Was macht ein Reisemobil eigentlich autark?

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dietmardd
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Re: Was macht ein Reisemobil eigentlich autark?

#211 

Beitrag von dietmardd »

Ich möchte noch etwas zur elektrischen Autarkie bemerken.

Wir stehen nicht wochenlang auf CPs herum, sondern fahren viel herum. Mittlerweile kennen wir manche Länder besser als Einheimische. Wir sind also zwar mit Plan, aber doch spontan unterwegs. Bei vielen CPs kann man zumindest in den Sommermonaten und am Meer oder Binnensee nur wochenweise buchen und mancherort auch nur Monate vorher.

Die kommunalen Stellplätze von z.B. in Spanien, sind zu mindestens 95 % ohne Stromsäulen und die in D und S auch zum großen Teil und z.B. die RMK-Plätze in Estland hatten auch keine Stromsäulen. Wer also kein Sklave einer Stromsäule sein will und auch die viel mehr SP bzw. legalen Plätze zum Freistehen ohne Stromsäulke nutzen will, der braucht schon ein bißchen elektrische Autarkie, wenigstens so lange wie die Autarkie bei der Entleerung der Toi-Kassetten.
Da wir nicht bei Kerzenlicht sitzen wollen, braucht man schon etwas Strom.

Bei uns kommt dazu, dass wir wegen der langen Anreisen immer ca. 6 Wochen pro Fahrt unterwegs sind und die 2 Stück 11 kg-Gasflaschen reichen nur ca. 3 Wochen und im Ausland kann man keine EURO-Gasflaschen tausche, außer in Österreich und an manchen Steller in den Niederlanden. Und ausländische Gasflaschen habe ich schon genug, da fast jedes Land andere Flaschen hat. Also haben wir unser elektrisches Potential erweitert, um den Gasverbrauch zu reduzieren, also Kompressorkühlschrank, Doppelinduktionskochplatte usw..

Nun empfehlen ja manche Gastanks bzw. Gastankflaschen, weil man mit diesen an vielen Tanken Autogas tanken kann. Aber diese Form der Autarkie ist in unserem Womo noch verboten, weil der Tank bzw. die Gastankflaschen nicht mit einer metallischen Halterung am Fahrgestell fixiert werden können. Eine neue Verordnung ist seit längerer Zeit unterwegs, aber der Inhalt der endgültigen Fassung ist noch unbekannt.
Seicodad
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Re: Was macht ein Reisemobil eigentlich autark?

#212 

Beitrag von Seicodad »

Wir konnten nahezu in jedem Land, dass wir bisher bereist haben, deutsche Grasflaschen füllen lassen.
Hymer 419 4x4 Grand Canyon S Crossover 2026, Leder Lund, 4,1t, Fenster hinten links, Wechselrichter, Stand-By Lader, Soundpaket, Lichtpaket, 8,5x18 Projekt mit 265/60R18 Grabber AT3, Delta Frontbügel, Strands Skylord 7“…..
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Re: Was macht ein Reisemobil eigentlich autark?

#213 

Beitrag von dietmardd »

Aral soll noch B0 anbieten. Zumindest steht das an der Zapfe.
Bei uns in der weiteren Gegend (Einzugsgebiet ca. 1 Mio Einwohner) nicht. Aber einige Aral-Tankstellen (3 Stück im Umkreis) haben noch biofreies Benzin. Ich war im Herbst dort und habe welches für das Überwintern unseres Rasenmähers geholt. Ich habe bei dieser Gelegenheit auch nach Diesel ohne Biozusatz gefragt - Ergebnis negativ. Und das war die Premiumtankstelle von Aral in Dresden. Was es dort nicht gibt, gibt es auch an einer anderen kleineren Aral-Tankstelle nicht.

Alle anderen Marken im weiteren Umkreis haben weder Diesel noch Benzin ohne Biozusatz.

HVO100 gibt es nur an einer einzigen Automatentankstelle in einem Gewerbegebiet, aber diese konkrete Tanke akzeptiert keine EC- und Kreditkarten.
dietmardd
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Re: Was macht ein Reisemobil eigentlich autark?

