Handbremse bei MB Sprinter

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Deadghost
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Handbremse bei MB Sprinter

#1 

Beitrag von Deadghost »

 Themenstarter

Hallo, ich bin bin neu hier und suche einen Rat. Vielleicht kennt auch jemand folgendes Problem.
Im August 2010 habe ich mir einen neuen Sprinter gekauft und von einigen Mängeln abgesehen, stellte ich nach ca. 4 Monaten einen sehr weiten Weg der Feststellbremse fest. Bei meinem ersten Kundendienst (ca. 6 Monate später), forderte ich eine Überprüfung der Handbremse mit dem Befund "alles ok". Den Ansatz einer Bremswirkung erreichte ich erst nach dem zehnten Raster!
Ich Dummerchen hab das geglaubt, kaum zu glauben. Nach 24 Monaten der erste TÜV in der Vertragswerkstatt. Die Bremsen ideal, ziehen gleichmäßig, keine Mängel. So, jetzt nach 26 Monaten, der zweite Kundendienst ... Weil mir der Karren in der Eile fast allein weggefahren wäre, machte ich die Werkstatt auf mein "sehr subjektives" Problem nochmal aufmerksam.
Nun, jetzt der Anruf, Bremsscheibe auf der rechten Seite verbrannt und stark oxidiert, die Bremsbeläge sind in Teilen zerbrochen (die linke Seite ist ok!). Jetzt soll ich die Reparatur zahlen, da die Bremse ein Verschleißteil ist, die Garantie ist ja sowieso vorbei und die Bremsanlage wird ja immer beidseitig erneuert ... Zahlen will ich eigenetlich nicht, aber wer will das schon :D
Sehe ich da was falsch? Habe ich gegen TÜV und DB eine Chance, da die nun nichts von meinen Beanstandungen wissen wollen?
Nehmt doch einfach mal die Geschichte unter die Lupe ... Danke!
sprinter-22
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Re: Handbremse bei MB Sprinter

#2 

Beitrag von sprinter-22 »

Hi,
aus der Nummer kommst nicht raus. :(

Schade, dass der Sprinter zuerlegt in der Werkstatt steht, so kannst Ihn nicht in eine andere "Freie" bringen.
Vielleicht kannst ja die Teile selbst besorgen und so etwas sparen. (2 Scheiben mit Beläge für Scheibe und Trommel ca. 140.- EUR)
Kompletttausch bei einer freien Werkstatt kostet max. ca. 250.- EUR incl. Teile.

Kopfzerbrechen würde mir die verbrannte Bremsscheibe machen. Der Grund könnte in einem nicht zu 100% funktionierendem Bremssattel / Kolben liegen. Den also unbedingt prüfen / prüfen lassen. Wenn ein neuer Sattel notwendig wird, gleich die Bremsflüssigkeit mitwechseln. An den 50.- EUR soll's dann auch nicht mehr scheitern.

Gruss
Deadghost
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Re: Handbremse bei MB Sprinter

#3 

Beitrag von Deadghost »

 Themenstarter

Danke für die Antwort.
Da mein Sprinter beim großen Service war, wurde die Bremsflüssigkeit gewechselt. Das ganze Ding kommt mir nun auf fast 1200.- €.
Ich suche nach einer Möglichkeit um den schon lange vorliegenden Defekt zu beweisen. Kann ein Gutachter nicht die Abnutzung der Raster des Handbremshebels sehen? Denn in meinem Fall sollte der "Verschleiß" auf der ganzen Länge gleich sein und nicht nur im unteren Bereich!? Oder vielleicht am Seilzug? Kennt jemand eine andere Beweismöglichkeit?
4 Zeugen hätte ich ... Aber reichen Zeugenaussagen?
Deadghost
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Re: Handbremse bei MB Sprinter

#4 

Beitrag von Deadghost »

 Themenstarter

Ich bin mir nicht sicher ob es in meinem Fall so wichtig ist ... Mercedes Sprinter 316 cdi, BJ 2010, 163 PS, 64000 km
Sprinter_08/15
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Re: Handbremse bei MB Sprinter

#5 

Beitrag von Sprinter_08/15 »

