Was macht ein Reisemobil eigentlich autark?

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mpetrus
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Re: Was macht ein Reisemobil eigentlich autark?

#181 

Beitrag von mpetrus »

Almaric hat geschrieben: 03 Feb 2026 03:56 Papier kommt bei mir in einen kleinen Mülleimer und die Tüte damit kommt dann mit in die große Mülltüte und ab in die Tonne.
Wie heißt es so schön: "Die Menge macht den Unterschied."

Genau das beschrieb ja der Camper in seinen Leserbrief. Es gibt wohl zu viel Camper mit TTT, die ihre großen Mülltüten dort entsorgen. Die machen auf den CP ein Zwischenstopp um alle Arten des Müll (Hausmüll plus "Kackbeutel") zu entsorgen. Da kann schnell die Infrastruktur des CP überfordert sein. Zumal ja die Entsorgungskosten für "Gewerbeabfälle", darunter fällt der Restmüll auf CP, nicht billig ist. Wenn dann der CP nur für eine Nacht und zur Nutzung von Waschmaschine, Frisch/Abwasser, Hausputz/Reinigung des WoMo genutzt wird, müssen die Urlaubscamper im Verhältnis diese Kosten mit bezahlen. Die Mischkalkulation muss ja stimmen.


Genau wie das pinkeln/kacken im Wald.
Einmal macht evtl. nichts, aber auf den Autobahnparkplätze ist das einfach zu viel.
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Re: Was macht ein Reisemobil eigentlich autark?

#182 

Beitrag von JoachimG »

[/quote]

Wie heißt es so schön: "Die Menge macht den Unterschied."

Genau das beschrieb ja der Camper in seinen Leserbrief. Es gibt wohl zu viel Camper mit TTT, die ihre großen Mülltüten dort entsorgen. Die machen auf den CP ein Zwischenstopp um alle Arten des Müll (Hausmüll plus "Kackbeutel") zu entsorgen. Da kann schnell die Infrastruktur des CP überfordert sein. Zumal ja die Entsorgungskosten für "Gewerbeabfälle", darunter fällt der Restmüll auf CP, nicht billig ist. Wenn dann der CP nur für eine Nacht und zur Nutzung von Waschmaschine, Frisch/Abwasser, Hausputz/Reinigung des WoMo genutzt wird, müssen die Urlaubscamper im Verhältnis diese Kosten mit bezahlen. Die Mischkalkulation muss ja stimmen
[/quote]

Volle Zustimmung, mit und ohne TTT ist das ein Thema, denn die Mischkalkultion sieht dann oft so aus. Erste Nacht auf dem CP sehr teuer zur Abwehr der "Entsorger". Auch teuer für diejenigen die sich "normal vernüftig" verhalten.
Habe die "Entsorger" schon an der CP Rezeptionen lautstark lamentieren gehört, genau mit der Ansage doch nur Entsorgen zu wollen. Sind dann in der Regel weitergefahren, wohin auch immer zum Entsorgen.
Schönen Gruß
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Re: Was macht ein Reisemobil eigentlich autark?

#183 

Beitrag von v-dulli »

Für eine Nacht fahre ich nicht auf den CP. Es gibt auch außerhalb legale Möglichkeiten der Ver- und Entsorgung und wenn mir, alle etwa 3 Tage, auf einen CP oder SP müssen, bleiben wir meistens 2 bis 3 Nächte und schauen und in Ruhe die Gegend an, und wenn es nur eine Wanderung ist. Der Zustand der Parkplätze, besonders in D, ist zum großen Teil einfach nur zum k....., wobei daran nicht nur die Camper Schuld sind. Sofern überhaupt Toiletten auf diesen Parkplätzen sind, sind die, wenn überhaupt offen, nicht selten in einem ekelhaften Zustand.
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Re: Was macht ein Reisemobil eigentlich autark?

