Gewinneinbruch 2025 bei Mercedes

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Kurier66
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Re: Gewinneinbruch 2025 bei Mercedes

#31 

Beitrag von Kurier66 »

mpetrus hat geschrieben: 12 Feb 2026 22:46
Ich weiß nicht wie Alt du bist, aber schau mal Mitte der 70er oder 80er Jahre zurück. Da gab es noch keine "Linksgrüne".
Da gab es auch schon "Bürokratie" und teure Energiekosten. Wobei die Herstellung für Strom heute sehr viel billiger als früher ist, nur der "Verkaufspreis" ist anders.
Auch gab es sehr viele Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger.
Alt genug bin ich schon, nur hab ich die 70er und 80er im Arbeiter und Bauernstaat erlebt und dahin, glaube mir, möchte ich auf keinen Fall zurück obwohl sich hier vieles schon in diese Richtung bewegt. :D
Viele Grüße, Micha

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Re: Gewinneinbruch 2025 bei Mercedes

#32 

Beitrag von farnham »

Kurier66 hat geschrieben: 13 Feb 2026 14:19
farnham hat geschrieben: 13 Feb 2026 09:20 Hat eigentlich nochmal jemand was von @Kurier66 gehört? :D
Warum, was willst du? Ich hab gestern Abend um 22.00 Uhr meinen letzten Beitrag geschrieben, denkst du ich sitze die ganze Zeit am PC vor dem Sprinterforum. :roll: Solche Sprüche kannst du dir sparen.
Sorry für das Missverständnis - die Anmerkung war auf die "Tür" bezogen und es war ja schließlich schon deutlich nach 06:00 des Folgetages ;-) . War nicht bös gemeint und ich glaube in dieser Sache sind wir absolut einer Meinung. Niemand verabscheut Abschreckungsmaßnahmen der Exekutiven gegen unliebsame Meinungsäußerungen mehr als ich.
MobilLoewe hat geschrieben: 13 Feb 2026 09:53 Kapitalismus ist definiert durch Privateigentum Gewinnorientierung auf allen zugänglichen Märkten. All das existiert weiterhin, auch bei hoher Staatsquote.
Vor mir auf dem Tisch steht gerade eine Packung Fruchtsaft, auf der ganz groß "MANGO Juice" geschrieben steht. Schaue ich auf das Kleingedruckte, sind gerade mal 14% Mangoanteil drin. So ähnlich kommt mir diese Argumention auch vor.
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Re: Gewinneinbruch 2025 bei Mercedes

#33 

Beitrag von Kühltaxi »

Zulieferer ist ja nicht gleich Zulieferer bezüglich Abhängigkeit. Der wahrscheinlich wichtigste Zulieferer, Bosch, ist ja absolut auf Augenhöhe mit jedem großen Autokonzern und wird sich wohl zu nix erpressen lassen. Sie könnten sogar selbst Hersteller von E-Autos werden wenn sie wollten.
Dann hätten wir auch noch Rheinmetall die laut Aussage des Führers bei meiner zweiten Werksbesichtigung in Düsseldorf denen die Bleche liefern weil sie ein Preßwerk in der Nähe haben und Mercedes nicht, die kriegen wohl heute auch locker anderweitig ihr Preßwerk ausgelastet. :mrgreen:
Ich war dabei:

SprinterTreffen: 2010, 2018
Weihnachtstreffen Lauf: 2007, 2008, 2010, 2012, 2013, 2014
Treffen in Bonn: 2007
Werksbesichtigung Düsseldorf: 2008, 2013
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Re: Gewinneinbruch 2025 bei Mercedes

#34 

Beitrag von Kühltaxi »

MobilLoewe hat geschrieben: 13 Feb 2026 08:01 Sprinter fahren – was sonst? :lol:
Ollen C 270 CDI. :lol:
Ich gucke immer mal nach einem perfekten Mopf davon, die sind extrem rar.
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Re: Gewinneinbruch 2025 bei Mercedes

#35 

Beitrag von mpetrus »

Um mal wieder zu dem Automobil Sektor zu kommen.

