LT35 goes Offroad

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madura
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Re: LT35 goes Offroad

#16 

Beitrag von madura »

Die Felgenwinde ist ja interessant, wird aber meiner Ansicht nach ohne Diff-Sperre nicht funktionieren.
Sprinter 315 CDI, automatik, BJ 08/2008,
Techniker
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Re: LT35 goes Offroad

#17 

Beitrag von Techniker »

Felgenwinden funktionieren auch ohne Diff-Sperre wenn man immer eine links und gleichzeitig eine rechts verwendet.

das Rad welches mehr durchdreht zieht halt in diesem Moment und wickelt mehr Seil auf. Wenn dann irgendwann das andere Rad mehr dreht, wickelt es das seil solange auf, biss es auch auf Spannung ist und zieht ab diesem Moment. Sowas habe ich selber schon an einem Traktor ausprobiert. Da waren Verbindungsringe an den Felgen, an welchen normalerweise ein zweiter Satz Räder angeflanscht wird. Diese Verbindungsringe sind zum Seilaufwickeln ideal.

Gruß, Techniker
Aloha!
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Re: LT35 goes Offroad

#18 

Beitrag von Aloha! »

Die Felgenwinde ist tatsächlich interessant. Aber mit 550 AUD nicht grad günstig....
213 kurz+hoch BJ 06, 313 mittel+hoch BJ 01 Womo
Techniker
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Re: LT35 goes Offroad

#19 

Beitrag von Techniker »

Hallo,

wer sowas verwenden möchte, hat normalerweise Stahlfelgen am Fahrzeug. Da dürfet es auf ein paar Kratzer nicht drauf an kommen.

Man besorgt sich vom Schrottplatz zwei etwas kleinere Felgen welche gut seitlich auf die Sprinterfelgen passen.

Irgendein Metallbetrieb baut einem dann Haken welche es ermöglichen, diese Felgen an den Sprinterfelgen einzuhängen.

Vielleicht kann man einfach auch nur Schrauben durch die Löcher stecken und die beiden Felgen zusammenschrauben.

Zwei kleine Felgen (z.B. Ford Fiesta) vom Schrottplatz und 20€ für die Kaffeekasse des Metallbauers dürften keine 50€ kosten.

Es gibt auch käufliche Systeme mit welchen man nur mit Hinterradantrieb auch nach vorne wischen kann. Dazu werden an den vorderen Felgen drehbare Seilaugen auf die Felge geschraubt. Diese Seilaugen drehen sich nicht mit wenn sich die Räder drehen. Durch diese Seilaugen werden die Seile geführt welche an den Hinterfelgen aufgerollt werden.

Lange bevor es solche Felgenwinden im Internet gab, gab es solche Eigenbaukonstruktionen schon für VW Käfer und Bullis.

Heute müsste man sicherlich allerlei Filme dazu im Internet finden. Einfach mal bei YouTube nach solchen Winden mit dem Zusatz "Eigenbau" suchen.

Gruß, Techniker
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Re: LT35 goes Offroad

#20 

Beitrag von Picton16ft »

 Themenstarter

Aloha! hat geschrieben: Mein bisheriger Plan war eine zum einhängen für vorne an der Abschleppöse und dann hinten an der AHK. Problem hinten: Stromversorgung. Will mir ja nicht 5 m dickes Kabel für den Fall der Fälle von der Aufbaubatterie zum Heck ziehen. Vorne ginge es easy über die Starterbatterie.
2 Punkte
Flexible Winde zum voren oder hinten einhaken... war ja auch mein gedanke... eine Vernünftige Winde (nicht der ebay schrott) wiegt aber auch... mind 20-30kg schätze ich
ein 5,9to Warn wiegt 36kg. Die möchten gehandelt und vor allem während der fahrt sicher verstaut werden...