Hallo;

was ich noch nicht ganz verstanden habe, welcher Bremsbelag ist "zerbrochen" der von der Scheibenbremse oder Trommelbremse.
Wenn der von deiner Scheibenbremse zerbrochen ist, kommst bestimmt aus der Nummer nicht raus, denn dies ist ja deine Betriebsbremse = Verschleißteil.
Wenn der deiner Trommelbremse (=Handbremse) zerbrochen ist, würde ich versuchen etwas von deiner Werkstatt zu bekommen. Du hast ja bestimmt einen Arbeitsnachweis der Werkstattbesuche und dort müsste ja aufgeführt sein, dass Du die Wirkung der Bremsleistung der Handbremse bemängelst.
Gruß Ronny

Sprinter 317 / 907 L2H2 EZ 2023 / Womo Individualausbau Sabine Berz - "Handwerkerin mit Herz"
W463 - G350 / EZ 2016
sprinter-22
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Re: Handbremse bei MB Sprinter

#6 

Beitrag von sprinter-22 »

Morgen,

entschuldige die Antwort, aber da gibt's gar nix dran zu rütteln. DU zahlst. Mach dir da mal keine Hoffung.
Am Tresen kannst zwar um Nachlass bitten, wird aber nur Erfolg haben, wenn du ein wirklich guter und Bekannter Kunde bist. Alles andere mit Zeugen & Co. würde dir, wenn überhaupt, nur vor Gericht helfen.
Das Gericht wird dann sagen: 1. wenn Sie bemerkt haben, dass mit der Bremse etwas nicht stimmt, warum sind Sie dann nicht in eine andere Werkstatt gefahren wenn die erste Werkstatt nichts gemacht hat.
2. Warum sind Sie überhaupt so lange mit der angeblich defekten Bremse weitergefahren? 3. Bremsen sind egal ob Scheibenbelag oder Trommelbelag ein Verschleissteil (Garantieausschluss überall bei jeder Werkstatt oder Versicherung). 4. Wer garantiert, dass Sie nicht zu lange mit angezogener Handbremse gefahren Sind und dies ursächlich für den "Bremsenbruch" war? 5. Wird den Werkstattmeistern immer mehr geglaubt werden als Dir. Wenn die der Meinung waren alles o.k. dan war das auch so. Dem wird das Gericht folgen
6. Kannst einen Gutachter auch noch bezahlen wenn du möchstest. 7. Der TÜV Bericht "ohne Mängel" spricht auch gegen dich.
Da es hier aber nicht um einen Unfall mit Todesfolge geht, ist das öffentliche Interesse (wie es so schön benannt wird) zu klein und die Greichte wollen das vom Tisch. Mehr als 30min Verhandlung wird da nicht angesetzt und da kommt nix bei raus.
Diese Fragen und weitere würden Dir gestellt werden.

Du siehst, hier gibt's zuviel was gegen dich spricht.
Wenn Du jetzt noch die Kosten für Anwalt und vorfinanzierende Gerichtskosten nimmst, in Hinsicht auf das mögliche Ergebnis, kannst deine Bremsen locker noch 2x komplett richten lassen.

1200.- EUR sind sicherlich keine Kleinigkeit. Versuche daher die einzelnen Rechnungsposten in Inspektion und Bremsen zu teilen und bei den Bremsen ggf. beim Lohn oder den Teilen etwas mit dem Servicemeister rauszuholen.
Ich würde auch offen ansprechen, mein Fzg künftig in einer freien Werkstatt warten zu lassen. Eben weil dort auf die Hinweise des Kunden eingegangen wird und die Stundensätze locker um 1/3 oder mehr günstiger sind. Garantie muss auch dort gegeben werden.

Also Augen zu und durch, 3x drüber schlafen und vergessen.

(als Beispiel, habe jetzt auch 1400.- EUR für einen Kühlertausch am PKW bezahlt, obwohl es bei DB ein bekannter Bauteilefehler ist/war der aber noch nie auf Kulanz getauscht wurde. Aber besser 1400.- als 9000.-später für ein neues Getriebe und Wandler wenn Glykol ins Automatiköl kommt)

Gruss
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Rosi
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Handbremse bei MB Sprinter fahrlässig kaputt gehen lassen

#7 

Beitrag von Rosi »

