nachdem ich hier seit Jahren still mitlese und schon viele tolle Ansätze gefunden habe, habe ich mich nun endlich angemeldet. Danke für dieses geniale Forum! Bei meinem Freundlichen sowie bei meinem Freien ernte ich mit dem Problem leider nur ratloses Stirnrunzeln, daher hoffe ich auf die geballte Schwarmintelligenz.
Kurz zu mir: Ich bin Eckart und gemeinsam mit meiner Frau verreisen wir seit sechs Jahren mit "Mr. C", unserem vom Vorbesitzer zum Camper ausgebauten Crafter.
Das Fahrzeug:
- VW Crafter 35 Kasten (2E), MJ 2008 (Werk Düsseldorf)
- 2.5 TDI (100 kW / Motor: BJL), Getriebe: Shiftmatic (HRF)
- 222.222 km

- GRA/Tempomat 2020 nachgerüstet (VW/MB-Originalteil, bei VW angelernt)
- Neue LiMa in 2025
- Schutzleiter von 230V-Einspeisung auf Massepunkt unterm Fahrersitz
- Sonst alles Serie
Die ersten Kolometer des Tages (< 30 min) inklusive Pausen (Supermarkt, Tanken) laufen perfekt. Motor startet top, Getriebe schaltet butterweich. Danach Langstrecke über Hunderte von Kilometern auch grundsätzlich problemlos. Aber:
Der Fehler: Nach einer Fahrtzeit von über 60 Minuten führen kurze Stopps (z. B. Raststätte) reproduzierbar zum Chaos. Ich muss dann mindestens eine Stunde warten, sonst passiert Folgendes:
Szenario A (während der Fahrt nach Pause): Fährt nach dem Raststätten-Stopp kurz normal, geht dann nach wenigen Kilometern in den Notlauf (max. 80 km/h).
Szenario B (direkt beim Startversuch nach Pause oder nach Szenario A): Motor geht nach Sekunden wieder aus. Das Kombiinstrument wirft eine Reihe Fehlermeldungen:
- Kühlmittel Stop, Motor aus (tatsächlich kein Kühlmittelverlust)
- ESP Werkstatt aufsuchen
- ASR (Symbol Reifen mit Doppelpfeil) Werkstatt aufsuchen
- Getriebe Werkstatt aufsuchen
- ABS Werkstatt aufsuchen
Das Phänomen tritt unabhängig von der Außentemperatur auf. Das Motorsteuergerät selbst wird nicht auffällig heiß. Parallel zickt seit Längerem das Radio (RNS 4001) – geht oft aus, lässt sich manchmal noch über das Lenkrad steuern.
Fehlerspeicher (ausgelesen mit iCarsoft) - folgende Fehler als „Geschichte“ hinterlegt:
- 4759 / 7200 / 9102: Kein CAN-Signal vom Steuergerät Motor
- 4804: N30/4 (ESP-Steuermodul) - Versionscodierungszeichenfolge: UNGÜLTIG
- 7266: Tempomat - Steuermodul N30/4 (ESP-Steuermodul) nicht verfügbar
- 9130: A62 (Automatikgetriebe) - Getriebefehler
- P2BAC (NOx Exceedence/AGR – bekanntes HU-Thema)
- P0299 (sporadisch Ladedruck ungenügend)
- Relevante Sicherungen geprüft, gereinigt, ersetzt
- Massepunkte im Motorraum gereinigt + zusätzliches Masseband von Getriebe zu Motorraum gezogen (Werkstatt), da am Anfang der Getriebefehler der Primäre war
- Stecker von Motor- und ABS-Steuergerät geprüft (unauffällig) und neu gesteckt
- Türsensoren und Bremslichtschalter [EDIT: den nicht wirklich, s. erste Antwort...] gecheckt
Habt ihr Ideen, wo ich ansetzen kann? Ein bestimmtes Relais (Spannungsversorgung MSG?), eine bekannte Scheuerstelle im CAN-Bus-Kabelbaum, das Kombiinstrument oder zieht das spinnende RNS 4001 den Bus runter? Sollte ich die Radsensoren trotz fehlendem Eintrag auf Verdacht tauschen? Diesen Stecker ("Grünspanteufel", Post p=358004#p358004, kann noch keine Links posten als Newbie) habe ich leider bei mir noch nicht lokalisieren können.
Ich bin für jeden Hinweis dankbar! Meine Frau verliert langsam das Vertrauen in unseren Dicken.
Liebe Grüße aus Bochum
Eckart








