Aufstelldach und Wintercamping - wie passt das zusammen?!

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derHenry
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Re: Aufstelldach und Wintercamping - wie passt das zusammen?!

#16 

Beitrag von derHenry »

https://www.outbound.eu/de/inspiration/ ... stelldach/

Aufblasbares Aufstelldach mit Isolierung
2016 Bj 319er 4x4 Achleitner mit Innenausbau zum schnellen herausnehmen
https://sprinter-forum.de/viewtopic.php ... 6&start=75

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QE11
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Re: Aufstelldach und Wintercamping - wie passt das zusammen?!

#17 

Beitrag von QE11 »

Seicodad hat geschrieben: 28 Aug 2026 13:45 Und deine Frage kurz und knapp zu beantworten. Ein Aufstelldach und Winter passen nicht zusammen.

Es gibt immer Geschichten, wo der Schwager des Bruders eines Neffen mal bei -20° im Aufstelldach die Nacht überlebt hat. Ja natürlich es geht alles. Aber für normale Verhältnisse mit zwei Kindern ist es einfach Mist.

Ich würde lieber den Allrad noch mal überdenken dann hast du deutlich mehr Optionen für Fahrzeuge mit HochDach bzw anderen Konzepten als ein Aufsteller
Und dann gibt es da noch diese Geschichten, die dummerweise gar keine Geschichten sind – von Menschen, die seit 10 oder 15 Jahren mit einem Aufstelldach unterwegs sind. Sogar im Winter. Potz-Blitz. 😉

Aufstelldach und Winter schließen sich nämlich keineswegs aus. Es bedeutet etwas mehr Aufwand und etwas weniger Komfort, funktioniert aber durchaus. Gerade für eine Familie mit zwei Kindern ist ein Aufstelldach deshalb nicht automatisch „Mist“, sondern kann ein ziemlich sinnvoller Kompromiss sein.

Ähnlich hartnäckig hält sich die Geschichte, ein Aufstelldach dürfe man bei Regen keinesfalls schließen. Das mag bei älteren Konstruktionen und den damals verwendeten Materialien problematischer gewesen sein. Bei modernen Zeltstoffen ist ein nasses Einklappen grundsätzlich möglich. Sinnvoll ist natürlich, möglichst viel Wasser vorher abzuschütteln bzw. abzuklopfen und das Dach bei nächster Gelegenheit wieder zu öffnen und vollständig trocknen zu lassen. Dauerhaft feucht zusammengepackt sollte es selbstverständlich nicht bleiben.

Es braucht dafür also weder den Schwager des Bruders, dessen Neffe jemanden kennt, noch Stammtischwissen über zwölf Ecken. Es gibt genügend Leute, die solche Dächer seit vielen Jahren praktisch nutzen – bei Sonne, Regen und im Winter.

Und genau da liegt für mich der eigentliche Punkt: Man muss die Frage Hochdach oder Klappdach nicht so absolut betrachten. Beide Konzepte haben handfeste Vor- und Nachteile.

Das Klappdach hält das Fahrzeug im geschlossenen Zustand niedriger und beeinflusst Seitenwindempfindlichkeit, Luftwiderstand und Schwerpunkt weniger. Es schafft bei Bedarf einen zusätzlichen Schlaf- bzw. Aufenthaltsraum. Im Winter lässt es sich mit zusätzlichen Isolierungen durchaus nutzen. Dafür muss man das Dach eben aufstellen, bei Kälte entsprechend isolieren und sich bei Nässe später ums Trocknen kümmern. Komfort gibt es hier gegen etwas mehr Aufwand.

Das feste Hochdach ist dagegen immer da. Kein Aufstellen, kein Zeltstoff, keine Trocknungsaktion und im Winter thermisch grundsätzlich die angenehmere Ausgangsbasis. Außerdem bietet es dauerhaft mehr nutzbaren Raum und ermöglicht zusätzliche Ablagen oder Schränke im oberen Bereich.

Beim Gewicht liegen die beiden Lösungen je nach Konstruktion gar nicht zwingend Welten auseinander. Interessanter ist die Position der Masse: Beim Hochdach befindet sich konstruktionsbedingt mehr davon dauerhaft weit oben. Kommen dort noch Schränke, Kleidung und der berühmte „Krimskrams“ hinein, wandert der Fahrzeugschwerpunkt weiter nach oben. Beim Klappdach gilt allerdings genauso: Dachmechanik, Bett und dort während der Fahrt gelagerte Gegenstände sind ebenfalls Masse an einer ungünstigen Stelle.