#184 

Beitrag von Almaric »

mpetrus hat geschrieben: 03 Feb 2026 09:50
Almaric hat geschrieben: 03 Feb 2026 03:56 Papier kommt bei mir in einen kleinen Mülleimer und die Tüte damit kommt dann mit in die große Mülltüte und ab in die Tonne.
Wie heißt es so schön: "Die Menge macht den Unterschied."
Die Menge ist ein kleiner 5l Müllbeutel der alle 2-3 Wochen entsorgt wird - manchmal ist er noch nichtmal voll. Da ich zu 99% auf Raststätten und Autobahnparkplätzen übernachte, entsorge ich da auch oft meinen Müll, ansonsten halt einfach zu Hause - mein sonstiger Müllbeutel hat 15l und der reicht ca. für ne Woche. Wenn du den Klo-Müllbeutel zusammendrückst ist der vielleicht Faustgroß. Und ich nutze 3 oder 4 lagiges Papier von zu Hause, muss man nur passend falten beim reinwerfen, dann gibts auch hier keine Probleme mit Geruch oder Geschmiere oder sonstwas.
Achso, noch am Rande: Ich bin fett und hab nen dicken Hintern. Auch hier kommt mir der selbstgeschnitzte Trennkübel mit Klobrille in Haushaltsgröße von der Form, Größe und Stabilität sehr entgegen. Seit ich das Ding im Auto habe war ich nicht mehr auf öffentlichen Toiletten...warum auch. Ist viel gemütlicher und vor allem sauberer "zu Hause" :wink: Ich denke viel weniger Wasser kann man nicht verbrauchen, was mir unterwegs sehr entgegen kommt. Und auch der Plastikmüll hält sich mit den Müllbeuteln sehr in Grenzen - das mag ich z.B. nicht an diesen Einschweißdingern. Aber wie gesagt, Jeder wie er mag. Wer mit seinem Chemiekübel, Zerhacker, Verbrenner, Einschweißer, wassergeführtem Luxusporzellan-Thron,....glücklich ist soll das bitte sein.

Und was die Geruchsabsaugung direkt in der Schüssel angeht ist die so gut, dass ich die am liebsten auch zu Hause hätte. Kann man sich das Fenster öffnen auch noch sparen. Wenn natürlich dann draussen direkt vor dem Abzug Jemand steht und Schnappatmung bekommt hat er eben Pech gehabt :mrgreen:
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Re: Was macht ein Reisemobil eigentlich autark?

#185 

Beitrag von mpetrus »

v-dulli hat geschrieben: 03 Feb 2026 11:53 Für eine Nacht fahre ich nicht auf den CP. Es gibt auch außerhalb legale Möglichkeiten der Ver- und Entsorgung und wenn mir, alle etwa 3 Tage, auf einen CP oder SP müssen, bleiben wir meistens 2 bis 3 Nächte und schauen und in Ruhe die Gegend an, und wenn es nur eine Wanderung ist. Der Zustand der Parkplätze, besonders in D, ist zum großen Teil einfach nur zum k....., wobei daran nicht nur die Camper Schuld sind. Sofern überhaupt Toiletten auf diesen Parkplätzen sind, sind die, wenn überhaupt offen, nicht selten in einem ekelhaften Zustand.
Wir übernachten sehr selten auf öffentliche Parkplätze, aber es kommt schon mal vor.
Wir suchen dank der vielen Stellplatzinformationen bei Google Maps, oder POI im Navi entsprechende Stell/Campingplätze und fahren diese an.