#214 

Beitrag von dietmardd »

Wir konnten nahezu in jedem Land, dass wir bisher bereist haben, deutsche Grasflaschen füllen lassen.
Das ist in der ganzen EU ausdrücklich verboten. und wird mehr oder weniger stark auch kontrolliert. Man müsste das unter der Hand organisieren. Wir haben in etlichen Ländern an Tanken gefragt, immer eine Ablehnung mit der o.g. Begründung.
walkman
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Re: Was macht ein Reisemobil eigentlich autark?

#215 

Beitrag von walkman »

dietmardd hat geschrieben: 27 Mär 2026 14:27 Bei uns kommt dazu, dass wir wegen der langen Anreisen immer ca. 6 Wochen pro Fahrt unterwegs sind und die 2 Stück 11 kg-Gasflaschen reichen nur ca. 3 Wochen und im Ausland kann man keine EURO-Gasflaschen tausche, außer in Österreich und an manchen Steller in den Niederlanden. Und ausländische Gasflaschen habe ich schon genug, da fast jedes Land andere Flaschen hat. Also haben wir unser elektrisches Potential erweitert, um den Gasverbrauch zu reduzieren, also Kompressorkühlschrank, Doppelinduktionskochplatte usw..
Euer Setup finde ich wirklich sehr spannend, weil ihr in euren Entscheidungen hinsichtlich Strom, Heizung und WC genau anders abgebogen seid, als wir. (TTT, Gas zum Kochen, Diesel zum Heizen)

Ich kenne bisher nur Leute, die vor Allem deshalb mit Strom kochen, weil sie komplett gasfrei unterwegs sein wollen. Wenn ihr nicht im Winter unterwegs seid, spricht ja nichts gegen Gas für die Heizung. Aber was hat euch dazu bewogen, über Strom zu kochen, wenn ihr sowieso Gas zum heizen dabei habt? Eine Umstellung auf Dieselheizung hätte ich viel näherliegender gefunden.
Seicodad hat geschrieben: 27 Mär 2026 14:33 Wir konnten nahezu in jedem Land, dass wir bisher bereist haben, deutsche Grasflaschen füllen lassen.
:D Sieh´es mir bitte nach: Grasflaschen kann man nur in NL befüllen :D

OK, im Ernst: In Deutschland habe ich es noch nicht versucht, aber in den Niederlanden ist es wirklich kein Problem, auch deutsche Gasflaschen befüllen zu lassen.
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dietmardd
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Re: Was macht ein Reisemobil eigentlich autark?

#216 

Beitrag von dietmardd »

Aber was hat euch dazu bewogen, über Strom zu kochen, wenn ihr sowieso Gas zum heizen dabei habt? Eine Umstellung auf Dieselheizung hätte ich viel näherliegender gefunden.
Kochen: Da man bei langen Auslandsfahrten mit 2 Gasflaschen nicht hinkommt, haben wir uns weitgehend gasfrei gemacht. Mit einer Doppelinduktionskochplatte hat man auch viel mehr Power beim Kochen als mit Gas. Das bedeutet, es geht viel schneller. Da wir häufig Abends kochen, spielt das schon eine Rolle. Wir gehen Abends nur dann in eine Gaststätte, wenn diese vom Stellplatz zu Fuß gut erreichbar ist und es nicht nur Fastfood gibt. In D gehen wir nur noch in Ausnahmefällen in eine Gaststätte, da fast nur noch Industriefutter aufgewärmt und nur noch ganz selten gekocht wird.

Eine Zusatzluftheizung auf Dieselbasis haben wir schon im Blick, aber bei uns ist es sehr kompliziert, einen Einbauort im Inneren zu finden und für Unterflurmontage will sich das die Werkstatt erst ansehen, wie sich das unter dem Sprinter 910 machen lässt. Die Gasheizung behalten wir als Backup und wenn die Dieselzusatzheizung bei sehr niedrigen Temperaturen allein nicht ausreicht oder wenn die Womos auf einem Stellplatz sehr eng stehen, so dass wir die Nachbarn nicht mit Abgas und Ticken der Dieselpumpe belästigen.

