewählt, der optisch etwas schwieriger aussah. Der lange Radstand macht sicht höchstens bei Kuppen bemerkbar, aber auch hier hatten wir keine Probleme.


Erfahrungen auf Sand (Pisten und Dünen)
************************************************
Vor Mhamid kommt man beim Erg Lehoudi bereits in kleine Dünen, wo man erstmals etwas Spielen kann. Hier hat sich gezeigt, dass mit der Untersetzung richtig viel Kraft vorhanden ist. Der Automat hat natürlich den Vorteil, dass man immer ausreichend Kraft abrufen kann, funktionierte perfekt. Die Reifen haben viel Traktion erzeugt und auch in etwas weicheren Stellen sind wir ohne Probleme vorwärts gekommen. Kleine Dünen konnten wir von der Windseite her (Luv) problemlos befahren und über die Lee-Seite abkippen lassen. In den kleinen Dünen ist man unten dann wieder auf festen Boden gekommen und konnte so stressfrei die nächstbeste Spur ausmachen. Der erste Dünentag in den kleinen Dünen war also problemlos.

Nach der Uebernachtung in Mhamid sind wir dann weiter ins Erg Chegaga. Die Strecke dorthin ist wieder viel Hammada und je näher man an den Dünen fährt, desto früher kommt man in den Sand. Das Fahren auf Sandpisten ist mit dem Sprinter einfach nur fein. Das Gerüttel ist weg, es fliesst einfach und geht problemlos vorwärts. Wir kommen wieder in ein Dünenfeld und fahren in einige kleinere Dünenkämme rein. Wie am Vortag ging dies problemlos. Dann kam allerdings eine Stelle, wo Fahrfehler und Dummheit uns viel Zeit gekostet haben:

Eine etwas höhere Düne von der Lee-Seite angefahren, zu früh vom Gas und nach dem ersten Stillstand nochmals so richtig eingebuddelt, bin der Hinterwagen komplett auf dem Sand aufliegt (Differential, Reserverad). Das Ausbuddeln der Räder hat nichts genützt, da diese so keine Kraft übertragen konnten. Und so mussten wir den gesamten Sand unter dem Auto abtragen. Nach einer Stunde konnten wir endlich die Sandbleche unterlegen und dann kam die zweite Dummheit: Zu vorsichtiges Anfahren hat die Sandbleche direkt nach hinten in den Sand befördert, der Vortrieb war praktisch null. Also... Sandbleche suchen und ausbuddeln und dann nochmals Räder freilegen und diesmal Druck auf 1.2 bar reduziert, mit Untersetzung beherzter Gas gegeben. Immerhin sind wir 2 Meter vorwärts gekommen, hat aber halt nicht gereicht. Wir sind zwei Stunden am Schaufeln und die Sonne brennt von oben. Der Wind bläst Sand in jede Körperöffnung, die Augen kratzen, die Stimmung schwankt.... Nochmals unter dem Auto alles abtragen, Räder freilegeben, Bleche unterlegen, vorwärts fahren.... knaaaaaaaapppppppppppp, nicht gerreicht. Ich widerstehe der Versuchung einfach nochmals Gas zu geben und wir nehmen erneut die Schaufeln in die Finger. Da hören wir Motorenngeräusche und wir sehen ein Buschtaxi herannahen. Sofort herangewunken und den Bus schnell an den Bergegurt genommen. Ohne Mühe ist der Bus endlich draussen. Besten Dank.. wir sind kaputt - und einige Erfahrungen reicher.

Mit diesen Erfahrungen fahren wir verschiedene Sandpisten, teilweise auch wirklich weich. Wir sind Strecken gefahren, wo auch Wettbewerbe gefahren wurden. Selbstverständlich haben wir peinlichst darauf geachtet, dass wir in diesen Stellen nicht stehenbleiben. Wir sind über Dünen zu Camps gefahren und haben dort was getrunken und wir sind über Dünen zu unserem Uebernachtungsplatz, wo wir später einem einheimischen Hilux zugeschaut haben, wie der bei unserer Anfahrt gescheitert ist.