Das mit der Stromversorgung sehe ich weniger als Problem, da ich vorn die Starter-, hinten die Verbraucherbatterie habe
Eine feste Verdrahtung ist wegen den zu erwartenden hohen Strömen (bei Last sicher jenseits der 100A) aber zu bevorzugen... wenn man da jetzt mit Starthilfeklemmen anfängt ist das wohl mehr als krampfig...

Wegen der Führung nach hinten... 3 Rollen Seilkäfige bekommt man einselnt zu kaufen, eventuell kann man so etwas schnell und einfach irgendwie an der AHK befestigen???
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Re: LT35 goes Offroad

#21 

Beitrag von Picton16ft »

 Themenstarter

Techniker hat geschrieben:V Kollegen verwenden Dyneema Seile.

Dynema kann ich nur wärmstens empfhlen... keine Drahtseilverletzungen mehr an der Hand.
Vorteile
- Wenn das Seil reist, dann in Schüben und nicht mit einem Knall
- Bei gleicher bruchlast passt ein vielfaches eines Drahtseils auf die selbe rolle (ich habe eine 230V Einhelwinde 250/500, nix dollen aber zum boot rausziehen an meiner slippe reichts... da waren serienmäßig 10m x 5mm Drahtseil drauf. Habe das mit 30m Dyneema getauscht und habe noch jede menge Platz, 50-60m würden auf die selbe Rolle passen. Die 5mm Dynema sind mit fast 975kg angegeben, also mehr als genug für ne 250kg mickymauswinde)
- Es rostet nicht

Nachteile
- es ist etwas empfindlicher was meschanische belastungen durch Reibung usw angeht... da muss man halt etwas aufpassen und lieber noch einen Schlupf um den Baum legen :)
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Re: LT35 goes Offroad

#22 

Beitrag von Picton16ft »

 Themenstarter

Techniker hat geschrieben:Vielleicht wäre eine Spil Winde oder eine normale Winde mit Kettensägenmotor das geeignete.

https://www.youtube.com/watch?v=amOwoR2ey1s

https://www.youtube.com/watch?v=L6Hk-dHPps0

https://www.youtube.com/watch?v=T1DSexyDR74

Ich kenn die aus dem Forstbetrieb. Die sind leicht. Das Seil kann endlos sein und der Verbrauch ist sehr gering, so dass 5l Gemisch für den Urlaub völlig ausreichend sind. das Gemisch kann man auch im Stromaggregat verwenden. Als Seil verwende ich selber im Wald Späleoseile von Edelried. Kollegen verwenden Dyneema Seile.

Wenn das Fahrzeug Allrad hat könnte man auch Felgenwinden verwenden. Da gibt's welche zum anschrauben und welche die nur eingehängt werden.

http://www.bushwinch.com.au/

http://www.masterhubwinch.co.za/page_2.html

Gruß, Techniker


WIE GEIL IS DAS DENN??? Bezigsquelle? Kosten?
So ein Ding adaptiv für meine Kettensäge... das wäre es... die habe ich für den Notfall sowieso immer dabei :D

Die Bushwinde für die felge ist auch eine brilliante Idee... allerdings nur für fahrzeuge mit Differentialsperre.... oder man muss diese Konstruktion an beiden Antriebsrädern befestigen und dann 2 Seile zum Fixpunktspannen... das wäre ja fast noch die einfachste Lösung


Einzig hätte ich bedenken, im worstcase wenn man so richtig in der scheisse steckt, was ja eigentlich nicht passieren sollte (meist hintert ein nur das Differential aus eigener Kraft freizukommen), aber nehmen wie mal an, man steckt richtig fest, dann dreht die felgen winde... das rad dreht sich rasu, der Wagen steckt mit den anderen Rädern noch fest... das sind ganz schöne Belastungen auf die Achsaufnahme... ich schätze die könnte bei genug Moment berschädigt werden oder sogar abreissen... wie gesagt unter der voraussetzung dass die kacke richtig am dampfen ist und nicht wenn man nur in einer pfütze steckt
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Re: LT35 goes Offroad

