inspektion bei Mercedes oder sonst wo?

Mercedes Sprinter 1 (Typ T1N, Baumuster W901-W905) & VW LT 2 - ab 1995 bis 2006
Gelöschter User

inspektion bei Mercedes oder sonst wo?

#1 

Beitrag von Gelöschter User »

 Themenstarter

Hallo,

bei meinem Auto steht demnächst die 120.000er Inspektion an. Die Garantie ist abgelaufen. Ich frage mich, ob ich zu Mercedes fahren soll, oder es bei ATU, PitStop und Co probieren soll. Die von Mercedes wollen für den fälligen Ölwechsel 150 Euro haben. Machen die noch mehr als Öl wechseln? Würde eventuell auch mal die anderen "Sachen" durchchecken lassen. Ich habe das Auto erst vor einem halben Jahr gekauft.
Habt ihr Erfahrungen mit den Inspektionen bei ATU oder sonstigen Werkstätten? Lohnt es sich zu Mercedes zu fahren?

Danke erstmal

Janko
JamesCook
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Re: inspektion bei Mercedes oder sonst wo?

#2 

Beitrag von JamesCook »

Hey Janko !

Bisher bin ich mit den leistungen und auch mit den Preisen bei unserer Mercedes-Niederlassung sehr zufrieden.
Mit unserem PKW war ich bei ATU. Hier standen Preis und Leistung in keinem Verhältnis. Nie mehr ATU !!!
Schlampige Arbeit, keine vernünftige Auskunft über das verwendete Öl, Bremsen nur von außen angeschaut etc. etc.
Da würde ich eher die "kleine Meisterwerkstatt" um die Ecke bevorzugen. Allerdings haben die meist keine elektronischen Diagnosegeräte. Aber ob das immer nötig ist ???
Lass dir doch von Mercedes und einer freien Werkstatt genau auflisten was gemacht wird und die zugehörigen Preise nennen.

Viel glück wünscht

JC
jens_voshage
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Re: inspektion bei Mercedes oder sonst wo?

#3 

Beitrag von jens_voshage »

ich fahre immer zu vw und hatte den vorteil in 10 jahren T3 und fast 5 jahren LT35 nie unterwegs liegen geblieben zu sein. das ist für mich das wichtigste, dass ich nicht selber schrauben muss und immer ans ziel komme.
allerdings hat mich das auch eine stange DM gekostet. zum schluss war es nicht mehr schön, was in der vw-werkstatt in den bus reingeflossen ist. klar, da spielte auch der motor eine rolle - beim kat-boxer sind die kopfdichtungen ein problem und der ausbau teuer. als sie bei einem 10 jahre alten T3 jedoch gegen viele DM die kühlwasserrohre gegen neuteile austauschen wollten, da habe ich gestreikt. eine freie werkstatt hat die fraglichen stellen im schellen gesichert und der wagen lief ein weiteres jahr problemlos.
ich denke also, ab einem gewissen fahrzeugalter muss man die werkstatt wechseln und zum meisterbetrieb um die ecke wechseln. da würde ich nur drauf achten, dass man nicht der einzige lt/sprinter ist. denn erfahrung ist nun mal auch ganz wichtig.
im übrigen gibt es schlechte vw- und mercedes-werkstätten und auch schlechte schrauber um die ecke. auf keinen fall würde ich zu atu gehen. denn für mich sind inspektionen eine art der vorsorge. bei vw habe ich meinen werkstattmeister oder sogar das werk, wenn was nicht klappt. beim schrauber habe ich den chef, der weiterhin kunden haben will. und wer fühlt sich bei atu für irgendwas verantwortlich? die kassiererin?

jens
Andreas
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Re: inspektion bei Mercedes oder sonst wo?