Nach der Übernachtung über weiche Sandpisten wieder raus aus den Dünen auf den Lake Iriki. Auf dem ausgetrockneten Salzsee geht es natürlich dann wieder deutlich schneller vorwärts, bevor es dann in Richtung Foum Zguid wieder auf Schotterpisten weniger angenehm vorwärts geht.

Rückblick
************
Unser Büssli hat deutlich mehr geleistet, als wir je angenommen hätten. Es wird nie ein Trophy-Car und es eignet sich nicht zum Dünensurfen und Dünenhopping. Aber er eignet sich perfekt, um an Stellen zu kommen, welche sonst nicht erreichbar wären. Wir haben nach der Rückkehr keine sichtbaren oder spürbaren Schäden am Fahrzeug. Er geht demnächst in den Service. Mal schauen, ob dort noch was auftaucht.
Für uns ein geniales Erlebnis - mit dem eigenen Fahrzeug in den Dünen der Sahara zu sein.

Es gab in der Vergangenheit einige Berichte, dass der Allrad-Sprinter nicht zu gebrauchen sei und sich schon bei Spuren von Sand einbuddelt. Ich muss sagen, dass der Sprinter nicht nur unseren Respekt verdient hat. Einheimische und die Landy/Buschtaxi-Fraktion haben sich gewundert, wie sich der Sprinter geschlagen hat. Und dieses positive Erlebnis möchte ich hiermit gerne mit Euch teilen.

Liebe Grüsse
Christian
Dateianhänge
Ueber den Lake Iriki (Salzsee)
Ueber den Lake Iriki (Salzsee)
Übernachtungsplatz in den Dünen
Übernachtungsplatz in den Dünen
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor fawis für den Beitrag (Insgesamt 13):
rainer k (25 Apr 2016 22:03), Mopedfahrer (25 Apr 2016 22:52), Schreinz (25 Apr 2016 23:01), KaWaianer (25 Apr 2016 23:23), OutdoorSprinter (26 Apr 2016 06:23), wemmi02 (26 Apr 2016 07:27), Thomas135 (26 Apr 2016 08:13), Hdj80 (26 Apr 2016 12:08), jenser666 (26 Apr 2016 15:38), Fluse (26 Apr 2016 17:52) und 3 weitere Benutzer
Mercedes Sprinter 319 4x4 L2H2 , Juli 2013, einer der letzten Vormopf ;)
Im Umbau: Mercedes Sprinter 419 4x4 L2H2, seit November 2025
Klassisches Layout mit Querschläfer, Klappdach von Campany, umfangreicher Victron-Setup etc.
Benutzeravatar
chili
Stammgast
Stammgast
Beiträge: 195
Registriert: 15 Dez 2014 19:42
Wohnort: Perle im Odenwald

Galerie

Re: Mal was positives: Sprinter funktionierte tiptop in Maro

#2 

Beitrag von chili »

Moin Christian,
danke für den schönen Erfahrungsbericht.
Das lässt mich hoffen, dass der Werksallrad uns doch nicht enttäuschen wird.
Die Bedenken, die hier schon mancher geäußert hat konnte ich mir auch nicht vorstellen.
Es kommt halt immer darauf an, was man erwartet. :oops:
Mit der Dieselqualität gab es keine Probleme, oder habe ich da was überlesen?
Grüße,
Reinhard
316 Bluetec 4x4, Bj. 2015, 3,5t, 245-75-16, Achse 4,182, 6m, Hochdach, Gastank, Ladebooster, 130W Solar, 200Ah Lifepo4 Selbstbau, kein Ladegerät! 146.000km.
Toyota HJ60 4,0
Moto Morini 1200 Scrambler
Moto Morini 500 Camel
Quickly 1958
Benutzeravatar
derHenry
Wird so langsam nervig
Wird so langsam nervig
Beiträge: 756
Registriert: 11 Nov 2015 13:16
Wohnort: Südlich München

Re: Mal was positives: Sprinter funktionierte tiptop in Maro

#3 

Beitrag von derHenry »

@ Christian: Vielen Dank für deinen Positiven Erfahrungsbericht. So ein gut ausgestatteter Sprinter wird einem Landy oder Buschtaxi kaum nachstehen. Mit etwas Erfahrung und Weitsicht lässt sich da wahrscheinlich deutlich mehr fahren als die Fahrerpsyche aushält. Und wenn die Technik auch noch hält, was will man mehr. Und das man sich mal eingräbt gehört ja auch irgendwie dazu. Wenn man das nicht will sollte man nur um den Comer See herumfahren aber das steckt man dann im Stau fest.