Die Elektromobilität bzw. deren Anfänge, gibt es ja schon min. 10 Jahre. Denkt nur mal an das Tesla Werk in Brandenburg, wo der erste Spatenstich 2020 war. Davor musste ein Geschäftsmann und Investor ja gerechnet und geplant haben ob sich diese Investitionen lohnen und Zukunftsfähig sind. Opel gab sehr früh die Richtung "wir werden elektrisch" auf den Betriebsversammlungen aus. In Getriebewerke, Motorenwerke und den Schmiedebereiche wurde kein Geld mehr investiert und nur noch Erhaltung gemacht. Für das Werk in Kaiserlautern hatte man Planungen dies zu einem Batteriewerk umzubauen, ist aber vor kurzem wieder abgesagt worden.
Die Automobilindustrie wollte den Wandel, leider wollten aber die Kommunen, Stromerzeuger und Netzbetreiber die erforderliche Ladestruktur nicht herstellen. Ob aus Geldmangel oder politischer Überzeugung kann ich nicht sagen. So wurde das E.-Auto "hintenrum" boykottiert.
Ich kann mir auch kein E.-Auto kaufen, weil ich daheim das Auto nicht auf dem Parkplatz laden kann. Mit 220V und 16A kann man das ja vergessen. Ich hatte beim Netzbetreiber in meiner Gemeinde nachgefragt was ich bezahlen muss wenn ich eine Ladestation in die Garage haben möchte. Antwort: Wir müssen vom Hauptverteiler über 500m ein Kabel, entsprechend eines Hausanschlusses verlegen, kostet 50.000€. Da die "extra" Stromversorgung nicht in dem Netzplan/Bebauungsplan vorgesehen war. Ich habe auch keine Lust am Supermarkt min. 1,5 Stunden zu warten bis der Akku vom Auto wieder geladen ist. Gut bei den modernen Fahrzeug kann das schneller gehen, aber nur wenn auch die Netzleistung das erlaubt.

Die ehrliche Argumente kontra E.-Auto ist die Infrastruktur die in Deutschland nicht erzeugt wird. Wir bekommen es ja nicht mal hin den Windstrom von der Nordsee nach Bayern zu befördern.
Da hat RWE, E.On usw. ganze Lobbyarbeit betrieben um ihre Gaskraftwerke weiter betreiben zu können. Unsere aktuelle Wirtschaftsministerin ist die erste offizielle Gas Lobbyistin mit Ministerposten.

Ja, unsere Politik hat sich der Lobbyisten der Autoindustrie immer und immer wieder verbiegen lassen. Angefangen das man LPG Umbauten gefördert, dann die Abwrackprämie für unter Euro4 Fahrzeuge, dann Dieselförderung mit 180 Graddrehung (VW Dieselskandal) zu den Benziner. Das Geschäft lief also für die "Autobosse" immer gut. Jetzt wo die E.-Autoblase für die deutsche Automobil Industrie geplatzt ist, versucht man sein Heil wieder beim Verbrenner. Nur drücken die Chinesen nun sowohl mit Verbrenner als auch mit E.-Fahrzeuge auf den Markt und die Käufer greifen da zu, weil die Fahrzeuge gut und bezahlbar sind.
Demnach werden die E.-Autos, über kurz oder lang, das Fahrzeug der Zukunft werden. Denn sowohl die Ladezeit, als auch die Anzahl von Ladesäulen werden ja jetzt doch etwas besser. Von der Reichweite mal ganz abgesehen.

Um mal die Propagandasprüche zu bedienen.
"Vorwärts immer, Rückwärts nimmer" oder, "Stillstand ist Rückschritt", zeigt wohl das nur die Unternehmen eine Zukunft haben, die in ihre Unternehmen investieren und innovativ bleiben.
Anstatt auf Aktienkurse, Boni und Dividende, bzw. staatliche Subventionen zu schauen. Wo wir wieder beim Kapitalismus sind.

Was die freie Meinungsäußerung anbelangt:
Ich glaube wir sind uns einig, das alles was sachlich und fundierte Argumentation anbelangt von jedem akzeptiert wird. Da werden keine Türen eingetreten, oder die Personen diffamiert.
Wer allerdings nur "Stammtisch" Sprüche kloppt, ein "Dampfplauderer", oder "Trump eigene Faktenschwätzer" ist, wird schnell enttarnt und bekommt natürlich seine "Breitseite" ab.
Fakten lassen sich heute, dank Internet, schnell überprüfen. Leider lassen sich dank Internet auch genauso schnell "Lügen" verbreiten.
Von da her, braucht keiner in Deutschland Angst haben seine Meinung zu sagen. Solange diese sachlich Nachvollziehbar ist.
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Grüße Michael
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Re: Gewinneinbruch 2025 bei Mercedes

#36 

Beitrag von mpetrus »

Kühltaxi hat geschrieben: 13 Feb 2026 17:23 Zulieferer ist ja nicht gleich Zulieferer bezüglich Abhängigkeit. Der wahrscheinlich wichtigste Zulieferer, Bosch, ist ja absolut auf Augenhöhe mit jedem großen Autokonzern und wird sich wohl zu nix erpressen lassen. Sie könnten sogar selbst Hersteller von E-Autos werden wenn sie wollten.
Dann hätten wir auch noch Rheinmetall die laut Aussage des Führers bei meiner zweiten Werksbesichtigung in Düsseldorf denen die Bleche liefern weil sie ein Preßwerk in der Nähe haben und Mercedes nicht, die kriegen wohl heute auch locker anderweitig ihr Preßwerk ausgelastet. :mrgreen:
Bosch fertigt aber auch nicht mehr selbst und gibt Aufträge an kleine (Mittelständische) Lohnfertiger weiter.
Die werden genauso erpresst wie der Hersteller der Scheinwerfer, Kunststoffteile oder andere Bauteile.
Wie sonnst kann Bosch so schnell Auftragsverluste (Diesel Bauteile, Steuergeräte usw.) kompensieren?
Die kleinen externen "Lohndrehereien", "Gießereien" usw. bekommen keine Aufträge mehr und gehen kaputt.
Bosch als Stiftungsunternehmen lebt weiter.
Grüße Michael
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Re: Gewinneinbruch 2025 bei Mercedes