Das Fazit von sprinter-22 ist grausam, aber realistisch. Die mafiosen Strukturen reichen bis hin zu bornierten Advokaten, die sich anmaßen, über andere Menschen und Vorgänge zu richten. Wir (das Volk) haben uns entmündigen lassen, indem wir uns von einer Klientel von Advokaten, Medizinern nebst deren Handlangern bevormunden lassen.
Symbolisch gäbe es vor dem Gang zum Gericht noch die Schiedsstelle der KfZ-Innung, aber wenn man recherchiert, wer in dieser sitzt und wie sich diese finanziert, könnte man sich das ebenso sparen.
Mein Fazit in diesem Land: gar keinem Advokaten das selbst erarbeitete Geld in dessen A... stecken, spart am meisten.
Ich würde an Stelle von Deadghost die rechte, defekte Bremsscheibe nebst Belägen (selbst oder in einer freien Werkstatt) wechseln (lassen). Wichtiger wäre jedoch, die Freigängigkeit des Bremssattels zu prüfen, denn darin liegt auch m.M. die Ursache.
Falls Deadghost es doch beim Freundlichen machen läßt, unbedingt den Mangel schriftlich fixieren und die Abstellung des Mangels beauftragen, mitnichten den Wechsel der Bremsscheibe nebst Belägen, denn wenn die nächste Bremsscheibe binnen kürzester Zeit wieder genau so aussieht, wie die vorherige (weil der Bremssattel fest war), hätte die sog. "Werkstatt" (Teilewechselanstalt) vermeintlich richtig gem. Auftrag ausgeführt. Darin liegt die vorsätzliche Heimtücke des Auftragssystems (das Advokaten ausgefeilt haben). Auf gar keinen Fall irgend etwas telefonisch beauftragen oder bestätigen.
Deadghost
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Re: Handbremse bei MB Sprinter

#8 

Beitrag von Deadghost »

 Themenstarter

Sprinter 22, danke für die direkte und klare Antwort.
Aber, wäre ich mit angezogener Handbremse gefahren, dann wären auch beide Seiten verbrannt ... Der Defekt war nur links!!
Wenn mir eine Fachwerkstatt versichert, dass mein Handbremsweg passt, dann muß ich das auch glauben.
Warum mir sonst keine Bremsprobleme aufgefallen sind ... Keine Ahnung!!?? Eben nur, dass meine Handbremse erst im oberen Anschlag eine Wirkung hatte.
Eins gäbe es noch ... Wenn ich den Mangel nicht erwähnt hätte, warum habe ich nach dem ersten Service den Vermerk "Handbremse i.O." ... Es wird doch beim Ölwechsel keine Handbremse kontrolliert und die Funktion separat erwähnt ... Oder irre ich?

Bitte widerlege mir diese Argumente
sprinter-22
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Re: Handbremse bei MB Sprinter

#9 

Beitrag von sprinter-22 »

Mahlzeit,
Wie du ggf. schon auf Bremsenprüfständen gesehen hast, greifen die Bremsen nie zu 100% gleich. So liesse sich die einseitige Funtion / Verbrennung erklären. Ein gewisser %-Satz an Abweichung ist zulässig. (Scheibe und Trommel). Der kann schon ausreichen. Wird ja auch beim TÜV geprüft.
Erlaubte Differenzen der Bremswirkung der Räder einer Achse:
- bei der Betriebsbremse maximal 25 % vom größeren Wert
- bei der Feststellbremse, die während der Fahrt betätigt werden kann, maximal 50 % vom größeren Wert

Das man als Laie den Werkstätten Glauben schenken muss / sollte ist verständlich. Sonst ginge man ja dort nich hin wenn man es selber wüsste bzw. kann.
Bei der Inspektion gibt es Werkstattpläne die den genauen Umfang nach Herstellervorgaben beschreiben. Bei manchen Herstellern etwas mehr, andere weniger (im direkten Vergleich). Hier kann der Bremsentest durchaus als Prüfpunkt beschrieben sein.
Jetzt hast du bei der Werkstattannahme den Hinweis gegeben, nach der Handbremse mal zu sehen, weil etwas "komisch" ist. Langer Weg, knacken oder sonstiges - egal. Dies wurde dann auch sicherlich auf der Auftragsannahme vermerkt und in der Werkstatt "nochmals" kontrolliert. Um eben alles was der Kunde wünscht abrechnen zu können, wurde auch nochmals auf die korrekte Funktion und Prüfung nach Fertigstellung hingewiesen. Somit sind die Herren fein raus.
Hättest du gleich als du wegfahren wolltest, den gleichen Zustand nochmals reklamiert, mit dem Hinweis es nochmals wo anders prüfen zu lassen, hätten Sie bei falsch erstellter Diagnose (hier: i.O.) die Kosten der Fremdfirma zahlen müssen.
Aber so ist es. du musst glauben was dir erzählt wird, wenn alles gut geht freuen sich alle. Im Zweifelsfall ist der Kunde der Dumme und hat den Stress.
Ich verstehe dich voll und ganz, so einen Hals hatte ich bei meinem Kühler auch (Konstruktionsfehler kann der Kunde ausbaden). Aber es hilft nix.