#4 

Beitrag von Andreas »

High,
nicht daß das direkt was mit dem Thema zu tun hat, aber ich war einmal bei ATU und war bei einer Reklamation sehr zufrieden. Habe für unseren Roadster neue Hinterreifen gekauft. Die waren entgegen der Herstellerangabe aber alles andere als sportlich, weil weicher als alter Gouda. Die haben mir nach ca. 100 km gleich am nächsten Tag sehr freundlich nochmal andere Reifen aufgezogen. Mußte für die Reifen Aufpreis zahlen, aber alles andere, Montage, Wuchten, Ventile usw. wurde nicht berrechnet.
Ich denke zum Vertragshändler zu fahren lohnt sich wirklich nur solange man noch Garantie hat. Und glaubt mal nicht, daß sich der Chef einer DC-Niederlassung wenn es ernst wird, mehr einsetzt, als die Kassentante bei ATU.
Wir fahren für wichtige Dinge immer zu einer freien LKW-Werkstatt, die freuen sich, wenn sie mal was an "kleinen" Autos machen dürfen.
Neues Öl, Filter usw. gibts dann in Spanien, ist preiswert und macht Spaß, wegen mit Händen und Füßen reden.
:P
Grüße von Andreas, der nun auch ein Foto hat.
alpensprinter
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Re: inspektion bei Mercedes oder sonst wo?

#5 

Beitrag von alpensprinter »

Mit Autos die < 8 Jahre und <200.000km fahre ich immer in die entsprechende Markenwerkstätte aus zwei Gründen:

1. Verkauft sich ein Auto mit Scheckheft von der Markenwerkstätte besser.

2. Kommt es immer wieder vor, das geheime Austauschaktionen bei den Werkstätten laufen. Das Auto wird nicht per Rückrufaktion in die Werkstätte beordert sondern man macht die Sache still und heimlich beim Service. ich kenne Fälle da hat man das ganze Getriebe getauscht und der Kunde hat nichts mitbekommen. Beim Sprinter weiß ich konkret, dass die Software für die Spritshift angepasst wurde und nur beim Service eingespielt wird.

Bei ATU oder ähnlichen geht dir das alles verloren.
Wenn das Auto allerdings in die Jahre kommt, lege ich selbst Hand an. Daher habe ich immer ein Altes Auto als zweit oder Drittwagen damit ich in Übung bleibe.
Gelöschter User

Re: inspektion bei Mercedes oder sonst wo?

#6 

Beitrag von Gelöschter User »

 Themenstarter

Nachdem die Jungs in der Niederlassung weder meinen Ölstand unter Minimum noch meine defekten Rücklichchtbirnen bemerken, werde ich baldmöglichst den Schrauber um die Ecke aufsuchen, der pfuscht billiger.
Gelöschter User

Re: inspektion bei Mercedes oder sonst wo?

#7 

Beitrag von Gelöschter User »

 Themenstarter

also ich würd mal grundsätzlich ab zum händler. denn der kennt die auto weiss auf was er achten sollte. der kann jedem auch sagen welches öl er verwenden soll muss oder tut. jemand der nicht vom fach ist weiss das nicht unbedingt worauf man beim sprinter achten soll.
Gelöschter User

Re: inspektion bei Mercedes oder sonst wo?

#8 

Beitrag von Gelöschter User »

 Themenstarter

Billgier ist das „selber machen“. Aber das setzt voraus das man es kann !!!!!!!!!!!!!!!!!
Und ich denke auch kein Problem. Ich meine jeder der weis wie man ne Schraube löst und wieder festzieht könnte einen Ölwechsel selber machen. Aber ich denke das wäre es dann auch schon.
Und wenn man sich das nicht zutraut, dann muss man sich eine Werkstatt suchen, wo man dabei bleiben kann. Wenn die Junges nicht zu verbergen habe, sollten die auch nichts dagegen haben. Tunlichst sollte man jedoch vermeiden, sich mit einem solch freundlichen Angebot in der Art auseinander zusetzen, dass man dann natürlich alles besser als der Monteur weis und diesem versucht Vorschriften zu machen. Auf die Art und weise ist einem früheren Kunden von mir doch Tatsache mal ganz aus Versehen ein Öllappen über den guten Anzug gerauscht.
MfG
Matias
Gelöschter User

Re: inspektion bei Mercedes oder sonst wo?