Am Ende gewinnt deshalb keine der beiden Varianten grundsätzlich.

Wer maximale Alltagstauglichkeit, geringere Fahrzeughöhe und einen zusätzlichen Raum nur dann möchte, wenn er ihn braucht, kann mit dem Klappdach sehr glücklich werden. Und man tut sich bei der Garagensuche deutlich einfacher.

Wer möglichst wenig umbauen möchte, viel dauerhaften Stauraum schätzt und gerade im Winter maximalen Komfort möchte, wird wahrscheinlich mit dem festen Hochdach glücklicher.

Es ist weniger eine Frage von „gut oder Mist“ als davon, welche Nachteile man für die jeweiligen Vorteile in Kauf nehmen möchte. Und erstaunlicherweise kann man mit beiden Varianten seit 15 Jahren glücklich durch die Gegend fahren. 😉
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Re: Aufstelldach und Wintercamping - wie passt das zusammen?!

#18 

Beitrag von Seicodad »

Du wolltest mir jetzt aber nicht erzählen, dass ein Aufstelldach explizit im Winter!! zu empfehlen ist, noch dazu wenn ich noch die Wahl habe, oder wie soll ich den Text verstehen? 🧐
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Re: Aufstelldach und Wintercamping - wie passt das zusammen?!

#19 

Beitrag von QE11 »

Seicodad hat geschrieben: 29 Aug 2026 08:39 Du wolltest mir jetzt aber nicht erzählen, dass ein Aufstelldach explizit im Winter!! zu empfehlen ist, noch dazu wenn ich noch die Wahl habe, oder wie soll ich den Text verstehen? 🧐
Nein, das wollte ich tatsächlich nicht erzählen. 😉

Aber vielleicht kann der Schwager des Bruders eines Neffen meinen Text noch einmal lesen und ihn Dir anschließend erklären. 😁

Da steht nämlich ziemlich ausdrücklich, dass ein festes Hochdach im Winter thermisch die angenehmere Ausgangsbasis ist und für jemanden, der maximalen Winterkomfort möchte, wahrscheinlich die bessere Wahl darstellt.

Was dort nicht steht: dass ein Aufstelldach „explizit im Winter zu empfehlen“ sei.

Was dort steht: Dass die Aussage „Aufstelldach und Winter passen nicht zusammen“ genauso pauschal ist wie die Behauptung, ein Aufstelldach sei für eine Familie mit zwei Kindern im Winter grundsätzlich „Mist“.

Zwischen „für den Winter die beste Lösung“ und „auch im Winter seit Jahren problemlos nutzbar“ liegt nämlich noch ein erstaunlich großer Bereich. Und für dessen Existenz braucht es tatsächlich keine Geschichten über irgendwelche verschwägerten Neffen. 😉

Wenn ich ausschließlich nach maximalem Winterkomfort entscheiden würde, nähme ich ebenfalls das Hochdach. Wenn aber Fahrzeughöhe, Garage, Alltagstauglichkeit, Schwerpunkt und die Nutzung während der restlichen Monate ebenfalls eine Rolle spielen, kann die Abwägung eben anders aussehen.

Genau das war mein Punkt. Eigentlich sogar ziemlich unmissverständlich. 😉
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Re: Aufstelldach und Wintercamping - wie passt das zusammen?!

#20 

Beitrag von Kompass »

 Themenstarter

Ich finde du hast es ziemlich gut auf den Punkt gebracht.
Grundsätzlich ist es ja wie mit allem in unserem Hobby, es ist meistens ein Kompromiss. Das ist wie beim Thema >3.5t , man findet viel für und viel gegen.

Wenn ich für mich persönlich aktuell eine Entscheidung treffen müsste, würde ich mich wohl führ das Hochdach entscheiden.
Für mich wäre es die uneingeschränkte Nutzbarkeit im Winter welche den Ausschlag dazu gibt.
Wenn ich mir die Entwicklung des Wetters aktuell so anschaue inklusive der Stürme, könnte man das fast als zweiten in Zukunft wichtigen Punkt sehen.

Carport wollte ich für den neuen sowieso bauen, Nagut bei nem Hochdach brauchst jetzt wahrscheinlich ne Baugenehmigung.. das nervt natürlich schon wieder. :mrgreen:
Umbau eines Crafter 2.5 L2H2 BJ 2011...dauert noch etwas an :o
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