Wir als kleine Werkstatt checken generell alles was sich ohne grossen Aufwand prüfen lässt. (Kühlwasser, Frostschutz, Feuchtigkeit Bremsflüssigkeit, Bremsleistung, Licht...) Egal wie gross der Inspektionsumfang oder Werkstattauftrag beauftragt wird. Alles Kostenneutral und der Kunde freut sich. Trotzdem haben wir nur den halben Stundensatz als Mercedes gegenüber. Kommt doch etwas abweichend hinzu, informieren wir den Kunden oder nennen ihm einen möglichen Termin. Von "eilig" bis "beim nächsten mal". Das ist der Unterschied der "Grossen" zu den "Kleinen". Wir haben keinen Zeitdruck eine bestimmte Anzahl Fzg'e am Tag vom Hof zu bekommen. Da wird auch mit den Kunden schon mal der Grill angeworfen.

Was ich damit sagen will: Zahle mit Nachverhandlung zähneknirschend und suche dir eine freie Werkstatt und hinterfrage zu Reparaturumfängen spezielle Details zuvor, schaue was auf dem Hof für Fahrzeuge stehen. Oft genug hört man: Können wir, machen wir. Und am Ende kommt auch nur Murks raus. Nur eben billiger.
Dann zum "Stern" nur noch wenn's Diagnosespezifisch (Stardiagnose) oder extrem heikel werden könnte. (z.B. verkokte Injektoren herausbauen -> kann voll in die Hosen gehen - da kann schon mal der Zylinderkopf runter müssen)

Gruss
Deadghost
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Re: Handbremse bei MB Sprinter

#10 

Beitrag von Deadghost »

 Themenstarter

Hi, grundsätzlich war es mir klar, dass ich eine Schlacht gegen Mercedes und TÜV kaum gewinnen kann, da mir die nötigen Beweise fehlen und es geht auch noch um eine sicherheitsrelevante Sache. Ein Gutachter war meine erste Idee … Schade das der ADAC beim Werkstatttest diesen Fehler nicht eingebaut hat … Obwohl, auf den Einfall kommen die nicht, das wäre zu einfach :lol: Mir war auch klar, dass in den großen Werkstätten eine Vetternwirtschaft mit dem TÜV herrscht. Mir ist jetzt klar, dass ich ein Montagsauto erwischt habe … In zwei Jahren 3 Montagefehler, 4 Defekte (betriebsnotwendig), der Lack hat an 5 Stellen Haarrisse (jetzt schon Rost) und diverse nicht betriebsnotwendige Ausfälle … Die Handbremse nicht mitgezählt, da es ja ein Verschleiß war :wink: … Oder liegt das an Mercedes? Ist ja nur bis zu 10000€ teurer. Grundsätzlich wollte ich ein paar Meinungen hören, bevor ich bezahle … Und ich danke euch dafür.
Ach, die Meinung von Rosi ist nicht falsch, da ist was dran ...

Und nichts gegen euch, da ich ähnlich denke, aber mir gehts eigentlich nicht so ums Geld :oops: , sondern mehr ums Prinzip ... Ich suche mir noch ein paar Stellen aus und erzähle die Geschichte .... Anwalt, ADAC, Verbraucherschutz, Stern TV ... Oder was weiß ich ...
Opa_R
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Re: Handbremse bei MB Sprinter

#11 

Beitrag von Opa_R »

Hy :wink:
Verschoben :roll:
Liebe grüße Renate und Schorsch ;)
Alle Angaben ohne Gewähr :)

Vita : 307 D Bj 78 , 209 D Bj 88, 312 D Bj 97 , 316 CDI Bj 01, 318 CDI Bj 07, 319 CDI Limited Edition Bj 15 , 316 CDI BJ 19
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