Hinterachssperre beim Werksallrad sinnvoll oder Quatsch?

Mercedes Sprinter 3 (Typ VS30, Baumuster W907/W910) - ab 2018
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Thias
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Re: Hinterachssperre beim Werksallrad sinnvoll oder Quatsch?

#151 

Beitrag von Thias »

... ein interressantes Thema (abgesehen von den Plänkeleien). Ich habe mir vor 2 Jahren den 4x4 mit als Womo ausgebaut, als Sicherheit noch mit Winde vorn und AT von BFG. Und ich bin seit dem sehr viel in Gebirgen offroad unterwegs gewesen, angefangen von den Westalpen, Karpaten und in den Balkan, Albanien, Montenegro... Ich muss sagen, die Offroadtauglichkeit vom Sprinter war erstaunlich. Das 4ETS hat mich überall durchgebracht - mit viel Schwung und durchdrehenden Rädern, wenig materialschonend. Die 2-3 Gedenksekunden reichen sich einzugraben oder schlimmer, am Heck auszubrechen. In den Alpen kam es dadurch auch zu gefährlichen Situationen am Abhang, hinten bricht er aus zum Abhang, nach vorn geht es nicht mehr weiter, also wohin jetzt? :? . In meinen Videos habe ich das dokumentiert. Eine Sperre hinten hätte das vermeiden können. Deshalb such ich jetzt eine Firma, die ARB einbaut, ohne dass noch ein zweiter Kompressor rein muss oder das komplette Diff getauscht wird und horrend viel Geld kostet...
Zu der Diskussion: Mit Sperre wird man wohl kaum über 20 km/h fahren, es sei denn im Sand. Mein MB-Händler hat mir gesagt: die 2-3 Gedenksenkunden des 4ETS und keine Sperre haben den Grund, dass der Sprinter 4x4 nicht für Gebirgskraxeleien gebaut ist, sondern als Schlechtwegefahrzeug...
Mit internetten Grüßen Thias
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Paul86
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Re: Hinterachssperre beim Werksallrad sinnvoll oder Quatsch?

#152 

Beitrag von Paul86 »

Du wirst wahrscheinlich nicht um den ARB-Kompressor kommen, da die Sperre mindestens 7bar, eher 8bar für die saubere Betätigung braucht. Bislang habe ich wenige Kompressoren in die Finger bekommen, die das gepackt hätten. Und zum Diff-Umbau allgemein: Die ARB-Sperre bringt ein eigenes Tellerrad und eigenes Kegelrad mit. Wenn man das tauscht, hat man eh schon alles raus. Dazu werden Bohrungen in das Gehäuse gesetzt, also muss eh alles wieder sauber gemacht werden. Also ist es kaum Mehraufwand wenn du die 4 Lager und den Simmerring mitmachen lässt.
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matthias007
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Re: Hinterachssperre beim Werksallrad sinnvoll oder Quatsch?

#153 

Beitrag von matthias007 »

hallo thias
schau mal in meinem bericht zum thema sperre bei dem ich es habe machen lassen.
da ich selbst vw getriebe überhole und die übersetzung veränderen kann ,kann ich diese arbeit gut nachvollziehen.
leider fehlen mir die erforderlichen einstellscheiben vom sprinter um das tragbild einzustellen,sonst hätte ich die sperre selbst eingebaut.
ich habe es bei einer kleinen einmannfirma machen lassen.der baut auch sprinter mit heckantrieb komplett um auf allrad,untersetzung und sperren,ähnlich igelhaut,achtleitner.der hat wirklich ahnung davon ist ist mit taubenreuter oder ähnlichen namhaften firmen nicht zu vergleichen,da er sich selbst besser auskennt.
fa, markreiter, wohnt am tegernsee, 01702700360. kann ich empfehlen.
ich habe auch schon einen zweizylinderkompressor drin im motorraum ,da ich viel extrem offroad fahre.(saudiarabien,oman,jordanien,irak,libyen,marokko,tunesien (wüste sand) island,Albanien u.ä.usw)
trotzdem hat mir h. markreiter einen zweiten kleinen einfachhalber unter dem fahrerssitz verbaut.
gruss matthias
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juh
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Re: Hinterachssperre beim Werksallrad sinnvoll oder Quatsch?

#154 

Beitrag von juh »

Hallo,
es gibt bei youtube ein Video, das wurde hier auch schonmal verlinkt, da siehst Du genau, was dabei gemacht wird.
"Installing an ARB USA Air Locker Installed on a Mercedes Sprinter in TEN MINUTES!"
Ich hab einen Lufttank 19,5 Liter, kann ich nur empfehlen, Druckluft ist immer sinnvoll. Kompressor ist ein Viair 450C.
Gruß Jürgen
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Thias
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Re: Hinterachssperre beim Werksallrad sinnvoll oder Quatsch?

#155 

Beitrag von Thias »

Hallo, vielen Dank für die Infos.
Ich habe einen T-max-Kompressor 160 lpm, der bringt locker 8-9 bar und ein 5 l Ausgleichsgefäß habe ich auch schon eingebaut.
GTV-VAN aus Frankreich verkauft ARB-Sperrenbausätze für 2.100 € (Sperre mit Zahnrädern/kranz), sehr guter schneller Kontakt. Auf die Frage wer die in meiner Nähe einbauen kann habe ich sofort die Fa. OCS empfohlen bekommen. Habe angefragt, mal sehen, was rauskommt...
Von einer namhaften Firma hatte ich für den reinen Einbau der Sperre (ohne Kompressor und Ansteuerung 6 t€ genannt bekommen. Ich denke das sollte günstiger gehen.
Ja, da Zeitraffer-Video mit den 10 min kenne ich. Aber auch wenn es in 10 h machbar ist, sollte man mit 3 t€ hinkommen...
Mit internetten Grüßen Thias
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Re: Hinterachssperre beim Werksallrad sinnvoll oder Quatsch?

#156 

Beitrag von Thias »

Habe ein Angebot bekommen: Einbau der Sperre ohne Kompressor und Anschluss knapp 4,5 T€. Das halte ich für sehr fett, Braucht man da wirklich über 20 h Arbeitszeit? Oder ist das dem Overlanding‑Hype geschuldet?
Hat jemand da andere Erfahrungen? Wer macht so etwas noch?
Sicher muss man die Achse wohl ausbauen, aber das ist doch nicht so ein Aufwand.
Mit internetten Grüßen Thias
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Re: Hinterachssperre beim Werksallrad sinnvoll oder Quatsch?

#157 

Beitrag von farnham »

Thias hat geschrieben: 23 Jun 2026 19:21 Sicher muss man die Achse wohl ausbauen, aber das ist doch nicht so ein Aufwand.
Du kennst dieses Video https://www.youtube.com/watch?v=ko7bdcmk_Iw ?

Die 10 Minuten sind sicher etwas übertrieben und der Ausbau der Radlagerflansche mag bei einem nicht werkneuen Sprinter etwas mühsamer sein - aber 20h !?

Beim Landcruiser hatte ich (ohne Kompressoreinbau) 4h zu irgendwas um die 30 EUR pro Stunde auf der Rechnung - allerdings 2021 in Windhoek, Namibia. Mit aus Australien importiertem ARB-Locker war es dann gut ein Tausender in der Summe. Für 2000 EUR war ich dann mit neuer Kupplung, neuen Bremsen rundum sowie neuen Radlagern ebenfalls rundum und komplettem Service zwei Tage später wieder auf der Straße.
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