Ich habe einen Kollegen beglückwünscht zum Sprinterfahrerkreis zu gehören. Er war sehr glücklich einen Job als Kurierfahrer gefunden zu haben und mit einem Sprinter nachts durch die Gegend zu fahren. Sein Glück dauerte aber nur 2 Wochen, da nach dieser Zeit sein Arbeitgeber ihm einen Arbeitsvertag in die Hand drückte den er unterschreiben sollte. Die Kopie dieses Vertages habe ich in der Hand, und mir wurde klar was die Kurierfahrer durchmachen müssen (auch wenn das nicht die Regel sein muss).Ein paar Auszüge aus dem Vertrag wollte ich euch nicht vorenthalten, z.B.:
"der Arbeitnehmer erhält einen Stundenlohn von brutto 5,47 Euro; die durchschnittliche Arbeitzeit beträgt ca.45 Stunden wöchentlich; Urlaub 24 Werktage aber erstmalig nach 6 monatigen bestehen des Arbeitsverhältnisses, und ist verpflichtet seine jeweilige Urlaubsanschrift mitzuteilen; Für die Zeit des Erholungsurlaub wird eine Vergütung von 50% der bis dahin durchschnittlich erbrachten Vergütung geleistet.; 6 Monate Probezeit;
für den Fall der schuldhaften Nicht-oder verspäteten Aufnahme seiner Arbeit ist eine Vertragsstrafe in Höhe eines Bruttomonatsverdienstes an den Arbeitsgeber zu zahlen; für die von ihm verursachten Schäden (Unfall) ist eine Strafe von 1500 Euro an den Arbeitsgeber zu zahlen"
Das war nur ein Auszug aus dem Mistvertrag der wahrscheinlich sowieso keine rechtliche Geltung hat, und den er nicht unterschrieben hat (dann machen das andere),
machte es mir aber deutlich klar wie arm dran die vielen Kurierfahrer sind. Nach Aussagen des Arbeitgebers soll es sich um einen üblichen Kurierfahrer-Arbeitsvertrag handeln.
Dann Gute Nacht.
Kurierfahrer
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Re: Kurierfahrer
Tach,
und bei LKW und Bus-Fahrern sieht es nicht anders aus.
Hab schon mitbekommen dass sich Busse von Busunternehmen unterwegs treffen um die Fahrer zu tauschen... Somit kann ein Fahrer in einem Bus 8 h fahren und dann im anderen Bus am gleichen Tag nochmal 8 h... Ich hoffe das ist die Ausnahme.
Aber das schlimmste ist das es in diesem Staat soviel Arbeitslose gibt und jeden Tag ein dummer aufsteht und das unterschreibt.
und bei LKW und Bus-Fahrern sieht es nicht anders aus.
Hab schon mitbekommen dass sich Busse von Busunternehmen unterwegs treffen um die Fahrer zu tauschen... Somit kann ein Fahrer in einem Bus 8 h fahren und dann im anderen Bus am gleichen Tag nochmal 8 h... Ich hoffe das ist die Ausnahme.
Aber das schlimmste ist das es in diesem Staat soviel Arbeitslose gibt und jeden Tag ein dummer aufsteht und das unterschreibt.
Tschau Ludo19 / frank
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Disc316
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Re: Kurierfahrer
Hallo,
habe mir die Konditionen jetzt mal angesehen:
* 45 Wochenstunden erlaubt
* 24 Werktage Urlaub legal gemäß BUrlG. AG kann vereinbaren, daß in Probezeit kein Urlaub genommen werden kann, jedoch entsteht der Anspruch trotzdem
* Urlaubsanschrift mitteilen ist OK (z.B. wichtig für Thema Kündigung - muß AG zustellen können, auch im Urlaub)
* Urlaubs-Entgelt darf m.E. nicht niedriger als normales Entgelt sein
* Vertragsstrafe ist OK
* Unfall-Strafe: kommt auf Formulierung an ... wenn "bei Vorsatz", dann OK
Was ich allerdings happig finde ist der Stundenlohn von 5,47 €. Der ist ja schon extrem niedrig, aber da der AG vermutlich nicht an einen Tarifvertrag (ja, auch in diesem Gewerbe gibt es einen) gebunden ist kann er leider in einem ziemlich weiten Rahmen machen was er will.
Generell würde ich mal schauen, ob der Vertrag eine Salvatorische Klausel enthält. Wenn nicht, dann hat man vor Gericht aber wirklich allerbeste Aussichten, daß man da mit einer Abfindung und der AG mit einer fetten Strafe rauskommt.
Vor allem wenn noch Dinge wie Lenkzeitenüberschreitung, Überladung, etc. dazukommen. Hierzu sollte man sich aber unbedingt Fahrtenschreiberkarten, etc. kopieren und gut aufheben.
Deinen Kumpel kann man übrigens nur beglückwünschen, daß er diesen "tollen" Vertrag nicht unterschrieben hat.
@Ludo: Tja, es ist nun leider so, wie Du das schreibst. Derzeit können die AG leider so gut wie alles anstellen, da sich aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit immer ein "Dummer" findet, der das Geld unbedingt braucht und den Job eine Weile macht, bis dann eben der nächste Dumme kommt
Noch was zum Thema: Die obigen Infos stammen nicht von mir sondern von meiner besseren Hälfte, die sich mit dem Thema bissl auskennt.
