Auflastungsgutachten im WEB - Gute Sache oder böse Falle?

Mercedes Sprinter 1 (Typ T1N, Baumuster W901-W905) & VW LT 2 - ab 1995 bis 2006
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Christoph_GL
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Auflastungsgutachten im WEB - Gute Sache oder böse Falle?

#1 

Beitrag von Christoph_GL »

 Themenstarter

Hallo, bin neu im Forum.

Im Web z.B. bei Autotechnik Bihler oder der S. K. Handels AG werden Auflastungsgutachten für den Sprinter für ca. 470EUR angeboten, womit sich angeblich das zul. GesGew bis auf die Summe der maximalen Achslasten ohne Veränderungen am Fahrzeug erhöhen läßt.

"Einfach bestellen und damit zum TÜV gehen. Das wär's!"

Wäre für mich sehr interessant, um aus 2800kg -> 3160kg zu machen.
Ein TÜV Prüfer stand der ganzen Sache aber sehr skeptisch gegenüber. Das macht mich sehr nachdenklich.

Hat jemand damit bereits Erfahrungen?
Kann man dem Vorgang trauen?
Oder ist das eine nette Geld-Falle?
Wer kann mir weiterhelfen? :?:
Opa_R
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#2 

Beitrag von Opa_R »

Hallo :wink:
Erstmal Herzlich Willkommen im Forum :wink:
Geh mal vom CDI Sprinter 00 - 06 aus :roll: da kannste eigentlich nur auf 2,9 to Auflasten :? Laut Daimler , da der Fahrzeugrahmen ja "dünner" als beim 3,5 to ist :roll: Denk das is ein sehr fragwürdiges Angebot :wink:
Liebe grüße Renate und Schorsch ;)
Alle Angaben ohne Gewähr :)

Vita : 307 D Bj 78 , 209 D Bj 88, 312 D Bj 97 , 316 CDI Bj 01, 318 CDI Bj 07, 319 CDI Limited Edition Bj 15 , 316 CDI BJ 19
Christoph_GL
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Neues vom Gutachten ...

#3 

Beitrag von Christoph_GL »

 Themenstarter

Zunächst mal Danke für die rasche Antwort ... :)

habe die letzten Tage und speziell heute eine ganze Weile weiter recherchiert.

Das Auflastungsgutachten, von dem ich geredet habe, wird von der SK Handels AG angeboten. Autotechnik Bihler kauft es dort quasi nur ein. Dieses Gutachten hat die SK Handels AG Im Jahre 2004 beim TÜV Österreich in Auftrag gegeben. Ich habe mit dem zuständigen Ingenieuer dort gesprochen und es exisiert wirklich und scheint rechtens zu sein. Ein anderer TÜV Prüfer (diesmal beim TÜV Süd in Augsburg) hat diesen Vorgang nicht als unüblich beschrieben. Zudem ist der TÜV Austria von den hier ansässigen Prüfgesellschaften ebenfalls akzeptiert. Da das Gutachten immer noch Gültigkeit hat, sollte es eigentlich auch keine Probleme damit geben.

MB bietet ja selbst ein Gutachten für eine Erhöhung auf 2950kg an. Ich denke, dass dort ebenfalls noch Reserve drin ist. Auch die Angaben der technischen Maximal-Achslasten im Fahrzeugschein sollte eine Reserve aufweisen. Da der TÜV Austria diverse Tests (z.B. Bremstest usw.) mit maximaler Achslast durchgeführt hat, scheint mir das Gutachten plausibel.

Dennoch, ein wenig skeptisch bin ich natürlich noch immer. Was denkt Ihr dazu?

Freue mich über gute Ratschläge ...
TK-2006
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#4 

Beitrag von TK-2006 »

Naja, ehrlich gesagt, wir haben unseren 412D von 4,6t auf 4,95t aufgelastet bekommen.
Das erste war, dass wir trotzdem 195er Bereifung fahren durften. Bloß blöd das man in jedes Jahr einen Reifen gekillt hat und die anderen Reifen vor allem im Sommer nur so dahingeschwunden sind.

Dann wären da noch die Bremsen. Schoneinmal gerissene Bremsscheiben gesehen, oder ein Bremspedal ganz durchgetreten und der Wagen fährt und fährt als ob man noch Gas gibt :?

Das war uns zu viel. Daher mussten wir folgendes machen um einigermaßen vertrauen und Sicherheit auf die Straße zu bringen:

Breite Bereifung: 215er
Geschlitzte Bremsscheiben vorne

Das solltest du auf jedenfall beachten. Uns hatte man es auch nicht gesagt und im Nachhinein hätten wir gerne von Anfang an stärkere Bremsen und größere Reifen gefahren.

mfg.Tobi
PS: Das nur als Anmerkung. Von den Gutachten habe ich keine Ahnung :lol:
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Kai2
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#5 

Beitrag von Kai2 »

Moin,

also ich habe meinen 216er mit DC Gutachten auf 2,95 hochgebracht (geht nur bei 1600Kg (???) auf der VA und 1800Kg auf der HA; muss ich nochmal schauen ob die Werte stimmen, da ich vorn schon die hohe hatte musste ich hinten nur Blattfedern nachrüsten, dann hatte ich das). Dann habe ich mit Kuhn Luftfedern nochmal um 300kg auf 3,25to aufgelastet. Auch das Kuhn Gutachten bedient sich deiner Regelung:
1. Das neue Gesamtgewicht darf nicht die Summe der Einzelachlasten überschreiten!
2. Das ungebremste Anhängergewicht wird um den Erhöhungsbetrag vermindert!

Das ist wirklich nicht unüblich!!! Es gibt sogar kulante TÜV Menschen die das ohne Gutachten machen, da die Bremsen ja nicht überbelastet werden können (so die Theorie), da ja das mögliche ungebremste Anhängergewicht verringert wird! Und wenn die Achslasten das Gewicht einzelnd verkraften, verkraftet es ja auch die Struktur einzelnd an den Achsen, also warum nicht auch zusammen.

Natürlich sind die Bremsen (per se) nicht so dolle. Ich habe nach 12Km 12% Gefälle in Frankreich mit stark stinkenden (also glühenden Bremsen, aber noch vollen Bremsleistung), mein Vorhaben schön durch die Alpen nach Hause nach Deutschland zu fahren (mehere Pässe über 2500m) aufgegeben. Es war meine erste ganz lange Tour durch Berge mit den 3,25to, da bin ich natürlich auch erst mal vorsichtig.

Grüße Kai
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Kühltaxi
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#6 

Beitrag von Kühltaxi »

Verstehe sowieso nicht, warum am 2xx schwächere Bremsen sind als am 3xx, gewichts- und kostenmäßig kann der Unterschied doch nicht wirklich groß sein. Vor allem die hinteren 2xx-Scheiben sind doch ein Witz!
Ich war dabei:

SprinterTreffen: 2010, 2018
Weihnachtstreffen Lauf: 2007, 2008, 2010, 2012, 2013, 2014
Treffen in Bonn: 2007
Werksbesichtigung Düsseldorf: 2008, 2013
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#7 

Beitrag von KettnerTh »

Schau mal bitte mit Hilfe der Suchfunktion unter Kuhnfedern nach.

Ich habe meinen 213er von 2000 mit Hilfe der Kuhn Luftfedern von 2950 Kg auf 3250 kg aufgelastet. 300 Kg sind mit der Luftfederung möglich.

Grüße aus Berlin
Thomas
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