#23 

Beitrag von Picton16ft »

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Re: LT35 goes Offroad

#24 

Beitrag von Lord »

Picton16ft hat geschrieben:
Aloha! hat geschrieben: Mein bisheriger Plan war eine zum einhängen für vorne an der Abschleppöse und dann hinten an der AHK. Problem hinten: Stromversorgung. Will mir ja nicht 5 m dickes Kabel für den Fall der Fälle von der Aufbaubatterie zum Heck ziehen. Vorne ginge es easy über die Starterbatterie.
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Das mit der Stromversorgung sehe ich weniger als Problem, da ich vorn die Starter-, hinten die Verbraucherbatterie habe
Eine feste Verdrahtung ist wegen den zu erwartenden hohen Strömen (bei Last sicher jenseits der 100A) aber zu bevorzugen... wenn man da jetzt mit Starthilfeklemmen anfängt ist das wohl mehr als krampfig...

Wegen der Führung nach hinten... 3 Rollen Seilkäfige bekommt man einselnt zu kaufen, eventuell kann man so etwas schnell und einfach irgendwie an der AHK befestigen???
bei 4,5t Zugkraft mal schlappe 409A :wink:
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Re: LT35 goes Offroad

#25 

Beitrag von rinaldotalamonti »

Picton16ft hat geschrieben:
Andere Reifen sind nicht wirklich eine Option... da ich 99% in der Stadt (Berlin fahre) und selbst im urlaub ja nu auf Asphalt... nur wenns dann um einen schlafplatzgeht, wird die Piste mal verlassen... Ich habe nicht vor (im Moment) auf Expedition in die Sahara zu fahren :)

Cool sehen die schon aus - keine frage... aber mein dicker fährt bis zu 160km/h... da brauche ich auch vernünftige Straßenreifen...

Also andere Reifen - keine Option
Kann ich nicht bestätigen. Ich fahre auch die Goodrich AT´s und finde die auch bei höheren Geschwindigkeiten völlig in Ordnung. Auch der Geräuschpegel ist mit 77dB nur 5 dB lauter angegeben, als die Hankook Reifen, die ich vorher drauf hatte. Ich fahre auch zu 90% auf Asphalt und bin gerade am Wochenende noch eine längere Strecke 150 km/h auf der Bahn damit unterwegs gewesen. Aber das ist sicherlich auch ein bisschen subjektiv. Der Unterschied im "Gelände" ist immens und ich werde nie wieder andere Reifen aufziehen - bin total happy damit und der Preis ist auch völlig in Ordnung. Wir machen zu 99% Wildcamping und fahren zum surfen und campen von den Straßen runter auf die Pisten. Bisher hatte ich nur selten Probleme - wenn dann meist an Schlammigen oder sehr sandigen Plätzen. Ich habe einen Handseilzug, Bergegurt und Schneeketten im Gepäck - die Anschaffung von Sandblechen steht noch auf meiner Wunschliste - glaube die sind wichtiger als der Seilzug, den hab ich noch nie gebraucht...
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Re: LT35 goes Offroad

#26 

Beitrag von dg0ocg »

rinaldotalamonti hat geschrieben:k - die Anschaffung von Sandblechen steht noch auf meiner Wunschliste - glaube die sind wichtiger als der Seilzug, den hab ich noch nie gebraucht...
Hab ich letztlich auch gemacht - aber auch noch nicht eingesetzt.

Ich habe mir diese gekauft, weil die sehr schön leicht sind und mir eine Allradsprinter doch zu teuer ist (für nichtmal 1% meiner jährlichen Fahrstrecke, die ich im Gelände zurücklege).

www.maxtrax.com.au (ich bekomme nix für die Werbung :mrgreen: )

Schau Dir mal die vielen Filmchen dazu bei youtube an.

bis denne

Timm
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Re: LT35 goes Offroad

#27 

Beitrag von Techniker »

Hallo Picton16ft,

solche Winden kosten um die 1200€. Die besten Bezugsquellen mit reellen Preins sind Läden für Forst- und Landwirtschaftliche Geräte.