Ja, viele Stellplätze haben eine Grundversorgung mit V/E, Strom und auch Müll. Aber man erkennt auch hier die Preissteigerungen, da die Kosten für die Betreiber steigen.
Beim Müll stehen da eher "kleine Wanderparkplatz" Körbe. Also sind diese für eine Entsorgung von gesammelten Müll über mehrere Tage nicht ausgelegt.
JoachimG hat geschrieben: 03 Feb 2026 11:43
Volle Zustimmung, mit und ohne TTT ist das ein Thema, denn die Mischkalkultion sieht dann oft so aus. Erste Nacht auf dem CP sehr teuer zur Abwehr der "Entsorger". Auch teuer für diejenigen die sich "normal vernüftig" verhalten.
Habe die "Entsorger" schon an der CP Rezeptionen lautstark lamentieren gehört, genau mit der Ansage doch nur Entsorgen zu wollen. Sind dann in der Regel weitergefahren, wohin auch immer zum Entsorgen.
Schönen Gruß
Joachim
Das haben wir in Spanien/Portugal auch schon erlebt. Da fahren die "Life Camper" nach mehreren Tagen, autarkes stehen am Strand, die Campingplätze für eine Nacht an.
Da wird dann ausgiebig Körperhygiene in der warmen Dusche genossen, die Wäsche wird im Handwaschbecken gewaschen, das Geschirr und Töpfe mal richtig mit Heißwasser gespült.
Das WoMo ausgekehrt und der Müll entsorgt. Wasser und auch warmes Wasser (durch Solarthermie) ist in Spanien noch relativ günstig gewesen. Abwässer wurden durch den Kanal weit ins Meer entsorgt.
Jetzt haben die Betreiber auch wegen der Trinkwasserknappheit ihre Probleme mit den Kosten. Also wird das System eingeführt wo man für jede Wasserentnahme eine Guthabenkarte benötigt, Duschmarken für 5min. Wasser, oder eben die 1. Nacht teurer ist.
Was die CP Betreiber noch nicht nach "Verbrauch" abrechnen können, ist die Entsorgung vom Müll. Wenn da die Gäste eben mehr als den täglich anfallenden Müll entsorgen, sondern den über Tage gesammelten,
bekommen die ein Problem. Da hilft es auch nicht wenn mehrere Tonnen für Papier, Plastik, Bio, Restmüll und Glas aufgestellt werden. Die "Life Camper" sortieren den Müll im WoMo nicht und so fliegt alles in den Restmüll. Na ja, die Weinflaschen kommen in den Glasbehälter.
ERGO: Die Kosten für den Restmüll explodieren. Kommen jetzt noch die Abfälle aus den Trenn- und Einschweißtoiletten dazu, erhöht sich der Müllanteil natürlich. Früher ging das ja als flüssiger Abfall durch den Kanal, heute als Feststoffe in die Tonne.

@Almaric
Die Abfallbehälter an den Autobahnen sind für die Kleinabfälle ausgelegt wenn die rastenden Menschen dort ein "Picknick" machen, also "Butterbrotpapier und Tetrapack".
Also für Abfälle die dort direkt vor Ort entstehen und nicht hingebracht werden.
Die Abfallbehälter sind keine Entsorgungsstelle für gesammelten Camperabfall, du entsorgst dein Hausmüll nicht fachgerecht. Wer es ganz pedantisch und kleinlich auslegt, kann dich wegen illegaler Abfallentsorgung anzeigen.
Siehe: https://www.bundesumweltministerium.de/ ... t-national

Man kann also erkennen, das man jede Seite der Medaille betrachten muss.
Das was die einen, auch die Hersteller der Systeme, als saubere Sache im WoMo bezeichnen. Kann dann bei der "einfachen" Entsorgung im Hausmüll zu Probleme führen.
Im Prinzip das gleiche wie beim E-Auto. Das Auto fährt Umweltfreundlich ohne Abgase, aber wie wurde die Strom-Energie für die Reichweite hergestellt?
Die Trenntoilette, oder das Einschweißklo erhöht die Autakerie, aber was passiert bei der Entsorgung?
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Re: Was macht ein Reisemobil eigentlich autark?

#186 

Beitrag von v-dulli »

mpetrus hat geschrieben: 03 Feb 2026 19:53
v-dulli hat geschrieben: 03 Feb 2026 11:53 Für eine Nacht fahre ich nicht auf den CP. Es gibt auch außerhalb legale Möglichkeiten der Ver- und Entsorgung und wenn mir, alle etwa 3 Tage, auf einen CP oder SP müssen, bleiben wir meistens 2 bis 3 Nächte und schauen und in Ruhe die Gegend an, und wenn es nur eine Wanderung ist. Der Zustand der Parkplätze, besonders in D, ist zum großen Teil einfach nur zum k....., wobei daran nicht nur die Camper Schuld sind. Sofern überhaupt Toiletten auf diesen Parkplätzen sind, sind die, wenn überhaupt offen, nicht selten in einem ekelhaften Zustand.
Wir übernachten sehr selten auf öffentliche Parkplätze, aber es kommt schon mal vor.
Wir suchen dank der vielen Stellplatzinformationen bei Google Maps, oder POI im Navi entsprechende Stell/Campingplätze und fahren diese an.
Dann darfst Du aber nicht in den Norden und schon gar nicht nach Lappland oder in das Norwegische Fjel.
Wenn Du dort nur von Platz zu Platz fährst, siehst Du nix.
Ich habe mir den GCS gekauft um überall dort stehen zu können wo es erlaubt ist, das ist meine Freiheit.
Nach 3 Tagen wird ein Ort mit CP, lieber ein SP besucht.
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Re: Was macht ein Reisemobil eigentlich autark?