#37 

Beitrag von Kurier66 »

farnham hat geschrieben: 13 Feb 2026 14:45 Sorry für das Missverständnis - die Anmerkung war auf die "Tür" bezogen und es war ja schließlich schon deutlich nach 06:00 des Folgetages ;-) . War nicht bös gemeint und ich glaube in dieser Sache sind wir absolut einer Meinung. Niemand verabscheut Abschreckungsmaßnahmen der Exekutiven gegen unliebsame Meinungsäußerungen mehr als ich.
In Ordnung, dann sorry für mein Gemecker. :mrgreen:
Viele Grüße, Micha

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Re: Gewinneinbruch 2025 bei Mercedes

#38 

Beitrag von MobilLoewe »

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mpetrus hat geschrieben: 13 Feb 2026 18:33 Um mal wieder zu dem Automobil Sektor zu kommen.

Die Elektromobilität bzw. deren Anfänge, gibt es ja schon min. 10 Jahre.
Nicht mangelnde Technik, sondern Kosten, Infrastruktur, politische Unsicherheit und Verbrenner Gewohnheiten bremsen die Elektromobilität in Deutschland. Schaut man nach Norwegen, dort hat sich das Elektroauto durchgesetzt, dank "Planwirtschaft" der dortigen Regierung. Der Vorteil allerdings dort, etwa 90–95% des Stroms stammen aus Wasserkraft. In Deutschland fehlt m.E. der politische Wille Elektroautos konsequent zu fördern, wie Ladeinfrastruktur und damit die Nutzerfreundlichkeit.

Gruß Bernd
PS. Unser Zweitwägelchen ist seit bald 3 1/2 Jahren ein Fiat 500e Cabrio, wird ausschließlich über 230 Volt geladen, dauert halt, ist aber für unser Nutzungsprofil planbar. Das fahren damit macht Mega Spaß. :wink:
Hymer ML-T 570 auf Sprinter 907 4-Matic, 10,25″ MBUX, 9-G-Tronic, OM654 mit 190 PS, Assistenten fast volle Hütte.

Davor Hymer B-MCT 600, ML-T 580 V6 4x4 und zwischendurch kurze Zeit GCS 700 4-Matic, Sprinter seit 1999.
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Re: Gewinneinbruch 2025 bei Mercedes

#39 

Beitrag von v-dulli »

MobilLoewe hat geschrieben: 13 Feb 2026 22:31
mpetrus hat geschrieben: 13 Feb 2026 18:33 Um mal wieder zu dem Automobil Sektor zu kommen.

Die Elektromobilität bzw. deren Anfänge, gibt es ja schon min. 10 Jahre.
Nicht mangelnde Technik, sondern Kosten, Infrastruktur, politische Unsicherheit und Verbrenner Gewohnheiten bremsen die Elektromobilität in Deutschland. Schaut man nach Norwegen, dort hat sich das Elektroauto durchgesetzt, dank "Planwirtschaft" der dortigen Regierung. Der Vorteil allerdings dort, etwa 90–95% des Stroms stammen aus Wasserkraft. In Deutschland fehlt m.E. der politische Wille Elektroautos konsequent zu fördern, wie Ladeinfrastruktur und damit die Nutzerfreundlichkeit.

Gruß Bernd
PS. Unser Zweitwägelchen ist seit bald 3 1/2 Jahren ein Fiat 500e Cabrio, wird ausschließlich über 230 Volt geladen, dauert halt, ist aber für unser Nutzungsprofil planbar. Das fahren damit macht Mega Spaß. :wink:
Die Norwegische Regierung hat ja auch , zuerst, dafür gesorgt dass man Strom in Überfluß hat und dazu auch die nötige Infrastruktur aufgebaut um diesen Strom auch nutzen zu können und das steht im Gegensatz zu Deutschland.
Dazu kommt dass Norwegen nur einen Bruchteil unserer zugelassenen Fahrzeuge hat, auch weil dort der ÖPNV funktioniert, sogar im Winter.
In Norwegen fahren sogar die Fähren zunehmend elektrisch.
Dort würde ich auch elektrisch fahren und heizen.

Unser Staat baut aber lieber auf das betreute Denken und lässt sich von Denkfabriken leiten.
Gruß aus OWL
v-dulli (Helmut)
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