Über manche Antworten hier kann ich mich nur wunder. Seit ihr echt so Weltfremd?
Chiemseer hat geschrieben: 28 Jun 2021 13:01
Erstaunlich: unterschiedliche el. Ladegeräte haben anscheinend unterschiedliche Erhaltungsladungsspannungen vorprogrammiert.
Es gibt nicht die eine Batterie, selbst wenn ich bei einer Batterietechnologie bleibe (z.B. AGM), dann bestimmt der Aufbau, und vor allem der Hersteller, was der Batterie gut tut und was nicht. Zumal die nicht ein Wert ist, sondern sich ein ständig ändernder Bereich. Man sucht sich nur ein Punkt auf der Linie aus der zu einer Befriedigenden Ladung führt, aber die Batterie nur gering schädigt.
Bei den Herstellern der Ladegeräte sieht das genau so aus. Höhere Ladespannungen bedeuten schnellere Ladung und/oder mehr eingeladenen Kapazität, natürlich mit der in Kauf genommenen Schädigung der Batterie. Je nach dem was der Ladegeräte Hersteller sich auf seine Fahnen/ in seine Werbung schreibt, fallen die Parameter anders aus.
Rosi hat geschrieben: 30 Jun 2021 08:26
Ich lud immer so langsam, wie möglich, um die Batterien zu schonen, bevorzugt im Motorrad-Modus und frage mich, wie brutal die Booster heutzutage in kürzester Zeit die Batterien laden
Nicht die Booster laden die Batterien brutal, sondern der der den Booster ausgewählt hat. Wenn man hier den Booster (max. Ladestrom) entsprechend der Herstellerangaben der Batterie auswählt, dann passt das auch mit der Ladung. Es gibt aber auch Batterien (z.B. LiFePo) die mit den hohen Ladeströmen der Booster klar kommen, aber auch hier gilt, je mehr Ladestrom, desto mehr schade ich der Batterie.
Ich habe mein Booster nach meinem Anwendungseinsatz Ausgewählt. Da ich wenn ich fahre meist länger >3 Stunden unterwegs bin brauche ich nicht so hohe Ladeströme und hab mich für ein Booster mit max. 30A entschlossen. Damit bekomme ich in 3 Stunden ~50% der Batterie geladen. Wenn die fahrt länger wird oder die Batterie nicht so leer ist, nutze ich auch gerne die Fernbedienung, mittels derer ich den max. Strom nochmals auf 20A begrenzen kann um die Batterie schonender zu laden.
Generell sehe ich hier ein Gesellschaftliches Problem. Man möchte Alles vorgesetzt bekommen, und sich nicht mehr selbst mit der Materie beschäftigen. Und wenn etwas schief geht klagt man einfach.
Wir sollten uns um mehr Eigenverantwortlichkeit bemühen, und unser Wissen erweitern, um Entscheidungen in unserem Sinne zu treffen.
Beim Thema Ladetechnik/Booster könnte man z.B. auf die Produkte von victron energy setzten. Hier bieten die meisten Produkte die Möglichkeit alle Ladeparameter zu konfigurieren. So kann man den Ladeprozess an seinen Gegebenheiten anpassen. Aber das erfordert Wissen und die Arbeit es zu konfigurieren, und ggf. auch zu warten.
Happy Charging
PS: Übrigens kann man die Ladegeräte von ve auch als Netzteil betreiben!