#187 

Beitrag von mpetrus »

@v-dulli

Die nordische Länder bieten ja schon eine Auswahl an legale Wohnmobil Stellplätze, diese befinden sich dann auch in Google Maps oder als POI in meinem Navi.
Wandern gehört wegen meiner körperlichen Einschränkung nicht zu meinen Aktivitäten.
Ich kann max. 2-3 km auf ebenen Boden "wandern", somit sind die Wanderungen, die du ja auch in deine Reiseberichte beschreibst, leider nicht machbar.
Besichtigungen gehen natürlich schon, im gewissen Rahmen. Aber wir nutzen da eben unsere Fahrräder wenn es keine "Stock und Stein" Pfade sind.

Aber, das hat grundsätzlich nichts mit der Autarkie eines WoMo zu tun. Eher damit wo man sich sicher und willkommen fühlt.
Da es auch in den Skandinavische Länder immer mehr Beschwerden und Anfeindungen über den "Camper" gibt, wollen wir das Risiko ins "Fadenkreuz" zu gelangen, klein halten.
Dann lieber 40€ für einen Campingplatz oder Stellplatz bezahlen, als Nachts unruhig auf einem Parkplatz zu schlafen, auch wenn es dort legal ist.
Wir gehen heute auch lieber ins Restaurant (auch im teuren Norwegen) zum essen, als die Bordküche zu nutzen. Als wir noch mit drei Kinder unterwegs waren, war das noch anders.
Da waren wir mit 2 x 95Ah Bleibatterien, 100l Frischwasser, 90l Abwasser und 2 Kassetten für 3 Tage autark. Wobei auch hier das Klo der "Schwachpunkt" war.
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Re: Was macht ein Reisemobil eigentlich autark?

#188 

Beitrag von Almaric »

mpetrus hat geschrieben: 03 Feb 2026 19:53 @Almaric
Die Abfallbehälter an den Autobahnen sind für die Kleinabfälle ausgelegt wenn die rastenden Menschen dort ein "Picknick" machen, also "Butterbrotpapier und Tetrapack".
Also für Abfälle die dort direkt vor Ort entstehen und nicht hingebracht werden.
Die Abfallbehälter sind keine Entsorgungsstelle für gesammelten Camperabfall, du entsorgst dein Hausmüll nicht fachgerecht. Wer es ganz pedantisch und kleinlich auslegt, kann dich wegen illegaler Abfallentsorgung anzeigen.
Siehe: https://www.bundesumweltministerium.de/ ... t-national
Aha, dann kannst du auch gleich die unzähligen Fernverkehrs-LKWs ebenfalls mit anzeigen die neben mir stehen. Ich kaufe unterwegs ein, futter mein Zeug weg und ensorge den Müll auch oft wieder unterwegs. Das sind weder Berge noch riesige Säcke voll. Meine gefüllten Müllbeutel passen auch durch die kleinen Einwurfschlitze noch durch. Von mir aus können auf den Parkplätzen auch mehrere Tonnen zum Trennen aufgestellt werden. Muss man sich halt umstellen, ist aber auch nicht unmöglich - ging zu Hause ja auch. Oder z.B. 50 Cent Müllgebühr pro Einwurf nehmen, hab ich persönlich auch kein Problem mit. Nur dann kannste auch gleich paar Arbeitslose in Dauerbeschäftigung einstellen, die sich durchs Unterholz wühlen und den stattdessen dort entsorgten Müll einsammeln.