Viel Spaß weiterhin

Gruß Henry
2016 Bj 319er 4x4 Achleitner mit Innenausbau zum schnellen herausnehmen
https://sprinter-forum.de/viewtopic.php ... 6&start=75

Man sollte reisen vor dem Sterben , sonst reisen nur die Erben.
Benutzeravatar
fawis
Stammgast
Stammgast
Beiträge: 193
Registriert: 25 Mär 2013 23:49
Wohnort: Schweiz (Aargau)
Kontaktdaten:

Re: Mal was positives: Sprinter funktionierte tiptop in Maro

#4 

Beitrag von fawis »

 Themenstarter

Hallo zusammen

Es ist richtig, es kommt auf die Erwartungshaltung an. Wenn ich einem vollausgestatteten und topausgerüstetem Offroad-Fahrzeug hinterherhechle, dann werde ich mit dem Sprinter nicht glücklich. Aber wir haben ja nicht einen Sprinter gewählt, weil wir die Berge raufkraxeln und jeden Schlammtümpel umwühlen wollen, sondern weil wir abseits der 0815-Routen andere Länder erleben möchten. Und mit Weitsicht und Geduld findet man immer Wege, die machbar sind, ohne zu grosse Risiken einzugehen. Und oftmals ist es tatsächlich so, dass das das Herz in die Hose rutscht, der Sprinter würde aber wahrscheinlich noch einen Schritt weiter gehen.

Mit dem Diesel hatten wir in Marokko keine Probleme, wir haben aber auch nur von der Tanke getankt und nicht aus Kanistern. In Marokko ist die Dieselqualität bis in den Süden problemlos. Die Schwefelwerte liegen bei 50ppm (statt wie bei uns bei max.15), aber das hat das Motörchen ohne Widerstand mitgemacht (siehe hier: http://www.ff-expedition.de/index_htm_files/137392.jpg, in Marokko wird der Diesel bei den Zapfsäulen mit 50 ppm angegeben). Wir haben ab Werk einen Dieselfilter mit Entwässerung installiert, der funktioniert anscheinend automatisch (wir haben nichts gespürt...).

Froh waren wir - und das habe ich oben vergessen - um den vorderen Unterfahrschutz: Mit den Rädern links und rechts im Graben, gibt es einfach Sicherheit. Einmal hatten wir tatsächlich auch einen Treffer. Gab eine kleine Delle im Unterfahrschutz und damit war es erledigt.

Im Sand gefahren sind wir wie folgt:
- Allrad ein
- Untersetzung ein
- ESP aus
- Automat auf D
- Luftdruck zwischen 1.2 bis 1.8 bar
- Bei festem Untergrund fahren wie normal
- Bei weichen Sandpassagen mit Drehzahlen zwischen 2'000 und 2'500 U/min
- Beim Uebergang von Sand auf Stein sind wir vom Gas gegangen
- Im Sand keine Bremse treten, sondern einfach vom Gas gehen
- Bei längeren Tiefsandpassagen haben wir zwischendrin mal auf einem festen Plateau 5 Minuten bei laufendem Motor Pause gemacht. Die Motortemperatur stieg im Sand auf leicht über 100°, für Differenztial resp. Untersetzungsgetriebe haben wir keine Temperaturanzeige. Ob das wirklich notwendig war, wissen wir nicht. Aber schliesslich wollten wir auch einige Fotos machen - obwohl es so halt keine Fotos von den wirklich schwierigen Passagen gibt :)

Wichtig wirklich ist "ESP aus". Es gab Situationen, wo sich das ESP automatisch wieder eingeschaltet hatte. Das merkt man schnell, weil die Motordrehzahlen dann plötzlich zusammenfallen und nichts mehr vortwärts geht. Ein schneller Klick auf den ESP-Schalter und alles geht wieder wie gewünscht. Mit eingeschaltetem ESP geht im Sand (und generell auf lockerem Grund) nichts.

