Ich kann Eurer Argumentation gut folgen. Ich finde es immer super, wenn ich mit wenig Aufwand (und freundlicher Unterstützung) etwas reparieren kann, aber jetzt stimmt das Verhältnis nicht mehr.
Beim nächsten Mucken des Gebläsemotors bestelle ich mir einen neuen; nachdem ich ihn gerade erst einmal wieder eingebaut habe läuft er tadellos...
Hallo,
der Gebläsemotor ist ein Gleichstrom-Permanentmagnet-Bürstenmotor.
Die Permanentmagnete sind an der Innenwand des ca. 8 cm Durchmesser Rohres vom Motor.
Der Strom fließt vom Steckerpin zur Kohle, dort auf ein (2) Rotorsegment, durch eine Sektion der Rotorwicklung, (damit entsteht eine Kraft die den Rotor dreht) , die andere Kohle, zuruck zum anderen Steckerpin.
Oben und unten vom Motorrohr ist je eine diagonale Querstrebe die in der Mitte die Welle gelagert aufnimmt. Das Lager ist aus Sintermaterial. Durch ölen zwischen der Welle und dem Sintermaterial saugt sich das Sintermaterial allmählich voll Öl. Also wenig drauf machen und jeweils mindestens 1 Minute laufen lassen. An das obere Lager kommt man von oben schlecht ran weil das Laufrad drüber sitzt. Ich habe das so gelöst dass ich das nach unten geneigt öle und laufen lasse.
Als Öl nehme ich Balistol, nichts was stinkt, denn der Lüfter bläst den Öldampf später ins Auto.
Den Lüfter fasse ich fest am Motor an, und lass ihn mit 12 V laufen. Nicht erschrecken wenn er anläuft.
Die Kohlen sind auf etwa 300.000 km Dauerlauf ausgelegt.
Viele Grüße,
clubby
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clubby hat geschrieben: 10 Mär 2024 12:57
der Gebläsemotor ist ein Gleichstrom-Permanentmagnet-Bürstenmotor.
Sehr gut erklärt, vielen Dank hierfür. Aber wofür dient dieses Bauteil? Aus den Bildern kann ich keinen Zweck erkennen, nur das dies vermutlich kein Kohlhalter oder ähnliches ist. Aus der Drahtstärke entnehme ich, dass hier ordentlich Strom fließt, aber dieses Bauteil rotiert nicht. Hast du eine Erklärung?
Für (Folge-) Schäden aller Art übernehme ich keine Haftung. Alle einschlägigen (Sicherheits-) Vorschriften sind zu beachten. Im Zweifelsfalle grundsätzlich einen Fachmann fragen bzw. die Arbeiten von einer Fachfirma ausführen lassen.
Hallo,
oben sieht man die Verbindung zum Kupfergeflecht, das weiter zur Kohle geht.
Weiter runter sind mit Klarlack isolierte Windungen. Unten, man sieht es auf dem Bild nicht, ist wohl eine Verbindung zu einem Pin vom Anschlussstecker.
Der Windenturm dient vermutlich zur Kühlung der Leitung. Denn, der Rotor läuft mit bis zu knapp 4000 U/min, die Kohlen reiben da drauf und sind zudem noch stromdurchflossen, das wird sehr heiß. Es gibt einen Bürstenluftstrom zur Kühlung, angetrieben vom Laufrad und ausgeformt im Kunststoff-Motorhalter. Damit der Anschlusstecker nicht heiß wird ist wohl der Windenturm zur weiteren Kühlung da.
Gruß,
clubby
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Hallo,
mir ist nicht bekannt wozu der Windenturm genau da ist. Sieht aus wie eine Spule, also ein induktiver Widerstand, der evtl. dazu da ist die harten Kommutatorschaltungen soweit zu ebnen dass sie EMV-verträglich sind.