Nach dieser Logik heisst das ich kann mich vollfressen und den direkt produzierten Müll dann vor Ort in der Tonne entsorgen. Das kann ich auch wochenlang jeden Tag machen. Wenn ich den Müll aber ein paar Tage sammel und zusammen entsorge darf ich das nicht... :roll: Gelegentlich mache ich das sogar mal, dass ich das Zeug direkt vor Ort wegschmeiße - dann hält mein kleiner 15l Eimer auch für 2 Wochen. Ich bemühe mich ja schon weitgehend sparsam zu sein, aber irgendwann ist dann auch mal Ende.

Man sollte eher mal den Arschgeigen das Handwerk legen die ihre großen blauen Säcke mit Firmenmüll mit schöner Regelmäßigkeit dort entsorgen. In RE auf nem Autobahnparkplatz wo ich eine Zeit lang regelmäßig immer Sonntag Nacht angekommen bin um dann von dort Montag morgens zu starten habe ich jeden Montag den gleichen Pickup morgens gesehen der große volle blaue Säcke in die Tonnen verteilt hat. Der Typ hat mich sogar mal angesprochen, ob ich ein verdeckter Ermittler wäre, weil er mich auch schon öfter gesehen hat :roll: Aber ne "ist ja alles so teuer, da muss man ja gucken wo man das Zeug los wird"...Glaswolle und was weiss ich - war glaub ich ein Dachdecker. Und Privatleute gibts da auch genug, man findet ja ganze Sofas und Schrankwände manchmal auf den Parkplätzen neben den Tonnen :twisted: Das ist auch nichts anderes wie die Supercamper die ihren Müll überall rumschmeißen und die Landschaft schei...
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Re: Was macht ein Reisemobil eigentlich autark?

#189 

Beitrag von MobilLoewe »

 Themenstarter

Die Diskussion ob und wieviel Reiseabfälle man in die Abfallcontainer der Autobahn Raststätten entsorgt, bringt uns hinsichtlich Autarkie im Reisemobil nicht weiter. :roll:

Gruß Bernd
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Re: Was macht ein Reisemobil eigentlich autark?

#190 

Beitrag von Reisender »

Meine Meinung zum Thema:
Autarkie ist ein Widerspruch in sich. Nicht einmal die Erde ist autark. Wenn ich unser (= mein) Auto anschaue, dann kann ich davon reden, wie lange können wir gut existieren nach dem Befüllen aller Vorräte und dem Entleeren (Entsorgen) aller Abfälle. Die wichtigste Ressource ist Frischwasser. Verdursten ist übel, muss nicht sein. Schaut man die sonstigen Parameter an, dann ist die Frage, ob wir als "Herdentiere" die Abfälle hinter uns fallen lassen oder sie technisch richtig, sprich unserer sog. Zivilisation entsprechend, entsorgt werden. Damit ist nicht der kleine Spaten oder die in irgendeiern Form durchgeführte Trennung aller Abfälle gemeint.
Also es ergibt sich die gleiche Frage wie sie für die IS oder einen "Musikdampfer" oder einen "Touristenbomber" gilt. Ich sehe es so, dass man dann, wenn die Abfallbehälter voll oder die Vorräte zu Ende sind, einen Stellplatz mit VE anfahren muss. Frischwasser aus dem Fluss ist genauso besch.... wie eingeseift in den nächsten Tümpel zu springen und glauben, dass man dann naturnah lebt.
Ich sage immer meine Meinung in aller Deutlichkeit. Mein Wahlspruch in diesem Zusammenhang? 'Viel Feind, viel Ehr'.
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Re: Was macht ein Reisemobil eigentlich autark?

#191 

Beitrag von MobilLoewe »

 Themenstarter

Reisender hat geschrieben: 04 Feb 2026 16:58 Meine Meinung zum Thema:
Autarkie ist ein Widerspruch in sich.
Die reine Lehre... :lol:

Bei Reisemobilen bedeutet Autarkie, wie unabhängig du mit dem Fahrzeug unterwegs sein kannst, also wie lange du ohne externe Versorgung (Strom, Wasser, Campingplatz) auskommst.