Das Ausschaufeln war nicht wirklich schlimm. War eine gute Familien-Gruppenerfahrung - haben alle gut zusammen gearbeitet. Wir waren am Schluss alle gepudert, gesandet und kaputt, aber nachher lacht man darüber und eigentlich (insgeheim, hätte ich im Vorfeld natürlich nie gesagt) gehört dies ja schon auch dazu :)

Liebe Grüsse
Christian
Mercedes Sprinter 319 4x4 L2H2 , Juli 2013, einer der letzten Vormopf ;)
Im Umbau: Mercedes Sprinter 419 4x4 L2H2, seit November 2025
Klassisches Layout mit Querschläfer, Klappdach von Campany, umfangreicher Victron-Setup etc.
Benutzeravatar
Vagabundo
Wohnt hier
Wohnt hier
Beiträge: 1526
Registriert: 21 Jan 2012 15:21

Re: Mal was positives: Sprinter funktionierte tiptop in Maro

#5 

Beitrag von Vagabundo »

fawis hat geschrieben:tandard-Landys und Buschtaxis sind nur unwesentlich schneller unterwegs gewesen. Deutlich schneller waren natürlich die Wettkampf-Autos (wie sind da noch mitten in einen Wettkampf-Betrieb reingerutscht....).
Die Fahrweisen sind meist sehr unterschiedlich, oftmal aber einfach nur verrückt. Daran sollte man sich nie messen! Reifendruck im Sand kann bis 0,8 bar abgesenkt werden. Wenn es rüttelt, schüttelt und klackert auf Pisten hilft meist nur über 75 km/h oder gaaanz langsam. Mit 75 km /h zu heizen ist zwar schön braucht aber eine hohe Konzentration. Man kann das Fahrzeug dabei auch schnell mal überschlagen. Auf jeden Fall ist eine Materialschonende Fahrweise auf Dauer die beste Lösung um lange Freude am Sprinter zu haben :mrgreen:

Gruß Vagabundo
Benutzeravatar
Mopedfahrer
Wohnt hier
Wohnt hier
Beiträge: 1878
Registriert: 07 Aug 2014 15:39
Wohnort: Nordbayern

Re: Mal was positives: Sprinter funktionierte tiptop in Maro

#6 

Beitrag von Mopedfahrer »

Hallo Christian,

vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht. Das bestärkt mich doch in meiner Entscheidung, auch einen 4x4 gekauft zu haben :D

Du schreibst, dass du im Sand das ESP ausgeschaltet hast. Bei meinem (Baujahr 2008) kann ich das ESP nicht ausschalten. Oder meinst du das "ASR", das man durch die Taste in der Mittelkonsole ausschalten kann?

Was hat denn dein Sprinter für einen Untersetzung? Die "kleine" (1:1,4) oder die "große" (1:2,85)?
Viele Grüße Anton

One Life. Live it.

315 CDI 4x4, Bj. 2008
Benutzeravatar
KaWaianer
Wird so langsam nervig
Wird so langsam nervig
Beiträge: 575
Registriert: 06 Sep 2009 11:06
Wohnort: Schweiz, AG

Galerie

Re: Mal was positives: Sprinter funktionierte tiptop in Maro

#7 

Beitrag von KaWaianer »

... kann das nur bestätigen ...
ich war letztes Wochenende im http://www.offroadpark-langenaltheim.com/ ... und auch hier hat sich wieder einmal mehr gezeigt das mit unseren Werks 4x4, voll ausgebaut mit 3.5t, einiges mehr geht als viele für möglich halten.
greets Nic
...life is simple in a van...
**********************
2017 CS-Luxor spez., Euro 6c - 319er Werks-4x4, 5G autom./BF-AT 265/75/16
SprinterTreffen 2010 / Werksbesichtigung Düsseldorf 2013
destagge
Fast schon Admin
Fast schon Admin
Beiträge: 1349
Registriert: 25 Feb 2014 20:17
Wohnort: Süddeutschland

Re: Mal was positives: Sprinter funktionierte tiptop in Maro

#8 

Beitrag von destagge »

KaWaianer hat geschrieben:... kann das nur bestätigen ...
ich war letztes Wochenende im http://www.offroadpark-langenaltheim.com/ ... und auch hier hat sich wieder einmal mehr gezeigt das mit unseren Werks 4x4, voll ausgebaut mit 3.5t, einiges mehr geht als viele für möglich halten.
Hätt ich das gewusst wär ich mal vorbeigeschnippst, war am Wochenende ganz in der Nähe...