#9 

Beitrag von Gelöschter User »

 Themenstarter

Auf deine Frage ob die noch mehr machen. Also ich würde sagen bei 120000 Km must du schon mal ne Komplette Inspektion Machen.
Und die sollte mindestens so aussehen. OK

Mal ein bisschen gezeigt, was man so alles kontrollieren sollte. Und mit welchem Aufwand gerechnet werden muss.
1) . Motor warm fahren Öl ablassen indem man unten am Motor die Ölablassschraube öffnet. (9,5 L !!! also mindestens nen 10 Liter Eimer drunter stellen) neue Dichtung auf die Ölablassschraube, Ölfilter abschrauben und entnehmen warten bis das Öl aus dem Filtergehäuse abgelaufen ist. In der Regel sind beim Ölfilter die 3 O-Ringe dabei. Diese ersetzten. Filter einbauen ( Spezial Nuss 36 mm ähm hat aber nicht jeder zur Hand). Ölablassschraube wieder reindrehen und gut festschrauben (nicht vergessen) Dann Öl wieder über die Öleinlassöffnung ( Schwarzer Deckel rechts auf dem Ventildeckel) mit Messbecher 9,5 Liter einfüllen. Jetzt Motor laufen lassen. Im ersten Moment wird die Kontrollleuchte für den Öldruck an sein. Nicht erschrecken die geht erst nach ein paar Sekunden aus. Liegt daran, dass sich das Öl erst einen Weg durch den ganzen Motor suchen muss. So Motor ein Par Minuten laufen lassen. Wieder aus machen und erneut Ölstand am Peilstab kontrollieren. Eventuell fehlendes Öl nachkippen. Hierzu muss das Fahrzeug auf ebener Straße Stehen.
Altes Öl und alter Filter gibt man da wieder ab wo man die Teile gekauft hat
2.) Dieselfilter ( silberner Behälter rechts vorne am Motor) mit 19 mm Schlüssel lösen und Filter abschrauben.
Neuen Filter mit Öl oder Diesel füllen und dann wieder montieren. ( Vorsichtig nur gut handfest festziehen da sonst Gewinde schnell beschädigt werden kann.)

3.)Als nächstes Kontrolle der anderen Flüssigkeiten.

4.)Stand der Kühlerflüssigkeit Achtung bei warmen Motor tritt in der Regel beim öffnen des Deckel am Kühler
( rechts am Frontblech oben großer schwarzer Deckel) Kühlflüssigkeit aus da der Kühler leicht unter Druck steht. Flüssigkeit ist heiß. Die Frosttemperatur kann man auch nur mit speziellem Gerät messen. Bei eventuellem Verlust von Kühlerflüssigkeit kontrollieren wo Kühlerflüssigkeit ( Wasserpumpe Schläuche oder gar Kühler) austritt und reparieren.

5.)Kontrolle der Hydroflüssigkeit für die Servolenkung. ( Schwarzer Behälter rechts am Motor hinter dem Kühler.)
Eventuell Flüssigkeit auffüllen ( Kostet bei DB ca. 7,00 €)

6.)Flüssigkeit der Batterie kontrollieren. Eventuell bis zur Eichmarkierung mit destilliertem Wasser auffüllen.

So das wäre es nur für den Motor. Jetzt kommt noch Licht und das Fahrgestell sowie Getriebe dran.
Licht ist klar. Es wird kontrolliert ob alle Birnen in Ordnung sind und ob das Fahrtlicht richtig eingestellt ist und nicht blendet.

7.)Flüssigkeiten im Getriebe und in an der Hinterachse kontrollieren. Eventuell wechseln oder auffüllen.

8.)Stand des Bremsenöls, heller durchsichtiger Behälter aus Plastik auf der Rechten Seite im Motorraum vor einem schwarzen gossen Behälter hängend. Achtung nicht auffüllen. Wenn der Stand zu niedrig ist,
( Eichstrich beachten) liegt es meistens daran, dass die Bremsbelege zu weit abgefahren sind und erneuert werden müssen.
Bremsen kontrollieren. Wenn wie schon erwähnt der Stand des Bremsöls nicht korrekt ist, müssen die Bremsbelege erneuert werden da diese beim normalen Verschleiß immer dünner werden, wird mehr Öl in die Bremsleitungen aufgenommen. Dadurch sinkt der Ölstand im Vorratsbehälter. Natürlich gilt das gleiche auch für die Bremsscheiben. Diese Arbeit darf man nur vom Fachmann in machen lassen der davon Ahnung hat und der auch für diese Arbeit die Verantwortung übernimmt. !!!!!!!

9.)Am Fahrgestell sollten noch alle beweglichen Teile einer genauen Kontrolle ( auf Bewegung und übermässiges Spiel) Lenkung Stoßdämpfer, Forderachse, Hinterachse Auspuffanlage unterzogen werden. Ebenso auch die Reifen und die Radlager auf Abnutzung uns Spiel kontrollieren.