Gruß Dietmar
habe mir die Konditionen jetzt mal angesehen:
* 45 Wochenstunden erlaubt
* 24 Werktage Urlaub legal gemäß BUrlG. AG kann vereinbaren, daß in Probezeit kein Urlaub genommen werden kann, jedoch entsteht der Anspruch trotzdem
* Urlaubsanschrift mitteilen ist OK (z.B. wichtig für Thema Kündigung - muß AG zustellen können, auch im Urlaub)
* Urlaubs-Entgelt darf m.E. nicht niedriger als normales Entgelt sein
* Vertragsstrafe ist OK
* Unfall-Strafe: kommt auf Formulierung an ... wenn "bei Vorsatz", dann OK
Was ich allerdings happig finde ist der Stundenlohn von 5,47 €. Der ist ja schon extrem niedrig, aber da der AG vermutlich nicht an einen Tarifvertrag (ja, auch in diesem Gewerbe gibt es einen) gebunden ist kann er leider in einem ziemlich weiten Rahmen machen was er will.
Generell würde ich mal schauen, ob der Vertrag eine Salvatorische Klausel enthält. Wenn nicht, dann hat man vor Gericht aber wirklich allerbeste Aussichten, daß man da mit einer Abfindung und der AG mit einer fetten Strafe rauskommt.
Vor allem wenn noch Dinge wie Lenkzeitenüberschreitung, Überladung, etc. dazukommen. Hierzu sollte man sich aber unbedingt Fahrtenschreiberkarten, etc. kopieren und gut aufheben.
Deinen Kumpel kann man übrigens nur beglückwünschen, daß er diesen "tollen" Vertrag nicht unterschrieben hat.
@Ludo: Tja, es ist nun leider so, wie Du das schreibst. Derzeit können die AG leider so gut wie alles anstellen, da sich aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit immer ein "Dummer" findet, der das Geld unbedingt braucht und den Job eine Weile macht, bis dann eben der nächste Dumme kommt
Noch was zum Thema: Die obigen Infos stammen nicht von mir sondern von meiner besseren Hälfte, die sich mit dem Thema bissl auskennt.
Gruß Dietmar
Gruß Disc316
__318CDI Mittellang__
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Re: Kurierfahrer
Viele Fahrer behandeln ihr Arbeitsgerät wie den letzten Dreck. Kapitale Motorschäden bei 20tsd km sind keine Ausnahme. Manche Jahreswagen sehen aus, als wären sie 20 Jahre auf dem Balkan gelaufen. Es wundert mich sehr, wie Transportunternehmen die Reparaturen finanzieren können, bei den Preisen. Ich würde heutzutage keinen Fahrer mehr einstellen. Mit meinen Subunternehmern hab ich keine Probleme. Wer seine Karre zu Schrott fährt, muß sich selbst eine neue kaufen.
213 CDI, kurz und flach, Sprint-Shift,usw..
EZ 2000. 640tsd km
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Disc316
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Re: Kurierfahrer
Da ist was wahres dran,
begrüße Ausbeuterjobs grundsätzlich nicht,was aber viele Sub´s machen,anders kann man das nicht bezeichnen mit etwas Rechenverständnis,allerdings ist mir schon öfter aufgefallen daß Leute die dann selber sehen müssen wie sie am Leben bleiben viiell sorgfältiger mit dem Material umgehen,sowohl technisch und von der Pflege her wie auch in Sachen überflüssige Unfälle die nicht sein müßten,da ist ein Körnchen Wahrheit dran...
Gruß Disc316
begrüße Ausbeuterjobs grundsätzlich nicht,was aber viele Sub´s machen,anders kann man das nicht bezeichnen mit etwas Rechenverständnis,allerdings ist mir schon öfter aufgefallen daß Leute die dann selber sehen müssen wie sie am Leben bleiben viiell sorgfältiger mit dem Material umgehen,sowohl technisch und von der Pflege her wie auch in Sachen überflüssige Unfälle die nicht sein müßten,da ist ein Körnchen Wahrheit dran...
Gruß Disc316
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Re: Kurierfahrer
Tach,
da muß ich euch Recht geben. Bei uns in der Firma fahren wir MB C-Klasse 220 CDI. Die Teile haben max 50 tkm drauf und schon bei 20 tkm müssen teilweise die Stoßdämpfer gewechselt werden, da sie von den Angestellten dermaßen geprügelt werden... Es ist eben so wie überall in D. Es gehört nicht mir sondern meinem Chef also geb ich Gas... Mir doch juck was passiert. Zumindest könnte man meinen dass dies die Grundeinstellung der meißten ist.
Manche haben da irgendwie keinen Anstand.
da muß ich euch Recht geben. Bei uns in der Firma fahren wir MB C-Klasse 220 CDI. Die Teile haben max 50 tkm drauf und schon bei 20 tkm müssen teilweise die Stoßdämpfer gewechselt werden, da sie von den Angestellten dermaßen geprügelt werden... Es ist eben so wie überall in D. Es gehört nicht mir sondern meinem Chef also geb ich Gas... Mir doch juck was passiert. Zumindest könnte man meinen dass dies die Grundeinstellung der meißten ist.
Manche haben da irgendwie keinen Anstand.
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