Zum Thema: super Beitrag! Und das das Ausbuddeln dazu gehört habe ich meiner Freundin schon erzählt bevor es soweit war, da war die Akzeptanz dann später größer :-D

Grüße
Michael
2014er 316CDI 4x4 ZG4 i2,85+LSP+HA-QSP + VBAir
Selbstausbau: LiFeYPO4 selber bauen, Polster selber machen
Reise: Offroad in Lettland
Benutzeravatar
KaWaianer
Wird so langsam nervig
Wird so langsam nervig
Beiträge: 575
Registriert: 06 Sep 2009 11:06
Wohnort: Schweiz, AG

Galerie

Re: Mal was positives: Sprinter funktionierte tiptop in Maro

#9 

Beitrag von KaWaianer »

... in meiner Signatur gibts nun ein Link zum Video. Alles wurde mit der Dashcam aufgenommen.
greets Nic
...life is simple in a van...
**********************
2017 CS-Luxor spez., Euro 6c - 319er Werks-4x4, 5G autom./BF-AT 265/75/16
SprinterTreffen 2010 / Werksbesichtigung Düsseldorf 2013
Benutzeravatar
fawis
Stammgast
Stammgast
Beiträge: 193
Registriert: 25 Mär 2013 23:49
Wohnort: Schweiz (Aargau)
Kontaktdaten:

Re: Mal was positives: Sprinter funktionierte tiptop in Maro

#10 

Beitrag von fawis »

 Themenstarter

Mopedfahrer hat geschrieben:Hallo Christian,

vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht. Das bestärkt mich doch in meiner Entscheidung, auch einen 4x4 gekauft zu haben :D

Du schreibst, dass du im Sand das ESP ausgeschaltet hast. Bei meinem (Baujahr 2008) kann ich das ESP nicht ausschalten. Oder meinst du das "ASR", das man durch die Taste in der Mittelkonsole ausschalten kann?

Was hat denn dein Sprinter für einen Untersetzung? Die "kleine" (1:1,4) oder die "große" (1:2,85)?
Hallo Mopedfahrer

Ja, ich meine den ASR-Schalter un ddamit das Ausschalten der ASR. ESP bliebt dabei an, Du hast recht. Aber es ist auch die ASR, welche die Motorleistung reduziert und genau dieses soll ja verhindert werden. Beim Werks 4x4 gibt es meines Erachtens nur die kleine Untersetzung (1:1.4). Ich habe allerdings den Wandler-Automaten, wodurch ich natürlich noch ein bisschen mehr Spielraum habe.

Viel Spass mit Deinem 4x4!

Liebe Grüsse
Christian
Mercedes Sprinter 319 4x4 L2H2 , Juli 2013, einer der letzten Vormopf ;)
Im Umbau: Mercedes Sprinter 419 4x4 L2H2, seit November 2025
Klassisches Layout mit Querschläfer, Klappdach von Campany, umfangreicher Victron-Setup etc.
gbmuc
Kennt sich schon aus
Kennt sich schon aus
Beiträge: 142
Registriert: 19 Dez 2007 17:57

Re: Mal was positives: Sprinter funktionierte tiptop in Maro

#11 

Beitrag von gbmuc »

Toller Bericht....

da ärgere ich mich nachträglich, dass wir uns nicht in den Erg Chegagga getraut haben.

Ansonsten kann ich nach vielen tausend Pistenkilometern deinen Eindruck was Leistung und Haltbarkeit anbetrifft nur bestätigen.

Gruß
Georg
Antworten