Such einfach mal bei Google : Spill winde, Motorwinde, oder Winde für Kettensäge, und lass dir die Bilder anzeigen. So kannst gleich die verschiedenen Modelle sehen und dann einfach die Webseite mit dem Bild auswählen.

Falkner ist eine Gute Marke für sowas. VIK ist bei Forstarbeitern auch im Einsatz.

Eine kleine Übersicht mit guten Bildern gibt's hier:

http://www.bsjw.ch/index.php?id=28

Zum Bergen von Transporten finde ich eine Spillwinde am praktischsten, weil man das Seil auch anderweitig verwenden kann und weil es weniger wiegt. So oft fährt man ja einen Transportern nicht fest. Wenn doch, dann sollte man nachdenken, ob ein Transporter das richtige Fahrzeug für den gewünschten Verwendungszweck ist.

Wer schon eine Kettensäge hat, ist vielleicht mit einer Trommelwinde auch gut bedient. Das Stahlseil lässt man einfach weg und das Kunststoffseil wickelt man erst auf wenn man es zum Bergen benötigt.
Wer keine Kettensäge hat weil er sie sowieso nie benötigen würde, ist mit einer kleinen Spillwinde mit seitlich angeflanschtem Benzinmotor wahrscheinlich besser bedient. Die hat auch in der Sitzkiste Platz

Gruß, Techniker
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Re: LT35 goes Offroad

#28 

Beitrag von Thomas135 »

In Punkto Sandbleche kann man auch hier mal kucken:

http://www.sandbleche.de

Die sind von Erfahrenen Leuten entwickelt und waren auch schon bei ein paar RallyRaids dabei. Preis-Leistung ist in jedem Fall meiner EMinung nach sehr gut.
Ich persönlich habe demnächst ein paar davon im Gepäck. Ich habe zwar auch, wie rinaldotalamonti, auf BFG AllTerrain umgerüstet und bin damit mehr als zufrieden, aber machmal braucht man doch noch etwas mehr Unterstützung.
Ein Greifzug wäre dabei aber auch mein erstes Mittel. Der ist einfach und flexibel nutzbar und man braucht nichts am Auto.
Bei 400A Stromaufnahme wäre eine 100Ah Batterie, volle Ladung vorrausgesetzt, nach max(!) 5 Mitunen so weit runter dass man die Batterie schädigt. Und 5 Minuten sind glaube ich nicht viel wenn es mal richtig schief geganen ist...
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Re: LT35 goes Offroad

#29 

Beitrag von Techniker »

Und nicht vergessen, in jedes Sandblech ein Loch bohren und ein paar Meter Seil dran machen welches bei der Benutzung an der Anhängekupplung oder an der Abschleppöse eingehängt wird. So kann man mit dem gewonnenen Schwung einfach weiterfahren, bis an eine Stelle wo man auch normal wieder anfahren kann und man muss nicht zurücklaufen und die Sandbleche holen.
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Picton16ft (18 Jun 2015 09:35)
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Re: LT35 goes Offroad

#30 

Beitrag von Picton16ft »

 Themenstarter

rinaldotalamonti hat geschrieben:Kann ich nicht bestätigen. Ich fahre auch die Goodrich AT´s und finde die auch bei höheren Geschwindigkeiten völlig in Ordnung.
Ok das nehm ich als Erfahrungswert mal so hin, deswegen sind wir ja hier um uns auszutauschen ;-)

Hast du mal einen Link zu deinen Reifen? Oder vllt ein Foto von deinem Bus?

Wie verhält sich das mit dem HA Diff, bei mir dreht das leichter Beanspruchte rad immer extrem schnell durch und buddelt sich ein... selbst wenn rein optisch kaum was zu sehen ist...

Ne Diff Sperre nachzurüsten ist sicher nicht so einfach und ziemlich teuer was?
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