Ein Hauptgrund für die Elektrifizierung war, dass ich jede Nacht ein CPAP-Gerät brauche und das verbraucht pro Nacht ca. 40 ... 50 Ah. Mit einer AGM-Batterie bin ich früher nur eine halbe Nacht gekommen, dann schaltete sich die Womo-Elektrik ab, um eine Tiefentladung zu verhindern. Eine Bleibatterie kann man nur ca. 50 % der Kapazität ausnutzen. Da musste ich ohnehin die Elektrik aufrüsten.
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Re: Was macht ein Reisemobil eigentlich autark?

#217 

Beitrag von MobilLoewe »

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dietmardd hat geschrieben: 28 Mär 2026 15:23 Wir gehen Abends nur dann in eine Gaststätte, wenn diese vom Stellplatz zu Fuß gut erreichbar ist und es nicht nur Fastfood gibt. In D gehen wir nur noch in Ausnahmefällen in eine Gaststätte, da fast nur noch Industriefutter aufgewärmt und nur noch ganz selten gekocht wird.
Klar, Restaurants sollten zu Fuß erreichbar sein, damit man nicht in eine "Promillefalle" tapst. :lol:

Deine Einschätzung zu Restaurants in Deutschland teile ich nicht. Aber das hat letztendlich nichts mit Autarkie zu tun.

Gruß Bernd
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Re: Was macht ein Reisemobil eigentlich autark?

#218 

Beitrag von mpetrus »

MobilLoewe hat geschrieben: 28 Mär 2026 17:11
dietmardd hat geschrieben: 28 Mär 2026 15:23 Wir gehen Abends nur dann in eine Gaststätte, wenn diese vom Stellplatz zu Fuß gut erreichbar ist und es nicht nur Fastfood gibt. In D gehen wir nur noch in Ausnahmefällen in eine Gaststätte, da fast nur noch Industriefutter aufgewärmt und nur noch ganz selten gekocht wird.
Klar, Restaurants sollten zu Fuß erreichbar sein, damit man nicht in eine "Promillefalle" tapst. :lol:

Deine Einschätzung zu Restaurants in Deutschland teile ich nicht. Aber das hat letztendlich nichts mit Autarkie zu tun.

Gruß Bernd
Kommt drauf an:

Wenn du nach dem Restaurantbesuch ganz dringend und häufiger mit "Dünnschiss" aufs Klo musst, ist deine Autarkie wieder etwas gesunken. :lol:
Natürlich nutzen heute alle Restaurants vorgefertigte Produkte. Angefangen bei den Tütensoßen, über Kroketten, Pommes, Tiefkühlgemüse und Desserts.
Wie heißt es in der Werbung so schön? "Frosta ist für alle da."
Grüße Michael
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Re: Was macht ein Reisemobil eigentlich autark?

#219 

Beitrag von hwhenke »

Sorry,
Natulich sind die Pommes schon geschnitzt. Oder wollt ihr warten bis die Kartoffeln gesteckt geerntet und dann zu Pommes geschnitzt werden wenn die Bestellung aufgenommen wird.???
Bei allem Respekt, aber hier gibt es schon spezielle Meinungen....

Autark sind wir, wenn wir als Selbstversorger alles alleine anbauen und zubereiten.

Und weg.....
LG Horst
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Re: Was macht ein Reisemobil eigentlich autark?

#220 

Beitrag von dietmardd »

Deine Einschätzung zu Restaurants in Deutschland teile ich nicht. Aber das hat letztendlich nichts mit Autarkie zu tun.
Wenn Restaurantbesuche nur in Ausnahmefällen infrage kommen und Kaufhallen in manchen Gegenden rar gesäht sind (z.B. Nordschweden), dann hat auch die Versorgung mit Essen und Getränken etwas mit Autarkie zu tun.

Sehr viele Restaurants in D haben keinen Koch mehr (sind einfach Mangelware und vermeidbarer Kostenfaktor) und rühren nur convenience food zusammen und wärmen mit Mikrowelle oder Dampfgarer auf oder frittieren, praktisch alle Asia- und Dönerläden und seit einigen Jahren auch fast alle dt. Restaurants, zumindest die ohne Sterne.

