Anschlagpuffer Hinterachse - erhöhen oder nicht?

Mercedes Sprinter 3 (Typ VS30, Baumuster W907/W910) - ab 2018
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Thomas135
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Anschlagpuffer Hinterachse - erhöhen oder nicht?

#1 

Beitrag von Thomas135 »

 Themenstarter

Nach dem das Thema der HA-Anhebung bei den 4x4ern ja schon immer ein Thema ist und wir hier ja letztens auch gerade den Threat mit der 50mm HA-Anhebung über Distanzklötze hatten, habe ich mal noch eine weitere Frage dazu.
Es gibt solche Sätze zum Lift der HA ja auch von mindestens einem (namhafen) Hersteller. Wenn man jetzt hier beispielsweise

https://drauzzen.de/wp-content/uploads/ ... 020915.jpg

mal auf das Bild des Kollegen schaut, sieht man dass die Endanschläge noch die Originalen sind.
Also ich für meinen Teil würde die Anschläge ja ebenfalls erhöhen. Durch den Lift erreicht man ja normal nicht mehr Federweg sondern nur eine Karosserieanhebung. Ich für meinen Teil denke dass man mit dem stark erhöhten Weg, je nach Intensität und Häufigkeit Nutzung, die Feder so weit bringen kann bis sie evtl. in den plastischen Bereich (= bleibende Verformung -> defekt) kommt oder evtl. sogar umschlägt. Deswegen würde ich bei Xmm Lift auch X mm den (wahrscheinlich unteren) Anschlagblock erhöhen.
Was denkt Ihr denn darüber?

Viele Grüße
THOMAS135
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Frrroschi
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Re: Anschlagpuffer Hinterachse - erhöhen oder nicht?

#2 

Beitrag von Frrroschi »

Was denkt Ihr denn darüber
?
ist vom Prinzip her ganz einfach:
-Es dürfen nie gefederte Komponenten auf einen harten Anschlag aufschlagen. Das kann zB. ein Stoßdämpfer sein der komplett zusammengedrückt wird bei einer Achsverschränkung usw. Also Metall auf Metall.
- Die Blattfeder ist ein Federelement und der Gummipuffer ein Weiteres.
Mit anderen Worten: Wenn die Achse ein federt drückt es die Blattfeder nach oben, die Federkennlinie dazu ist ziemlich linear, federt also weit ein. Ist die Blattfeder ein gefedert beginnt der Gummipuffer zu wirken. Er ist in seiner Federkennlinie sehr Progressiv, also verhindert er einen weiteren langen ein Federweg.

Ist das Fahrwerk jetzt höher muss als erstes kontrolliert werden ob irgendwo ein Anschlag außer des Gummipuffers besteht oder die Räder irgendwo streifen usw. Dementsprechend muss die Höhe des Gummipuffer sein , er muss das gesichert verhindern.
Ist dem nicht so kann man sich frei entscheiden. Bei Geländefahrten ist ein großer Abstand zum Gummipuffer aufgrund der dadurch möglichen Achsverschränkungen ideal. Beim Kurvenfahren auf der Landstraße ein kleiner um die Seitenneigung zu minimieren.
lg
Thomas135
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Re: Anschlagpuffer Hinterachse - erhöhen oder nicht?

#3 

Beitrag von Thomas135 »

 Themenstarter

Dem allem stimme ich im Grund zu. Da wir hier aber Umbauten von 50mm diskutiert haben und der Kollege von dem ich das Bild im Startbeitrag verlinkt habe wohl 40mm erhöht hat stelle ich schon mal die Frage ob die Feder, setzen wir mal voraus die Dämpfer sind passend, noch 50mm Bewegungsreserve hat im elastischen Bereich. Wenn ich unter mein Auto schaue bin ich mir da nicht so sicher. :?:
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Uwe B.
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Re: Anschlagpuffer Hinterachse - erhöhen oder nicht?

#4 

Beitrag von Uwe B. »

...wobei in dem oben gezeigten Bild das zusätzliche Federblatt sicherlich dazu beiträgt, zu verhindern, dass die Achse zu weit einfedert...und der Endanschlag des Stoßdämpfers wäre, da an der Achse montiert, ja nicht betroffen...da ist eher das Risiko, dass er beim Ausfedern zu früh an's Ende gerät.

Gruß, Uwe.
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Frrroschi
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Re: Anschlagpuffer Hinterachse - erhöhen oder nicht?

#5 

Beitrag von Frrroschi »

.wobei in dem oben gezeigten Bild das zusätzliche Federblatt sicherlich dazu beiträgt, zu verhindern, dass die Achse zu weit einfedert...und der Endanschlag des Stoßdämpfers wäre
Das Zusatzfederblatt verbessert die Situation um ca.30%, bei einem Schlagloch oder einer Verschränkung ist das bei weitem zu wenig.
Die Kräfte Feder zu Dämpfer sind zB. ca.1/20. Darauf würde ich mich nicht verlassen. Am Bild zu sehen ist das die Achse um 50mm weiter unten ist. Wenn der original kurze Dämpfer drinnen ist wird er das Ausfedern begrenzen. Aus meiner Sicht richtig wäre den Gummipuffer und den Stoßdämpferbefestigungspunkt ebenfalls um 50mm zu korrigieren, dann wäre man wieder in abgestimmten Serienzustand nur mit 50mm mehr Bodenfreiheit.
Ideal fürs Gelände wäre aber den Federweg um 50mm zu vergrößern. Dafür würde man einen Blattfederspezialist brauchen. Ich weiß leider nicht ob Blattfedern um die 50mm mehr Krümmung möglich sind. Wenn ja, braucht man nur mehr einen Dämpfer in der richtigen Länge und hätte die 50mm mehr Federweg.
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