Mein Ziel ist es immer, wenn es drauf ankommt, eine Woche autark zu sein, ohne in Not zu geraten. Allerdings ist der eine oder andere externe Toilettengang dabei. Da wir nicht in der Pampa stehen, sind die Toiletten von Restaurants des öfteren willkommen. :wink:

Gruß Bernd
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Re: Was macht ein Reisemobil eigentlich autark?

#192 

Beitrag von mpetrus »

Meine Ausführungen sollten eigentlich zum Ausdruck bringen, das jede Veränderung im Verhalten der Menschen eine Veränderung des Systems erfordert.
Wir haben unser System so aufgebaut, das menschliche Ausscheidungen in eine Toilette kommen und mit Wasserspülung in eine Kläranlage gelangen.
Wenn wir jetzt aber nicht mehr dieses System benutzen und auf TTT oder den Einschweißbeutel umsteigen, müssen wir den Bereich Müllentsorgung neu gestallten.
Also wir benötigen mehr Abfalltonnen um das neue Mehraufkommen des Mülls gerecht zu werden.
Diese Tonnen müssen auch von Dienstleister geleert werden, also Mehraufwand der Logistik.
In Deutschland darf Restmüll nur noch verbrannt werden. Also müssen die Verbrennungsanlagen auch mit den neuen Stoffen klar kommen.
Angefangen mit dem Brennverhalten, über evtl. Schadstoffe die bei der Verbrennung entstehen, bis zur Entsorgung der "Restasche".

Das klingt jetzt evtl. etwas überzogen, aber ich hatte es schon geschrieben.
Der "Mehrmüll" kostet mehr Geld (Entsorgungskosten).
Genau das haben wohl einige Campingplätze festgestellt und die Gebühren entsprechend angepasst.
Wenn dann ein Camper das im Geldbeutel spürt, reagieren diese wiederum empfindlich, wenn ein Camper größere Mengen an Müll entsorgt.


@Almaric
Die LKW Fahrer verhalten sich auch nicht nach Recht und Ordnung, da auf den Rastplätze nur Einhaltung der Lenkzeiten (Ruhezeiten) erlaubt sind.
Das dauerhafte Wohnen im LKW ist nicht erlaubt incl. die Wochenend Pausen, es wird allerdings geduldet.
Dann bringen die LKW Fahrer letztlich keinen Müll auf die Parkplätze, sondern sie erzeugen diesen während ihres Aufenthaltes dort.
Deine anderen Ausführungen zu dem Mülltourismus kommentiere ich nicht weiter. Nur eins: Du hast selbst von dem "Wildentsorger" gesagt bekommen "Müllentsorgung ist teuer", trotzdem war es illegal und eine Straftat. Die Illegale Entsorgung wird vom Steuerzahler also der Allgemeinheit bezahlt, wenn Mitarbeiter diesen wieder einsammeln und ordnungsgemäß entsorgen müssen.
Wenn wir irgendwann auch für die PKW eine Autobahnmaut bezahlen müssen, sollte man mal nachdenken warum der Staat mehr Einnahmen für seine "Dienstleistungen" (z.B. Illegale Müllentsorgung) benötigt.

Der Faden ist ja schon älter und die Frage zur Autarkie wurde ausführlich diskutiert.
Sobald der Camper irgendetwas an Vorräte (von Frischwasser, Lebensmittel, Gas usw.) beschaffen oder entsorgen muss, ist seine Autakie ehh auf nur wenige Tage beschränkt.
Die Zeiten wo man Angst haben muss vor geschlossene Lebensmittelläden, Tankstellen oder V/E Stationen zu stehen, sind ja vorbei.
Wenn man nicht irgendwo in der Wüste sein Camp aufschlagen will.
Es soll Menschen geben, die Zuhause keine Vorräte an Lebensmittel, "Klopapier" usw. haben. Die gehen jeden Tag munter in den Supermarkt und kaufen den Tagesbedarf ein, die sind also nur für ein Tag autark.
Grüße Michael
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Re: Was macht ein Reisemobil eigentlich autark?

#193 

Beitrag von mpetrus »

MobilLoewe hat geschrieben: 04 Feb 2026 17:53
Bei Reisemobilen bedeutet Autarkie, wie unabhängig du mit dem Fahrzeug unterwegs sein kannst, also wie lange du ohne externe Versorgung (Strom, Wasser, Campingplatz) auskommst.