10.)Jetzt sollte man noch die einzelnen Funktionen der Karosserie kontrollieren. Also, wie schlissen die Türen usw. Die Türschlösser mit Grafitöl einsprühen dir Türgummis mit Vaseline einreiben die Türscharniere Ölen. Usw.

Gruß
Matias
Gelöschter User

Re: inspektion bei Mercedes oder sonst wo?

#10 

Beitrag von Gelöschter User »

 Themenstarter

@Mäffi:
Ich denke da nur an den Bekannten, der seine 2 Polos zu mir gebracht hat wegen Getriebegeräuschen, er hatte bei beiden das Getriebeöl abgelassen und dann halt 3 Liter Öl in den Motor gekippt, ohne den Ölstab zu kontrollieren. Bis er was gemerkt hat, war er schon 200 km unterwegs gewesen.
:D :D :D :D :D :D :D
Gruß Thomas
Andreas
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Re: inspektion bei Mercedes oder sonst wo?

#11 

Beitrag von Andreas »

Das mit denm Getriebeöl ist ja wirklich übel. Sowas würde in der Fachwerkstatt bestimmt nie nie nie passieren.
Der Passat von meinem Papa war immer zur Inspektion und als das Getriebe (ohne Öl) kaputt ging, hat das bei VW niemanden interessiert, war ja außerhalb der Garantie. Ich glaube, einige Firmen haben Abteilungen, in denen Strategien entwickelt werden, wie man gute Kunden am besten abwimmelt anstatt Ihnen freundlich und zuvorkommend zu helfen.
Ich traue da wirklich kaum noch jemandem. Soll man sich doch, wenn man eh beschissen wird, wenigstens den günstigsten Abzocker aussuchen.
:mad:
Grüße von Andreas, der nun auch ein Foto hat.
Gelöschter User

Re: inspektion bei Mercedes oder sonst wo?

#12 

Beitrag von Gelöschter User »

 Themenstarter

Hallo
Thomas
Ich meine genau das indem ich sage, dass man davon Ahnung haben sollte.
Und Andreas ich würde das ganze nicht so Pessemistieg sehen.
Warum passiert den so etwas immer wieder. Würde sich jeder Autofahre- Besitzer doch nur darüber sachkundig machen, was da mit seinem Fahrzeug passiert wenn er es zur Inspektion – Reparatur bringt, dann denke ich würden solche Sachen nicht so häufig geschehen. Vermeidbar ist das nicht. Hier kommt eben eine ganze Menge Vertrauen mit ist Spiel.
Gruß
Matias
Axel
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Re: inspektion bei Mercedes oder sonst wo?

#13 

Beitrag von Axel »

Werkstatt? Wieso Werkstatt? Beim Sprinter ist die Wartung eh ziemlich teppensicher. Öl und die 4 Filter (Öl, Luft, Diesel, Innenraum) wechseln kann jeder, Werkzeugbedarf ist minimal. Getriebeöl alle 90.000km ist auch keine Hexerei, wenn man sich das nicht zutraut: Tankstelle. Noch ein paar Tropfen Öl in die Schlösser und auf die Scharniere, Entwässerungsöffnungen in der Karosserie vom Dreck befreien - fertig!

Zum Thema Stempel im Wartungsheft: Wenn mir einer ein Notizbüchl zeigt, wo er selber dokumentiert hat, was er am Auto werkte, erscheint mir das viel vertrauenswürdiger als ein paar Stempel.
Axel

312D Fensterbus 4x4 (Oberaigner zuschaltbar ohne Untersetzung, ohne HA-Sperre)
BJ 1997, Kauf 2000, niedrig, mittlerer Radstand, rot, 350.000 km

Alles Vernünftige ist einfach, alles Komplizierte ist überflüssig.
(Michail T. Kalaschnikow)
Gelöschter User

Re: inspektion bei Mercedes oder sonst wo?

#14 

Beitrag von Gelöschter User »

 Themenstarter

Mein reden Alex. Aber wie gesagt man muß es auch können.
Gruß
Matias
Gelöschter User

Re: inspektion bei Mercedes oder sonst wo?

#15 

Beitrag von Gelöschter User »

 Themenstarter

hallo,

wo bitte befinden sich die "Entwässerungsöffnungen in der Karosserie"?

ich würde dann bei mir mal schauen wie verstopft die evtl. sind.

danke und gruß
daniel
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