Hey WoMo-Freunde,
ich möchte eine Warmwasserheizung (Wand- und/oder Fußbodenheizung) einbauen, die an den Kühlkreislauf des Motors und nötigenfalls auch an eine Standheizung angeschlossen ist.
Vorteile:
billige Wärmequelle
geräuschlos
Nachheizeffekt
feuchte und staubarme Luft
Die über das Kühlwasser abgeleitete Motorwärme ist kostenlos. Außerdem läßt sie sich in einem isolierten, druckstabilen Tank oder Wärmetauscher (Vorteil: warmes Brauchwasser) bis zum nächsten oder übernächsten Tag speichern. Für die Heizung braucht man aber noch eine Umwälzpumpe und ein Regelventil (ca. 40°C); für das warme Brauchwasser genügt ein Mischhahn und eine Förderpumpe.
Für den Campingbedarf gibt es isolierte und druckstabile Warmwasserspeicher bis zu 50 Liter, wahlweise mit Motorwärme oder elektrisch (12/220 V) beheizt oder kombiniert (von elgena). Die ersteren gibt es auch mit zwei Wärmetauschern (Rohrwendeln). Somit kann man auch noch eine Wasser-Standheizung oder Sonnenkollektoren (z. B. Absorberplatten für Schwimmbad) anschließen, sofern man längere Zeit steht. Natürlich ist im Winter eine Standheizung ratsam, um den Motor zu schonen. Kaltstarts belasten den Motor und die Abgasanlage am meisten und verdünnen das Motoröl (Säure, Wasser aus kondensiertem Dampf, Materialspannungen).
Ein Problem ist aber nur die Leistungsfähigkeit der Wand- und Bodenplatten. Diese Heizelemente geben als Niedertemperaturheizung angeblich nur ca. 100 Watt/qm ab. Aus Platzgründen kann die Heizfläche nur 2 bis 3 qm betragen. Platz gibt es nur zwischen dem Führerhaus und der Sitzbank und gegenüber der Schiebetüre.
Die Leistungsfähigkeit von Schwimmbad-Absorberplatten als Heizelemente dürfte etwas höher sein, weil die ganze Fläche und nicht nur das in Wärmeleitbleche gesteckte Schlangenrohr (ca. 1/10 der Fläche) mit Wasser gefüllt ist. Jedoch können die schwarzen Kunststoffplatten, obwohl sie zwecks Begehbarkeit alle 5 cm nach innen genoppt (Abstützung von Ober- und Unterseite) sind, nur mit wenig Druck betrieben werden. Auch wenn ein Regelventil die Temperatur im Heizsystem niedrig hält, kann der Druck dennoch hoch sein, sofern der Motor Betriebstemperatur (90-110°C) hat und das Heizsystem am großen Kühlkreislauf hängt. Deshalb ist hier ein Speicher mit Wärmetauscher, wodurch getrennte Kreisläufe entstehen, erforderlich. Die Absorberplatten messen ca. 80x120x3 cm (BxLxH) und dürften 10 Liter fassen.
Das Heizsystem ist zumindest die Nacht über geräuschlos, weil es ohne Gebläse arbeitet und der aufgeheizte Speicher
diese Zeit überbrückt.
Die Luft ist weniger staubig, weil die Heizung ohne Luftstrom, sondern nur mittels Konvektion arbeitet.
Die Luft ist auch weniger trocken als bei Frischluftheizungen. Gerade im Winter, wenn die absolute Luftfeuchtigkeit besonders gering ist, weil kalte Luft weniger Wasserdampf aufnehmen kann, wirkt sich dies aus. Jedoch wird für den Alltag immer nur die relative Luftfeuchtigkeit, die den prozentualen Dampfsättigungsgrad der Luft - bei der gegenwärtigen Temperatur - angibt, gemessen. Daher nimmt die relative Luftfeuchtigkeit ab, wenn die Luft erwärmt wird.
Fragen:
Wer hat schon derartiges unternommen?
Wer kann Tips geben?
Bei welcher Temperatur schaltet der Thermostat vom kleinen auf den großen Kühlkreislauf um?
Ist bei Parallelschaltung des Speichers/Wärmetauschers zum Kühlkreislauf eine Umwälzpumpe erforderlich?
Wo schließe ich den Speicher/Wärmetauscher an?
mfg Kleeblatt