Mein Ziel ist es immer, wenn es drauf ankommt, eine Woche autark zu sein, ohne in Not zu geraten. Allerdings ist der eine oder andere externe Toilettengang dabei. Da wir nicht in der Pampa stehen, sind die Toiletten von Restaurants des öfteren willkommen. :wink:

Gruß Bernd
Dann befüllst du aber dein Frischwassertank nicht gemäß der Bedienungsanleitung des Herstellers.
Da dürfen während der Fahrt nur 20l rein, Stichwort "Fahrtstellung/Befüllung". :wink:
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Re: Was macht ein Reisemobil eigentlich autark?

#194 

Beitrag von Almaric »

mpetrus hat geschrieben: 04 Feb 2026 19:19 Dann bringen die LKW Fahrer letztlich keinen Müll auf die Parkplätze, sondern sie erzeugen diesen während ihres Aufenthaltes dort.
Nur noch mal kurz, aber HÄÄ? Auch LKW-Fahrer kaufen vorher ein paar Vorräte ein und nutzen auch gerne Mülltüten die dann alle paar Tage weggeworfen werden. Manchmal wird es sofort entsorgt, den Rest der Zeit nutzt man eben auch Müllbeutel. Ich mache das nicht anders. Dabei möchte ich auch nochmal betonen, ich bin beruflich auf Montage unterwegs, das ist bei mir kein Camping im eigentlichen Sinn.

Und ob der LKW-Fahrer seine Wochenendruhezeit nun im Auto oder im der Raststätte angegliederten Hotel verbringt, die Restmüllsituation bleibt sich gleich und der wird vor Ort entsorgt.

Aber zum eigentlichen Thema: Autarkie beim Reisemobil wird ein Jeder komplett anders auslegen. Das fängt ja schon mit dem persönlichen Komfort an den man haben möchte. Der Eine muss unbedingt täglich duschen und fährt mit dem 18t Liner und 1200l Wasser vor, der Andere geht alle paar Tage duschen und wäscht sich zwischendrin mit Waschlappen aus einem 20l Kanister o.ä. Aber beide sind dafür 2 Wochen "autark" unterwegs. Und die Meisten tummeln sich wahrscheinlich irgendwo dazwischen. Begrenzt wird man hier vermutlich gar nicht mal unbedingt durch das zur Verfügung stehende Budget, aber durch das Gewicht. Wenn ich an die Campingurlaube in meiner Jugend mit meinen Eltern denke....uih uih. Muttern hat es dank ausgeklügelter Packtechnik auch geschafft den VW-Bus zu überladen - von dem Einachser Wohnwagen dahinter wollen wir besser erst gar nicht reden. Und das wird ja mit größeren Autos erstmal nicht besser - es sei denn man geht auf viel größer, also 10t aufwärts. Die Situation wird sich wahrscheinlich etwas entspannen wenn die 4,25t Regelung kommt. In den letzten Jahren ging der Trend ja eher da hin, immer größere und luxuriösere Wohnmobile zu bauen, die dann irgendwie noch mit dem 3,5t Führerschein bewegt werden dürfen. Wenn ich mir so die Auswahl bei den bekannten Marken ansehe, fehlt mir persönlich da sehr oft der kurze Teilintegrierte, also 5,5-6,5m Gesamtlänge, innen 2m Breite zum quer schlafen und sowas. Also möglichst kompakt. Dann hat man auch wieder 50kg Zuladung mehr...oder so. Aber die für mich ideale Kiste gibts ab Werk sowieso nicht, daher wird es bei mir immer auf einen Selbstausbau hinauslaufen - weil bauen lassen kann ich mir nicht leisten.
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Re: Was macht ein Reisemobil eigentlich autark?

#195 

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mpetrus hat geschrieben: 04 Feb 2026 19:39 Dann befüllst du aber dein Frischwassertank nicht gemäß der Bedienungsanleitung des Herstellers.
Da dürfen während der Fahrt nur 20l rein, Stichwort "Fahrtstellung/Befüllung". :wink:
Das ist keine "Pflicht", sondern eine Option um das Achsgewicht und das zulässige Gesamtgewicht einzuhalten.

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