Alle Saucen kommen aus dem Kannister, Kartoffeln geschält und vorgegart, Gemüse, alle Fleischgerichte außer Steaks, Rührei, Bratkartoffen, Fisch mit Panade und sogar Spiegelei sind in den allermeisten Fällen convenience food. Bei Asia- und Döner-Buden alles bis hin zum geschnittenen frischen Gemüse.
Wer das nicht glaubt, sollte mal in die Metro oder Selgros gehen. Asia und Döner haben eigene Lieferketten.

Bei Restaurants mit Spezialitäten kann man bei den Gerichten Glück haben, die als seltene Gerichte sich hoffentlich nicht für eine industrieelle Vorproduktion geeignet sind, aber sicher ist das auch nicht.

Frosta ist da noch die harmloseste Variante. Bei den convenience food wird aus Kostengründen z.B. oft minderwertiges Fleisch verarbeitet, was in Kaufhallen bzw. beim Metzger nicht verkäuflich wäre und nicht nur Asia-Läden verwenden Weichmacher, z.B. Glutamat, um auch das allerzäheste Fleisch noch zart zu machen. Der Lege hat das immer wieder aufgedeckt.

Ich kenne in Drersden nur eine Gaststätte, die fast alles selber kocht, https://www.genuss-manu-faktur.de/?Genu ... ManuFaktur und vielleicht gibt es noch einige weitere der seltenen Ausnahmen, die ich nicht kenne. Wenn wir mal in eine Gaststätte gehen, dann dorthin, obwohl wir dazu durch die ganze Stadt fahren müssen und es in der ganzen Gegend keine freie Parkmöglichkeit gibt. Aber die haben Abends nicht auf.

Es gibt Indizien für convenience food in Gaststätten:
- lange Speisekarte
- schnelle Auslieferung der Speisen
- Standardgerichte, insbesondere die aus den o.g. typischen convenience food-Vorprodukten
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Re: Was macht ein Reisemobil eigentlich autark?

#221 

Beitrag von mpetrus »

Wie lange vom Kartoffel schälen, Gemüse putzen kochen/braten bis zum servieren braucht ihr?
Da geht schon mal locker 40min Zeit drauf.
In einem Restaurant wird aber nicht für 2 Personen und auch nur eine Mahlzeit zubereitet.
Wie lange soll da eine Familie auf ihr individuell und frisch zubereitete Mahlzeiten warten?

Ohne "vorkochen" oder eben convencienes food geht da nichts.
Aber ich gebe dir in so fern recht, das viele Restaurants auch wegen Preisdruck, Personalmangel ins "Tüten Regal" greifen.
Grüße Michael
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Re: Was macht ein Reisemobil eigentlich autark?

#222 

Beitrag von Almaric »

Hmm, mal wieder leicht vom Thema abgedriftet. Wie so oft und wie schon im gesamten Thread merkt man auch hier, dass die Meinungen und Bedürfnisse sehr weit auseinander gehen. Der Eine ist mit 20 Pötten Dosensuppe autark, der Andere nimmt halt ne extra Kühltruhe für seine Wagyu Fleischlappen, nen Grill, Smoker und 2m Außenküche mit :mrgreen:

Was ich daraus grundsätzliche mitnehme: Um sich zumindest einigermaßen gesund und nicht nur von unkaputtbarem Fastfood zu ernähren braucht es genügend geeignete Kühlkapazitäten und Stauraum im Auto wenn man abseits der Menschheit in der Pampa jeden Tag was Hausgemachtes zaubern möchte für 2 Wochen oder so. Das braucht Platz und Strom (Kühlung) und es kommt auch Gewicht zusammen was man einplanen sollte. Im Expeditions-LKW wohl kein Problem, im Landrover schon. Beim Sprinter hätte man in den meisten Fällen die Möglichkeit, man muss sich nur vorher Gedanken darüber machen und dementsprechend bauen (lassen).

Edit: Meine Lieblingsgyrosbude hier in Deutschland macht ihre Fleischspieße komplett selbst, weil denen das Fertigzeug zu minderwertig und trocken ist. Das gilt auch für Zaziki und den Großteil der Salate.
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Re: Was macht ein Reisemobil eigentlich autark?

#223 

Beitrag von mpetrus »

Almaric hat geschrieben: 30 Mär 2026 15:20 Der Eine ist mit 20 Pötten Dosensuppe autark, :mrgreen:
Na klar:
Erbsen- Bohnen- Zwiebel- und Kohlsuppe = Erhöhung der "Gas Autarkie"

Außerdem:
Echte Camper haben Miracoli Spagetti Bolognese, Maggi Dosen Ravioli, Tulip Frühstücksfleisch, Milkana Schmelzkäse Ecken immer dabei. Wurde einem als Baby so von den Eltern in die "Camperwiege" gelegt.
Alles Produkte ohne Kühlung Haltbar, war früher das "A und O" bei den autark Zeltcamper.

Also vor dem Urlaub ging es zum "Albrecht" bzw. "Handelshof". Geschäfte die damals nur Dauerwaren ohne Kühlung verkauften.

Camping Gaz Kocher, Petroleum Lampe, 10l Wasserkanister, Spaten fertig war der Camper.
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Almaric (31 Mär 2026 16:36)
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Re: Was macht ein Reisemobil eigentlich autark?

#224 

Beitrag von dietmardd »

Da wir eine Doppelinduktionskochplatte haben, geht die Essenszubereitung auch recht schnell - je nach Gericht ca. 45 Minuten. Der Weg in die Gaststätte und zurück und die Wartezeiten dort sind viel länger.
Bei uns gibt es nur sehr selten Büchsennahrung, höchstens mal bei einer Pause einer Autobahnfahrt. Ausnahme: Königsberger Klopse und seltener Chilli con Carne.

Im Gegensatz zu oft minderwertigen Fleisch in Gasstätten, kaufen wir in der Regel Edelfleisch und Edelfisch. Gerade in Spanien gibt es in vielen Kaufhallen sehr lange Fischtheken mit frischen Fisch. Wir essen oft Heibutt, Steinbutt und Bacalao. Bei Bacalao schreibt z.B. die Google-KI, dass Bacalao Stockfisch oder eingesalzener Kabeljau wäre, aber davon wissen die Spanier nichts, denn dort war Bacalao in den Kaufhallen Frischfisch und in kleineren Geschäften gefroren.

Obwohl wir nur edle Zutaten verwenden, kostet uns ein selbstgekochtes Gericht nur ca. 25 ... 30 % eines Gerichtes in der Gaststätte mit deren oft minderwertigen Fleisch und Fisch.

Wenn wir z.B. in Schweden wandern und z.B. auf "Naturcamping" - Plätzen übernachten, gibt es in der Regel weit und breit keine Gaststätte bzw. man muss etliche km für jedes Essen anfahren. Kulinarische Autarkie bedeutet ja nicht, daß wir nur Büchsennahrung und Paste essen. Aber für einige Tage sind wir, wenn erforderlich, autark.

Übrigens haben wir nichts gegen Feinfrost, nur solche Formen mit hochverarbeitetem Inhalt. Viele Gemüsesorten und -mischungen sind OK. Fisch eignet sich auch nicht so gut für Feinfrost, da gefrorener Fisch später beim Braten schnell auseinander fällt. Unser Tiefkühlfach ist mit 39 l recht üppig.
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Re: Was macht ein Reisemobil eigentlich autark?

#225 

Beitrag von dietmardd »

Übrigens gab es z.B. in Schottland so gut wie keine richtigen Speisegaststätten, höchstens mal einen Pakistaner und das Kaufhallenangebot in z.B. Kleinstädten war sehr dürftig bzw. nicht vorhanden. Wir haben uns gewundert, wie die Schotten satt wurden. Es gab auch kaum frisches Obst und Gemüse, sondern überwiegend Läden mit ausschließlich Gefrosteten und Mittag- und Abendessen als Take Away, also zu Mitnehmen. Da muss man eben daraus etwas zaubern.
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